Quelle Simonetta Multiplex Stereo R 528 kein UKW empfang

  • Servus Mike,

    danke für Deine detaillierten Meßergebnisse. Ach ja, bevor ich's vergesse: Mit welchem Meßgerätetyp genau mißt Du denn?

    Quote from "Triode84" pid="276138" dateline="1715904217"


    Die spannung am rechte ende von R405 ist 147 V die beiden schirmgitterwiderstände R402/403 habe ich ohmisch überprüft beider Haben fast genau 3Kohm voe den Widerständen liegen 262 V hinten liegen 152 V an spannungen bei beiden Widerständen identisch .

    Die 262[V] dürften bei einem Selengleichrichter und einer Netzunterspannung von -4,2% (die ja bei 230[V] Netzspannung in 240[V] Einstellung vorliegen) sowie den (uns nicht bekannten) Teilwicklungen der Ausgangsübertrager (von der Anodenspannung bis zu den Abgriffen für die Schirmgitterwiderstände) und der zu großen Last auf der Anodenversorgung schon hinkommen. Die 152[V] (Sollwert in 240[V] Einstellung bei 230[V] Netzspannung ~ 186[V]) sind dagegen viel zu niedrig - sprich: auf der Schirmgitterspannungsversorgungsschiene ist die Last deutlich zu hoch - nach Rechnung wären das ~ 73[mA] (vermuteter Sollwert: ~ 50[mA]).

    Ein unerwarteter Punkt Deiner Meßergebnisse sind die beiden Werte "152[V] hinter R402/R403" und "147[V] am rechten Ende von R405" - das sind 5[V] Unterschied. Nach Schaltbild sollten diese Spannungen gleich groß sein, da sie nur über Schaltkontakte und nicht über zusätzliche Widerstandsbauelemente gehen --> Problem mit Kontaktübergangswiderständen im Tastensatz? (e8 / k5 / k4 / m5 / m4). Vielleicht haben wir hier noch ein zweites Problem.

    Quote


    Die Kathodenspannung des Vorstufensystems an Pin 3 der ECC85 am obere Ende von R1 gegen Masse gemessen 0, 84 V ( soll 1,44V ) . Mit beiden Meßleitungen direkt über R1 gemessen ergab ebenfalls 0,84 V .

    Das ist definitiv (und erwartungsgemäß) zu wenig - Dr2 hat allerdings wohl keine Unterbrechung.

    Quote


    Die messung direkt am Anodenanschluß des Vorstufensystems an Pin 1 der ECC85 am linken Ende von R2 und Dr4 gegen Masse ergab einen wert von 142V (soll 165 V ) . Die messung am liken Ende von R2 und Dr4 gegen Masse ergab ebenfalls einen wert von 142 V .

    Auch das ist (erwartungsgemäß) zu wenig.

    Quote


    Am Verbindungspunkt von R3 / R5 / R405 / C1 konnte ich 147 V messen.

    Das ist ebenfalls (auch erwartungsgemäß) zu wenig (rechnerischer Sollwert: ~ 174[V]).

    Quote


    Alle spannungen habe ich in 240V stellung gemessen .

    Prima.

    Quote


    Am Verbindungspunkt von C18 / R5 / C20 gegen Masse ließ sich keine spannung messen .

    DAS dürfte DER springende Punkt sein - die Oszillatorsektion des UKW-Mischteils ist also tot. Hier sollte man mit der Fehlersuche beginnen.

    Ich interpretiere Deine Aussage "ließ sich keine Spannung messen" mal so: Du hast 0,0[V] gemessen (also wirklich exakt 0,00[V] und nicht vielleicht 0,04[V] oder so?), und nicht: Du bist zum Messen der Spannung an diesen Punkt nicht rangekommen - richtig?

    Über R5 (Sollwert 27kΩ]) fallen 147[V] ab - da fließen also ~ 3,44[mA]. R5 verheizt damit rund ein halbes Watt - sieht man ihm das anhand seiner Färbung an?

    Zur Fehlerermittlung wirst Du nicht umhinkommen, den einen oder anderen Bauteileanschluß vorübergehend aufzutrennen. Da das UKW-Mischteil laut den verlinkten Unterlagen allerdings eine gedruckte Schaltung (noch dazu mit gedruckten Induktivitäten) ist, würde das auf das vorübergehende Auslöten von Bauelementebeinchen rauslaufen. Das würde ich bei so alten Pertinax- / Hartpapierleiterplatten nicht empfehlen - die Gefahr, daß sich da gleich Leiterbahnen mit ablösen, ist zu groß. Ich persönlich würde den jeweiligen Bauelementeanschluß auf der Oberseite (also der Bestückungsseite) mit einem feinen Seitenschneider so auftrennen, daß links und rechts der Schnittstelle genügend Draht übrigbleibt, um diese beiden Drahtenden später mit wenig Lötzinn und einem zeitlich sehr kurzen Lötvorgang wieder zusammenzulöten (hier sollte man bleihaltiges Lötzinn (bei Reparaturen nach wie vor zulässig) verwenden, um die Löttemperatur geringer halten zu können als bei bleifreiem Lötzinn).

    Ich würde jetzt wie folgt vorgehen:

    • Die Verbindung von Dr6 und C18 auftrennen - und zwar an dem Bauelement (also Dr6 oder C18), bei dem an dieser Stelle mehr Drahtlänge vorhanden ist.
    • Anschließende Spannungsmessung am Verbindungspunkt C20 / R5: Ist jetzt wieder eine Betriebsspannung vorhanden? Wenn ja: wie hoch? (Nach mindestens 5 Minuten Anheizdauer).
    • Wenn nach diesem Auftrennen der Verbindung von Dr6 und C18 die Spannung am Verbindungspunkt C20 / R5 immer noch 0[V] ist: Zusätzlich Auftrennen von C20 - und zwar masseseitig (die Verbindung von Dr6 und C18 bleibt aufgetrennt).
    • Nochmal Spannungsmessung am Verbindungspunkt C20 und R5: Wie hoch ist die Spannung jetzt?
    • Wenn die Spannung nach wie vor 0[V] sein sollte, dann müssen wir an den kritischen Teil des UKW-Mischteils ran - in die HF-Sektion des Oszillators (also sozusagen ins offene Herz rein). Darüber reden wir dann, wenn die Meßergebnisse da sind.


    Grüße

    Günter

    100[MHz]? Für Mikrowellenleute leicht welliger Gleichstrom.... :D

    Edited once, last by Klangschatulle (May 17, 2024 at 7:39 AM).

  • Moin Günter ,

    danke für deine antwort. Ich habe alles messungen mit einem etwas älteren dgital Multimeter durchgeführt. Das Radio ( Chassis ) beteribe ich über einen
    regelbaren Trentrafo . Das ich am Verbindungspunkt von C18 / R5 / C20 keine spannung messen konnte meinte ich so das ich dort 0,00 V gemessen habe
    also keine spannung anliegt .

    Das UKW-Mischteil ist tadzäclich eine gedruckte schalung und leider auch noch ziemlich unzugänlich verbaut das wird
    sichrelich eine ziemliche sisyphusarbeit das ding auszubauen , Ob R5 eine verfärbung hat kann ich leider nicht sagen da mann den von unten nicht
    sehen kann dazu muss ich die platine erst ausbauenn aber am langen wochenende habe ich etwas zeit da werde ich das mal machen .

    Ich werde dann vom ergebniss berichten . Anbei noch ein bild .


    Schöne Grüße Mike

  • Servus Mike,

    Quote from "Triode84" pid="276195" dateline="1715996165"


    Das ich am Verbindungspunkt von C18 / R5 / C20 keine spannung messen konnte meinte ich so das ich dort 0,00 V gemessen habe
    also keine spannung anliegt .

    Danke - jetzt wissen wir, daß im Falle eines Kurzschlusses die Kurzschlußstelle nicht noch hinter dem ohmschen Widerstand von einer oder mehreren Induktivitäten bzw. Feinschlüssen liegt (dann hättest Du nämlich vielleicht noch einige wenige Millivolt Spannung gemessen). Die Fehlerstelle liegt also möglicherweise sehr nah am Anodenspannungspeisepunkt des UKW-Mischteils.

    Quote


    Das UKW-Mischteil ist tadzäclich eine gedruckte schalung und leider auch noch ziemlich unzugänlich verbaut das wird
    sichrelich eine ziemliche sisyphusarbeit das ding auszubauen , Ob R5 eine verfärbung hat kann ich leider nicht sagen da mann den von unten nicht sehen kann dazu muss ich die platine erst ausbauen

    Danke für das Bild - ich hab' da mal a bisserl reingemalt:

    In einem ersten Schritt kann man sich vielleicht den Ausbau der Leiterplatte sparen - mit Glück kommt man an die Fehlerstelle vielleicht "von außen" ran. Der Widerstand, den ich eingekreist mit "R5?" bezeichnet habe, könnte möglicherweise einen Wert von 27[kΩ] haben - so genau sind die Farben des Farbcodes auf dem Bild wegen zu geringer Auflösung da leider nicht zu unterscheiden. Außerdem sitzt er in dem Schaltungsbereich, wo auch der "echte" R5 (der im Bestückungsplan interessanterweise mit 39[kΩ] angegeben ist) - und zwar auf der Leiterplatte - sitzen müßte. Vielleicht hat an dieser Stelle schon mal eine Reparatur stattgefunden - und wegen völliger Unzugänglichkeit wurde der "neue" R5 dann nach außen verfrachtet. Jedenfalls ist dieser eingekreiste, leiterplattenexterne Widerstand ein Vitrohm Kohlemassewiderstand - und diese Dinger sind auf der Langzeitschiene praktisch immer eine Garantie für Verdruß (die werden hochohmig oder gehen ganz auf). Als erstes wäre also mal dieser Widerstand mindestens hinsichtlich seines Widerstandswerts genau zu überprüfen - idealerweise wird der allerdings präventiv stumpf ausgetauscht, um jedem Verdruß aus dem Weg zu gehen.

    Für den zweiten Schritt habe ich mal die Lage von C20 (150[pF]) eingekreist. Den masseseitigen Anschluß von C20 sollte man mit einem Seitenschneider durch den Spalt zwischen Mischteilgehäuse und Leiterplatte abknipsen können. Sollte das diesen Fehler beseitigen, so könnte man einen neuen C20 (150[pF], 500[V], 10%, keramisch, idealerweise NP0/COG) auf der Lötseite der Leiterplatte auflöten und müßte die Leiterplatte nicht ausbauen. Das Ergebnis einer rein ohmschen Multimeter-Messung ("hochohmig - also ist der gut") von C20 auf Kurzschluß kann übrigens hier voll in die Irre leiten - nicht wenige (Fein)schlufehler an Kondensatoren treten erst dann auf, wenn sie Betriebsspannung "sehen". Deswegen ist die Abknipserei die einzig verläßliche Methode, um festzustellen, ob C20 sich unartig benimmt oder nicht.

    [EDIT]: Nachdem Dein Bild ja bereits eine dieser "Zeitbomben" des Typs "Vitrohm Kohlemassewiderstand" zeigt, kann man vermuten, daß sich auf der Leiterplatte des UKW-Mischteils weitere Widerstände dieses Typs befinden. Deswegen würde ich empfehlen, die Widerstandswerte von R1 (Sollwert: 170[Ω]), R3 (Sollwert: 1[kΩ]), R4 (Sollwert: 470[kΩ]), R5 (Sollwert: 27[kΩ]) und R405 (Sollwert: 1[kΩ]) ohmisch nachzumessen (zulässige Toleranz bei allen genannten Widerständen: ±10%) - nicht daß einer oder mehrere von denen hochohmig(er) geworden ist / sind. Für diese Messungen müssen die genannten Widerstände nicht abgelötet werden - ein ausgeschaltetes und nicht auf UKW eingestelltes Gerät sollte reichen (in Zweifelsfällen kann man ja noch die ECC85 ziehen).

    Ich werde jetzt das schöne Wetter nutzen und vermutlich heute abend wieder online sein - bis dahin ggf. viel Erfolg!

    Grüße

    Günter

    100[MHz]? Für Mikrowellenleute leicht welliger Gleichstrom.... :D

    Edited once, last by Klangschatulle (May 18, 2024 at 11:02 AM).

  • Hallo Günter ,

    mir ist es gelungen mir einmal die Plantine von oben anzuschauen dabei ist mir ein bauteil aufgefallen das etwas angeschmort aussieht
    ich konnte aber noch nicht herausfinden um was für ein teil es sich handelt .

  • Hallo Günter ,

    mir ist es gelungen mir einmal die Plantine von oben anzuschauen dabei ist mir ein bauteil aufgefallen das etwas angeschmort aussieht
    ich konnte aber noch nicht herausfinden um was für ein teil es sich handelt .


    Grüße Mike

  • Hallo,
    ich wollte am langen pfingstwochenende ein paar Messungen im ukw-teil vornehmen .
    Bevor ich überhaupt richtig loslegen konnte sind einige Sekunden nach dem Einschalten die Widerstände R 402/403 am AÜ so heiß geworden das sie anfingen zu rauchen und am C402/C403 liegt keine Spannung mehr an , die anodenspannung am C404 beträgt auch nur noch 210 V wo vorher noch 280 V anlagen. Der Selen gleichrichter wird für seine Verhältnisse auch sehr warm . Was könnte das jetzt wieder sein ?

    Grüße Mike

  • Ich bin langsam schon etwas twas genervt von dem Gerät ich sitze jetzt schon seit wochen an dem ding und komme keinen schritt weiter
    es geht eher wider ein schritt zurück aber da bin ich wohl nicht alleine das ging wohl schon so manchem Bastler hier .

  • Servus Mike,

    Quote from "Triode84" pid="276477" dateline="1716409444"


    ich wollte am langen pfingstwochenende ein paar Messungen im ukw-teil vornehmen. Bevor ich überhaupt richtig loslegen konnte sind einige Sekunden nach dem Einschalten die Widerstände R 402/403 am AÜ so heiß geworden das sie anfingen zu rauchen und am C402/C403 liegt keine Spannung mehr an , die anodenspannung am C404 beträgt auch nur noch 210 V wo vorher noch 280 V anlagen. Der Selen gleichrichter wird für seine Verhältnisse auch sehr warm . Was könnte das jetzt wieder sein ?

    Deine obigen Aussagen sind meiner Ansicht nach inkonsistent:

    • Mein Kommentar zur Basisaussage der rauchenden Widerstände: Wenn die Schirmgitterwiderstände der Endstufe R402 und R403 zu rauchen anfangen, dann muß an ihnen eine erhebliche Spannung abfallen.
    • Das verträgt sich noch irgendwie mit der Aussage "die anodenspannung am C404 beträgt auch nur noch 210 V wo vorher noch 280 V anlagen".
    • Das verträgt sich allerdings überhaupt nicht mit der Aussage "am C402/C403 liegt keine Spannung mehr an". Weil: Wenn die Widerstände qualmen, dann muß an C402/C403 Spannung anliegen - und wenn an C404 Spannung anliegt, dann muß die an C402/C403 anliegende Spannung mindestens so groß sein wie die an C404 anliegende Spannung.


    Also, messe doch bitte noch einmal in Ruhe (und im Gleichspannungsmeßbereich) folgende Spannungen nach (ca. 30 Sekunden bis 1 Minute nach dem Einschalten, um die Qualmerei von R402 und R403 so gering wie möglich zu halten):

    • Die Spannung am Pluspol von C402/C403 gegen Masse.
    • Die Spannung am Pluspol von C404 gegen Masse.
    • Den Spannungsabfall über R402.
    • Den Spannungsabfall über R403.
    • Im Wechselspannungsmeßbereich: Die Spannung zwischen den Punkten A1 und A9 der Sekundärwicklung des Netztrafos.
    • Im Wechselspannungsmeßbereich: Die Spannung am Pluspol von C402/C403 gegen Masse. (Ziel dieser Messung ist, herauszufinden, ob der Selen Gleichrichter gestorben ist und (via Kurzschluß) nur noch Wechselspannung an die Elkos C402/C403 liefert. Das würde zu einer Gleichspannung von null Volt an C402/C403 und zu einem überdurchschnittlich warmen Gleichrichter passen - es würde jedoch nicht zu Deiner C404 Messung passen......außerdem müßte in so einem Fall (krasse Überlastung des Netztrafos) eigentlich auch die Gerätesicherung auslösen).


    Nach den Messungen bitte das Gerät sofort ausschalten und die Meßwerte hier im Thread nennen.

    Dann sehen wir weiter.

    Quote from "Triode84" pid="276477" dateline="1716409444"


    Der Selen gleichrichter wird für seine Verhältnisse auch sehr warm.

    Was heißt denn "für seine Verhältnisse"? Hast Du da ein funktionsidentisches Radio zum Vergleich? Kannst Du die Temperatur messen? Verbrennt man(n) sich die Finger am Gleichrichter?

    Quote from "Triode84" pid="276258" dateline="1716125909"


    mir ist es gelungen mir einmal die Plantine von oben anzuschauen dabei ist mir ein bauteil aufgefallen das etwas angeschmort aussieht. ich konnte aber noch nicht herausfinden um was für ein teil es sich handelt.

    Das dürfte eine (aus HF-Litze gewickelte) Drossel (Dr.2, Dr.5 oder Dr.6) des UKW-Mischteils sein. Die sieht für mich auf diesem Bild nicht "angeschmort" aus - dieser "Klecks" am vorderen Ende der Drossel könnte möglicherweise eher eine Art Vergußmasse zur Fixierung der Wicklung sein.

    Konntest Du die in meinem Beitrag weiter oben:

    https://radio-bastler.de/forum/index.ph…76199#pid276199

    aufgeführten Messungen und Tests (insbesondere die in den drei Textabsätzen nach dem Bild aufgeführten und hier wieder insbesondere alle Widerstandsmessungen) durchführen, bevor das Radio seinen Geist aufgegeben hat? Wenn ja: wie sind die Ergebnisse?

    Grüße

    Günter

    100[MHz]? Für Mikrowellenleute leicht welliger Gleichstrom.... :D

    Edited once, last by Klangschatulle (May 26, 2024 at 6:32 PM).

  • Hallo Günter ,

    Am pluspol von C402/403 gegen masse habe ich null volt gemessen .
    An C 404 266 V .
    An den R 402 und R403 lassen sich vorher 260 V messen aber komischerweise kommt bei
    beiden auf der anderen seite nichts raus also 0,0 V.
    An A1 und A9 im Wechselspannungsmeßbereich sind es 266 V.
    An C402/403 im Wechselspannungsmeßbereich habe ich nur 6,8 V gemessen .

    Der Gleichrichter wird so heiss das mann ihn nicht mehr anfassen kann die temperatur kann ich leider
    nicht messen .

    Dieses Phänomen tritt aber nur auf wenn das Radio in L,K,M,U eingeschaltet wird wenn mann es
    auf TA einschaltet sind alle Spannungen normal .

    Ich konnte die messungen die weiter oben aufgeführt hast leider nich mehr durchführen .

  • Moin Günter,
    da die Anodenspannung der HF/ZF-Stufe bei TA abgeschaltet wird, ist der Fehler dann weiter in dieser Stufe zu suchen. Zuerst kommen dann die Abblockkondensatoren, wie der C 406= 4,7nF/mind. 400V als kurzschließer in Betracht, ein einseitiges ablöten genügt, um den Verdacht zu bestätigen oder zu verwerfen. Dieser C wird aber nur bei UKW bestromt, genauso wie die Spannungszuführung zum Stereodecoder, die ebenfalls als kurzschließer in Betracht kommt.
    Des weiteren kann auch die Anodenspannungszuführung zum MA = EM84, wenn diese Massekontakt bekommt, der Verursacher der Überlastung sein.
    Um aber den Gleichrichter und den Siebwiderstand R403 nicht weiter zu stressen, solltest du mit einer Vorschaltlampe mit mind, 75 W Glühlampe arbeiten.
    Solange diese dann hell leuchtet, besteht der Kurzschluss in der Anodenspannungszuführung zur HF/ZF incl. Decoder Buchse und der MA Beschaltung auf der Anodenspannungsseite.

    M.f.G.
    harry


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    Es ist keine Schande, nichts zu wissen, wohl aber, nichts lernen zu wollen.
    --------------------------------------------------------------------

  • Servus Mike und harry,

    Bei meinem Beitrag weiter oben habe ich mich vertan - ich habe C402/C403 und C404 vertauscht. Da C404 (anders, als von mir zunächst aus dem Schaltbild rausgelesen) der Ladekondensator (und nicht der Siebkondensator) ist, liegt natürlich an dem die höchste Spannung an. Und da C402/C403 die Siebkondensatoren NACH den Schirmgitterwiderständen sind, ist es selbstverständlich möglich, daß da null Volt anliegen, wenn an dieser Stelle ein Kurzschluß herrscht.

    Mike, Deine Messungen sind also völlig korrekt (und nicht inkonsistent, wie von mir behauptet).

    Mein Fehler - Entschuldigung.

    Grüße

    Günter

    100[MHz]? Für Mikrowellenleute leicht welliger Gleichstrom.... :D

  • Hallo Harry und Günther,

    ihr glaubt gar nicht wie erleichtert ich bin die Zuleitung der anodenspannung für die EM 84 muss ich irgendwie beim Drehen des Chassis verbogen haben und ist an einem Ende auf das Chassis gekommen na gut das drähtchen etwas zurechtgebogen und alles war wieder gut keine rauchenden Widerstände und die Spannung waren auch wieder so wie sie sollten. Das muss mir passiert sein als ich das Chassis gedreht habe ist mir aber gar nicht aufgefallen erst jetzt bei der fehlersuche.

    Nun weiter zurück zum UKW Empfang. Vorm R5 lagen noch 152 Volt an hinterm R5 am verbindungspunkt zum C20 waren 0 Volt zu messen sollwert 90 Volt. R5 durchgemessen Widerstand unendlich. Also habe ich von oben auf die Platine einen ein gebrauchten 40 k aufgelötet einen 39k hatte ich leider nicht in meinem Fundus wird aber noch besorgt. Radio eingeschaltet UKW Empfang ist da . Klar und deutlich einige Sender zu empfangen.
    Ihr glaubt gar nicht wie froh ich bin dass die Kiste jetzt nach Wochen der fehlersuche endlich läuft .

    Vielen Dank Günther und Harry und an alle andere die mir bei der Reparatur geholfen haben.
    Jetzt kann ich meinen Bekannten das Ding endlich wieder bringen der wird sich sicher riesig freuen.

    Schöne Grüße Mike

  • Hallo Mike,
    .....die Freude ist auch auf meinerseits, wenn ein Hilfe ersuchende die Tipps so umsetzt wie es geschrieben steht und diese dann auch zum Erfolg führen.

    M.f.G.
    harry


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    Es ist keine Schande, nichts zu wissen, wohl aber, nichts lernen zu wollen.
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  • Servus Mike,

    Gratulation zur erfolgreichen Reparatur - Geduld und systematisches Vorgehen hat sich also gelohnt. Nochmals Entschuldigung wegen der Verwirrung durch meine Verwechslung von C402/C403 und C404 - sowas kann vorkommen, sollte es aber natürlich nicht.

    Interessant finde ich, daß R5 wohl im Laufe der Serie von 27[kΩ] auf 39[kΩ] erhöht wurde - ist vermutlich eine Maßnahme, die der Störstrahlung geschuldet ist, um den Oszillatorpegel zu reduzieren.

    Grüße

    Günter

    100[MHz]? Für Mikrowellenleute leicht welliger Gleichstrom.... :D

    Edited once, last by Klangschatulle (May 28, 2024 at 9:13 AM).

  • Hallo Günther,

    kein Problem solche Verwechslungen können mal vorkommen wir sind alle nicht perfekt ohne deine detaillierte Anleitung wäre ich wahrscheinlich nicht zum Erfolg gekommen .

    Grüße Mike

  • Hallo Mike,

    hattest du den die UKW-Box ganz ausgebaut? Und konntest du den R5 ausbauen oder hast du den 40k Ersatzwiderstand einfach von unten eingelötet. Denn der R5 ist recht unzugänglich eingebaut. Die Löwe-Opta Tuner mit den gedruckten Spulen sind nicht wirklich servicefreundlich.
    Ok, ich bin jetzt etwas spät dran, nachdem der Fehler bereits behoben ist. Das liegt vordergründig darin begründet, dass ich das Schaltbild des Tuners ein wenig 'aufpoliert' habe und die Teile welche bei nicht schwingendem Oszillator als Fehlerquelle in Frage kommen markieren wollte. Da das mit viel Arbeit verbunden war, möchte ich das Werk trotzdem noch zur Ansicht einstellen. Hier ist, wegen mittlerweile entfallender Notwendigkeit, noch nichts markiert.

    Übrigens, der Widerstand links, seitlich des Tuners, den Günter als R5? ansah, ist R411 (22k) welcher zur Bedämpfung des zweiten ZF-Kreises (L9) dient.
    Nachsatz: Der Tuner mit dem 27k - Oszillator Vorwiderstand ist schaltungmässig weitgehend identisch. Er verfügt aber über eine Nachstimm-Diode (BA201) zwecks AFC-Betrieb. Dazu sind einige Bauteile im Oszillatorkreis etwas abweichend dimensioniert.

    Freundliche Grüße, Peter R.

    Edited once, last by sagnix (May 28, 2024 at 5:52 PM).

  • Hallo Peter,

    nein die ukw box habe ich nicht ausgebaut weil sie wirklich sehr unzugänglich ist habe ich den neuen widerstand von unten aufgelötet .
    Auch wenn der fehler schon behoben ist danke ich dir für deine arbeit.

    Schöne Grüße

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