ITT Schaub-Lorenz Stereo 4000 L

  • Halllo,

    habe ein ITT Schaub-Lorenz Stereo 4000 L. Leider ist der Strom ausgefallen und seitdem geht das Radio nicht mehr. Die Beleuchtung funktioniert zwar noch, aber es kommen keine Töne mehr aus dem Lautsprecher. Auf der Rückseite des Gerätes steht "Bevor das Netz abgeschaltet wird, sei das Radio auszuschalten. Was kann da kaputt gegangen sein? Wo muss ich suchen? Hat jemand einen Tipp? Danke schon mal.

  • Hallo Stromlos....wie treffend der Name doch ist,
    Stelle mal, dein hoffentlich vorhandenes Messgerät, ( mit frischer Batterie ) auf die Widerstand Messstellung 2 K und messe den Widerstand zwischen den beiden Netzstecker Polen im eingeschaltetem Zustand.
    Nach deiner Nennung des abgelesenen Wertes kanns dann weiter gehen

    M.f.G.
    harry


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    Es ist keine Schande, nichts zu wissen, wohl aber, nichts lernen zu wollen.
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    Edited once, last by radioharry (May 10, 2024 at 10:46 AM).

  • Moin,

    geht TA auch nicht mehr? Oder nur Radiobetrieb? Der Netzschalter des Radios schaltet auch gleichzeitig die pos. Spannung zum Stereodekoder und zur HF / ZF aus. Da gibts sicher nen Grund für (der mir allerdings jetzt nicht ins Auge fällt....).

    Thommi

  • Quote from "Thommi" pid="275747" dateline="1715334651"


    ... Der Netzschalter des Radios schaltet auch gleichzeitig die pos. Spannung zum Stereodekoder und zur HF / ZF aus. Da gibts sicher nen Grund für (der mir allerdings jetzt nicht ins Auge fällt....).

    Der Schalter soll vermutlich verhindern, dass das Radio nach dem Ausschalten weiterspielt mit langsam sinkenden Versorgungsspannungen, was dann auch zu Verzerrungen führt.
    Die Empfangsteile sind durch den Schalter ziemlich schnell versorgungslos und damit stumm. Der NF-Verstärker läuft noch etwas weiter und erzeugt deshalb auch kein lautes "Plopp" beim Ausschalten. Deshalb soll man das Radio am eigenen Schalter ausschalten.

    Das NF-Verstärkerteil wird über eine eigene Schmelzsicherung (Si801, 2A) mit ca. 39 V versorgt. Vielleicht ist diese defekt. Mit etwas Glück, was das dann nur "Altersschwäche" ohne einen weiteren Grund.

    Ansonsten: klassisches Vorgehen: Spannungen vom Netzteil her prüfen.

    Beim Ausschalten des Netzes über eine Steckdosenleiste oder Zentralschalter können leer laufende Trafos hinter dem Schalter die Spannung kurzzeitig hochtreiben.
    Beim Auslösen des Leitungsschutzschalters durch Überstrom kann die Induktivität zwischen Leitungsschutzschalter und Kurzschluss kurzzeitig sehr hohen Strom und damit hohe Spannung verursachen.

    Bernhard

  • Korrekt, es ist kein Röhrenradio.

    Bitte meine Frage ganz oben korrekt lesen. Sonst klappt das mit den Antworten nicht. Danke.

    Das Gerät steht unter Strom. Allerdings kommen keine Töne aus dem Lautsprecher.

    Grund dafür ist, das bei eingeschaltetem Radio der Strom unterbrochen wurde, Das verträgt lt. Hersteller das Radio nicht. Wo wäre der Fehlerzu suchen? Das war meine Frage.

    Müßte eigentlich ein weit verbreitetes Problem bei Radios dieser Bauart sein.

  • Also ich sehe im Schaltbild nicht, dass beim Ausschalten des Netzes irgendetwas kaputt geht. Das wäre dann auch sicherlich längst aufgefallen. Deshalb kann ich auch keinen Tipp geben.

    Wenn die Beleuchtung noch funktioniert, ist auch mindestens der 6,7-V-Bereich den Netzteils einschließlich Si.180 (0,8 A) noch in Ordnung.

    Welche Messmöglichkeiten hast zu? (Multimeter, Oszilloskop)

    Bernhard

  • Hallo Stromlos !
    <Grund dafür ist, das bei eingeschaltetem Radio der Strom unterbrochen wurde, Das verträgt lt. Hersteller das Radio nicht. Wo wäre der Fehlerzu suchen? Das war meine Frage.>

    Bei betätigen dieses Elementes ist eventuell Stromschlag oder Kurzschluss zu befürchten, deshalb vorher Netzstecker ziehen.
    Ansonsten kannst du mit diesem Gerät Lichtmorsetelegrafie betreiben und es geht nischt kapputt !
    Auch würde ich erst mal die Sicherungen und die relevanten Spannungen kontrollieren. Messen heißt Wissen!
    Ein Schaltplan wäre auch nett .
    zB hier https://elektrotanya.com/itt_schaub-lor…f/download.html

    mfG Torsten

  • Torsten, Du hast natürlich Recht.

    Es war mir nicht bekannt, daß das Radio auf das Ausschalten der Wohnungssicherung so reagiert. Ich bin hier noch mitten im Umzug.

    Habe die Sicherung Si 801 (F 2A, rechts etwas durch Kabel verdeckt) heil heraus bekommen. Allerdings ist sie mir dann zum Messen in der Hand zerfallen. Eine andere eingesetzt, machte der Lautsprecher einen kurzen Moment Musik, dann war wieder Funkstille.

    Zum großartigen Messen komme ich im Moment leider nicht und dachte, daß dieses Problem häufiger sei und jemand eine Lösung habe.

  • Moin Stromlos,
    prüfe nun ob die erneuerte Sicherung nur keinen Kontakt hat, oder wieder defekt ist und ob es eine träge (T2A) ist. sollte diese defekt (geschmolzen) sein und eine F2A war, dann ersetze diese durch eine T2A Sicherung. Schmilzt dann auch diese, dann wird vermutlich eine Elko kurzschlüssig sein und muss ersetz werden.

    M.f.G.
    harry


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    Es ist keine Schande, nichts zu wissen, wohl aber, nichts lernen zu wollen.
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    Edited once, last by radioharry (May 13, 2024 at 7:13 AM).

  • Nein, die Sicherung ist ok. Nach Anschalten des Radios sind Empfang und Lautstärke normal. Dann ist aber wieder Sendepause.

    Deshalb also die Elkos. Werde die drei gelben bei Gelegenheit erneuern, die sehen nicht mehr so ganz frisch aus und hoffe, das sind die richtigen.

    Hauptsache, daß das mit dem Löten klappt. Da habe ich noch Befürchtungen. Früher hatte man ja noch anderes Lot.

  • Man kann und darf immer noch mit dem früheren bleihaltigen Lot reparieren, das bei ca. 180 °C schmilzt.

    Wenn der große Kondensator C801 (5000 µF oder 4700 µF) einen Kurzschluss verursacht, müsste die primäre Sicherung Si.180 (0,8 A) unterbrechen.
    Wenn der große Kondensator C801 (5000 µF oder 4700 µF) unterbricht, oder die Kapazität stark gesunken ist, beginnt der Verstärker zu brummen.

    Wenn die beiden Sicherungen Si.180 (0,8 A) und Si.801 (2 A) intakt bleiben und das Gerät trotzdem ausfällt, scheint ein anderer Fehler vorzuliegen, z. B. eine Unterbrechung (Wackelkontakt).
    Im einfachsten Fall sind die Kontaktflächen bei Si.801 (2 A) mangelhaft, z. B. oxidiert, oder die Federkräfte am Halter sind zu gering. Das hat harry schon geschrieben.

    Wenn diese Kontakte okay sind, wird man nur mit Messen weiterkommen. Von "blindem" Austauschen von Bauteilen rate ich ab.

    Bernhard

  • Moin.

    Das Radio war ein paar Tage nicht an. Angeschaltet, lief es etwa 15 Sekunden normal. Dann war Schluss. Eigentlich ein Zeichen, daß Elkos defekt sind??

    Die drei gelben im Bild scheinen etwas ausgelaufen zu sein. Ob sie die Verursacher sind? Feststellung geht natürlch nur mit Messung. Wenn ich Zeit habe, werde ich mich mal daran machen und ein Feed-Back geben.

  • Quote from "stromlos" pid="276625" dateline="1716585332"


    ... Angeschaltet, lief es etwa 15 Sekunden normal. Dann war Schluss. Eigentlich ein Zeichen, daß Elkos defekt sind??...

    Eigentlich nicht. Zumindest nicht bei Transistorgeräten. Vielleicht irgendwo eine Erwärmung?
    Ohne den Fehler zu suchen und zu finden, wird man ihn kaum beseitigen können.

  • Quote from "Bernhard W" pid="276726" dateline="1716715870"

    Ohne den Fehler zu suchen und zu finden, wird man ihn kaum beseitigen können.

    Das wird leider so sein. Hatte gehofft, jemand hätte schon das gleiche Problem gehabt ...

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