Breitband-RC-Generator GF21

  • Hallo,

    nein, ich hab nicht das GF-Fieber bekommmen. Aber da mir gerade der GF 22 die Freundschaft gekündigt hatte (und ich hier ganz schnell tolle Hilfe erfahren habe), ich damit mit meinem einen Projekt nicht weiterkomme, hier im Regal mich aber seit langem ein defekter GF21 angrinst, dachte ich, mach ich gleich mit dem weiter. Wie war das mit Schachtelsätzen....
    Also, das einzige Lebenszeichen, was das Ding hat, ist das Leuchten der Kontrollleuchte nach dem Einschalten. Ansonsten tut sich gar nichts (keinerlei Ausgangssignal). Also die Netzteilbaugruppe raus und die Platine L022 ab (da sind die Gleichrichterdioden und die Bauteile der Stabilisierung drauf), so daß ich jetzt nur den blanken Netztrafo habe (mit Schalter, Si und Kontrolllämpchen). Ich wollte als erstes die Leerlaufspannungen sowie die Leerlaufstromaufnahme messen.

    Sollwert Istwert

    83V 74V
    49V 46V
    5,6V 5V


    30mA 13,5 mA


    Alle Spannungen zu niedrig, wobei die 74V schon mächtig daneben liegen. Aber die Stromaufnahme ist ja nicht mal halb so groß wie sie sein soll.
    Nun wird doch der Leerlaufstrom nur durch den ohmschen und induktiven Widerstand der Trafowicklung (und natürlich der Strom durchs Lämpchen - ist bei den 30 mA mit berücksichtigt) bestimmt. Vielleicht gibt es da noch einen anderen ohmschen Widerstand. Also die Sicherung geputzt sowie den Sicherungshalter. Der Netzschalter könnte natürlich auch einen unzulässigen Widerstand haben, an die Kontakte kommt man aber nicht ran.
    Nochmal eingeschalten und die Spannung direkt an den beiden Anschlußdrähten der Primärwicklung (also nach Schalter und Si) gemessen, da liegen genau die 220V an, die eingespeist werden. Nun bin ich mit meiner Logik am Ende. Wäre er Trafo defekt (Windungsschluß), wäre der Leerlaufstrom höher. Was bewirkt einen zu geringen Leerlaufstrom und damit zu geringe Ausgangsspannungen ohne jegliche Last??? Sollten die Trafos in der Herstellung so weit in den Daten streuen, wo doch in der Serviceanleitung devinitiv diese Leerlaufspannungen angegeben sind? Aber dann hätte das Ding ja nie funktionieren können. Natürlich kann ich jetzt versuchen, ob die Stabilisierunsschaltungen mit den zu niedrigen Spannungen auch noch arbeiten und die richtigen Spannungen bereitstellen können. Aber ich finde keine Erklärung dafür, was zu den zu niedrigen Ausgangsspannungen bzw. zu geringem Leerlaufstrom führen kann ... außer einem falsch gewicktelten Trafo. Aber letzteres würde ich erst mal ausschließen. Kann mir da jemand weiterhelfen, ich würde es gern verstehen.

    MfG

    Claus

  • Ich glaube nicht das der Trafo defekt ist.
    schau mal hier rein.

    https://radio-bastler.de/forum/index.ph…&highlight=GF21

    Da wurde das Gerät schon mal behandelt und könnte einige Tipps geben.
    Oft sind die Endtransistoren durchgebrannt, SF128 und KFY18.
    Durch Kurzschluss des Ausgangs beziehungsweise wenn man niederohmige Geräte anschließt.
    Zum Beispiel einen Lautsprecher. Da brennt die Endstufe durch und nimmt gleich die Stabilisierung mit.
    Da sollte man zuerst ansetzen.
    Ich sende dir mal per E-Mail die Serviceunterlagen zu.
    Aufpassen niemals die Platinen unter Spannung ziehen oder einstecken. Die Elkos müssen vorher entladen werden !!!

    Habe immer soviel Arbeit, dass ich mir eine aussuchen kann. :)

    Grüße Frank, der Moschti

  • Hallo,

    eine Serviceanleitung hab ich, allerdings in saumäßig lesbarem Zustand. Wenn Deine gut lesbar ist, nehm ich sie gern.

    Das mit der Endstufe und Stabilisierung werd ich prüfen.
    Ich hab nur überlegt, wenn der Trafo im absoluten Leerlauf nur 46V liefert, im Schaltplan sind aber bei angeschlossener Stabilisierung (da fließt schon ein bißchen Strom) 47V AC angegeben, das wird er nicht schaffen....

    MfG

    Claus

  • Hallo,
    die Unterlagen sind angekommen, danke. Die hab ich auch. Bei mir ist dann noch die Schaltung des Netzteiles und die Schaltung des Gerätes (aber kaum zu entziffern) dabei. Wenn Du das nicht hast und gebrauchen kannst, schick ich es Dir.

    MfG

    Claus

  • Habe ich da, sind bei der Bedienungsanleitung dabei.
    Habe es gerade gelesen, hast ja die Anleitung und die L022 gezogen.

    Prüfe doch mal die Anschlüsse an der Steckerleiste zum Trafo, ob die auch nirgends wo anders noch verdrahtet sind. Weist ja Änderungen vorbehalten oder Feinschluss in der Stecker Leiste selbst.
    Mal die Niedervoltdrähte am Trafo ablöten, und dann den Leerlauf messen.

    Habe immer soviel Arbeit, dass ich mir eine aussuchen kann. :)

    Grüße Frank, der Moschti

    Edited once, last by Morningstar (June 2, 2024 at 10:17 PM).

  • Ich habe mal mein GF21 geöffnet und die Spannungen gemessen.

    Das ist nun so eine Sache. In der Reparaturanleitung stehen die Werte wie oben angegeben, allerdings wurden die von Hand in der Kopie geändert.

    Nun ist das Gerät für eine Wechselspannung von 190 bis 240 Volt angegeben.

    Meine Netzspannung zum Zeitpunkt des Messens war 238 Volt.

    Da bekommen ich die oben im Bild angegebene Spannung fast genau angezeigt.

    Wenn ich jetzt aber die Netzspannung auf genau 220 Volt runterstelle, dann bekomme ich die Werte

    die Claus gemessen hat. (Beitrag #1 ) Er hat auch bei 220 Volt gemessen.


    Nun meine Frage hat jemand von euch eine andere Reparaturanleitung zum GF21, wo die händisch geschriebenen Werte anders sind ?

    Habe immer soviel Arbeit, dass ich mir eine aussuchen kann. :)

    Grüße Frank, der Moschti

  • Hallo,

    der Urlaub ist vorbei und nun kann ich mich wieder dem GF21 widmen.

    Eine andere Reparaturanleitung (Anfrage von Morningstar) scheint es nicht zu geben.

    Ich hab jetzt mal die Bauteile (Transen, Dioden, Elkos) des Netzteils getestet, die sind soweit ok.

    Nun wollte ich gern die Spannungen messen, aber da komm ich nicht weiter. Mir ist überhaupt nicht klar, auf welches Potential sich die verschiedenen Spannungsangaben beziehen. (Toll im Schaltplan ist auch noch, daß verschiedene Bauteile die gleiche Bezeichnung tragen - den Elko C1 z.B gibt es 2x).

    Eindeutig ist die Geschichte im Gleichrichterzweig an den Secundäranschlüssen des Netzreafos 7 - 8 (47V AC). Der Ladekondensator ist C1 (220µF), die Spannung an C1 bezieht sich auf Masse (gemessen 10V, viel zu wenig). Diese wird direkt auf den Kollektor von T2 (KU601) gegeben (55,3V bezogen auf Masse) und am Emitter desselben als stabilisierte Spannung weitergegeben (45,4 V bezogen auf ??.. die Basisspannung von T2 - 46V - bezieht sich nicht auf Masse, sondern auf Punkt 2 rechts unten im Schaltbild).

    Der Gleichrichterzweig an den Trafoanschlüssen 6 - 10/5 (81,5V AC) hat als Lade-C C1 (100µF), dessen Minuspol liegt nicht auf Masse.

    Die Spannung an C1 (Plus gegen Minus gemessen) beträgt 85V. Gegen welches Potential sind die 67,5V und -30V gemessen, gegen Masse oder gegen Punkt 2???

    Die Spannung von C1 (100µF) wird an den Kollektor von T1 (KU601) weitergegeben (67,7V) und am Emitter desselben als stabilisierte und geregelte Spannung weitergegeben (Punkt B). Diese Spannung bezieht sich nicht auf Masse, sondern auf Punkt 2.

    Außerdem wirkt die Spannung von C1 (100µF) noch als Betriebsspannung für den Regelkreis (T1 - T3 SC237 usw), auch hier ist der Bezugspunkt Punkt 2.

    Warum schreib ich das hier so in aller Ausführlichkeit? Weil ich nicht sicher bin, daß meine Überlegungen so stimmen. Und wenn es nicht stimmt, brauch ich mich nicht wundern, daß meine Meßwerte nicht stimmen. Außerdem sind in der nachfolgenden Geräteschaltung berüchtigte russische Mosfets verbaut (hier angegeben mit KP350B, wenn ich das richtig entziffern kann). Die waren bekannt dafür, sehr schnell die Mütze abzunehmen. Nun hab ich einfach Sorge, daß ich, wenn ich irgendwo gegen ein falsches Potential messe, daß die mir das sehr schnell übel nehmen könnten. Also, eh ich in der Schaltung rummesse, möchte ich sicher sein, die richtigen Meßpunkte zu kennen (welcher Punkt gegen welches Potential). Das bin ich aber keineswegs, für mich geht das hier alles ziemlich durcheinander. Es hat wohl damit zu tun, daß der Ausgang des Gerätes massefrei sein soll (Verhinderung von Störeinflüssen?). Und es ist wohl auch in den Baugruppen selbst so, daß sich in ein und derselben Baugruppe bestimmte Spannungen auf Masse, andere auf Punkt 2 beziehen (übrigends sind in den Baugruppen im Schaltplan überhaupt keine Spannungen mehr angegeben).

    Vielleicht kann mir jemand ein paar erlösende Hinweise geben, wie sich das mit dem Potentialbezug verhält, ehe ich hier durch falsche Messungen irgend etwas himmle.

    (Warum das Bild jetzt 2x drin ist, weiß ich auch nicht)

    MfG

    Claus

    Claus


  • Ich sehe das so, jede Platine hat seine Masse. Also auch den Bezugspunkt für die entsprechende Messung.

    Die Punkte stehen im Schaltplan und sind mit jeweiligen Nummern der Steckplatinenstifte bezeichnet.

    Die Bauteil Bestückung ist aus dem Bild der jeweiligen Platine und der Teileliste zu entnehmen.

    Dort ist es richtig beziffert. Sollte dann auch einfach zu finden sein.

    Habe immer soviel Arbeit, dass ich mir eine aussuchen kann. :)

    Grüße Frank, der Moschti

  • Hallo,

    Wolfgang: Ich hab die Serviceanleitung. Nun wirst Du sicher gleich fragen, warum benutze ich sie dann nicht.

    Das Gerät hat keine Ausgangsspannung. Also Punkt 2.1 der Serviceanleitung - Tabelle 3 (ich interpretiere mal fehlende Auisgangsspannung auch als "Ausgangsspannung fehlerhaft"). In Tabelle 3 Punkt 3.1 beginnt es gleich mit Messungen im Gerät. Ich dachte mir, wenn keine Ausgangsspannung vorhanden ist, vielleicht fehlt einfach eine Versorgungsspannung. Deshalb wollte ich erst einmal das Netzteil überprüfen.

    Erstes Ergebnis: Trafo Leerlaufstrom viel zu gering. Aber vielleicht ist das ja wirklich im Toleranzbereich der Herstellung. Also erst mal die Bauteile überprüft - ok.

    Nun die Spannungsmessungen (Punkt 2.2.1) siehe oben.

    Weiter mit Punkt 2.2.2

    Sollwerte:

    Gleichspannung L 022/6-4 106V

    Dieser Meßpunkt ist der Minuspol der Graetzbrücke (Minuspol C1 100µF) gegen Kollektor vin T1 (KU601). Im Schaltplan, der der Serviceanleitung beiliegt, mit 67,7 V angegeben!! Im Text der Anleitung mit 106 V. Was denn nun? Deshalb meine Vermutung, daß sich die Spannungsangaben auf unterschiedliche Potentiale beziehen. Oder irgendwelche Angaben sind schlicht falsch. Oder der Schaltplan des Netzteiles gehört nicht in diese Serviceanleitung (dieses Netzteil ist aber in meinem Gerät verbaut).

    Deshalb wollte ich an dieser Stelle für mich erst einmal Klarheit schaffen, bevor ich hier lustig messe und gar nicht weiß, nach welchen Angaben ich mich richten soll.

    MfG


    Claus

  • Hallo,

    das Netzteil tut jetzt, was es soll. Am Ausgang des Generators steht nach dem Einschalten eine Gleichspannung von 1V, die ganz langsam gegen Null absinkt. Das darf wohl nicht sein. Eine NF liegt am Eingang des Endverstärkers nicht an. Also scheint der Schwingverstärker nicht zu arbeiten. Aber erst mal wollte ich mich um den Endverstärker kümmern. Es kam ja auch der Hinweis im Forum, daß die Enstufentransistoren gern durch Fehlbedienung (Lautsprecherprüfung!) defekt sind. Also hab ich die Platine erst mal ausgebaut.
    Keiner der Transistoren zeigt eine Kurzschluß. Erst mal gut.
    Die Wechselspannung geht über einen Elyt von 6000µF auf die Ausgangsbuchse. Der ist aus 3x2000µF zusammengeschalten. Dabei sind die Cs auf beiden Seiten der Leiterplatte montiert, durchkontaktiert und dann beidseitig fett verlötet. Zum Prüfen (Reststrom) wollte ich sie gern einseitig ablöten, aber dazu müßte ich so stark erhitzen, daß sich garantiert die Leiterzüge ablösen würden. Das möchte ich gern vermeiden. Meine Frage. Kann ich die Reststromprüfung (mit 10V) auch im eingebauten Zustand machen? der Pluspol der Elkos liegt über 2,8 k am KP 303 (Fet). Macht der das mit, ich hab mit Fets keine Ahnung? Den möchte ich ungern himmeln.

    MfG

    Claus

  • ... mein Schaltplan ist nicht die beste Kopie, aber darauf sehe ich zwischen FET und Ausgangselko noch R15, R19 und C7, wo 's besser passt, einseitig auslöten, ev. R20 und R21 auch noch, um die Endstufentransistoren zu schützen, und Du kannst sorglos den C9 überprüfen. Viel Erfolg beim messen!

    Gruß Horst

  • Und wie hast du das Netzteil hinbekommen. Waren es vorher die falschen Messpunkte oder hast du alle Platinen mal rausgezogen.

    Der KP303 ist nicht ganz so tragisch. Aber wenn du den auslöten solltest, das die Beinchen mit einen Draht umwickeln und Kurzschließen.

    Schlimmer sind die SM Typen, die haben keine Schutzdioden. Die sind aber im GF 21 nicht verbaut worden.

    Habe immer soviel Arbeit, dass ich mir eine aussuchen kann. :)

    Grüße Frank, der Moschti

  • Hallo,

    Obelix: Auf die Idee, einfach die Widerstände zwischen Fet und C9 hochzunehmen, hätte ich auch kommen können, aber manchmal sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht. Danke für den Tipp. Übrigends, mein Schaltplan ist nicht nur nicht die beste Kopie, der ist einfach nur saumäßig. Und es gibt 2 Varianten. In den Baugruppen L 027 und L 033 scheinen sie sich nicht zu unterscheiden, aber die Netzteile sind komplett anders.

    Morningstar: Die dümmsten Fehler sind meiner Meinung nach immer die, welche man nicht findet, und trotzdem sind sie irgendwann weg. Ich hatte das Netzteil komplett ausgebaut und alle Bauteile überprüft. Ein Elko hatte recht hohen Reststrom, den hab ich formiert. alles andere schien ok. Dann wieder zusammengebaut, und siehe da... keine Ahnung, vielleicht war auch die Kontaktierung an den Steckverbindern nicht i.O., glaub ich aber nicht, die sehen wie neu aus.
    Ja, der Potentialbezug, das ist für mich immer noch eine ungelöste Frage, vor allem, wenn die Spannungsangaben in der Reparaturanleitung und im Schaltplan massiv voneinander abweichen. Ich hab mich jetzt strikt an die Angaben in der Reparaturanleitung gehalten und die im Schaltplan ignoriert.
    Nun ist zumindest am Ausgang eine Gleichspannung zu messen (die da nicht hingehört). Das zeigt aber zumindest, daß der Endverstärker etwas tut. Das Richtige kann er nicht tun, weil er kein Eingangssignal erhält. Die Baugruppe L 098 ist also auch noch faul. na ja, Schritt für Schritt.

    MfG

    Claus

  • Sollte ein Halbleiter auf der L98 defekt sein, dann mal bei mir melden. Die meisten Original Typen habe ich da, weis aber nicht ob der KP350 dabei ist. Muss ich bei Gelegenheit mal suchen. Zur Not gibt es die aber noch genügend zu kaufen.

    Habe immer soviel Arbeit, dass ich mir eine aussuchen kann. :)

    Grüße Frank, der Moschti

  • ... hier mal 'ne etwas bessere Kopie:

    Zur Gleichspannung:

    Da vor und hinter dem L027 Kondensatoren eingebaut sind, kann ein DC-Offset eigenlich nur im L027 selbst entstehen. R7 stellt den Arbeitspunkt für T1 ein, womit auch die Gleichspannung am Ausgang von L027 beeinflussbar ist. C9 mit seinen 6,6 mF hat sicher einen nicht unbeträchtlichen Leckstrom, den Du nicht beeinflussen kannst. Welche Größenordnung hat denn die Gleichspannung?

    An Deiner Stelle würde ich mich zunächst um den Wien-Robinson-Oszillator L098 kümmern und sehen was damit im Argen liegt, ev. Schluß im Drehkondensator?

    Wenn Du erstmal wieder ein AC-Signal am Ausgang des GF21 hast, kannst Du die anderen Zipperlein beseitigen (z.B. Skalenscheiben und weitere Anzeigen auf der Front ausrichten)

    Gruß Horst

  • Hallo,

    Morningstar: Danke für das Angebot mit den Halbleitern. ich habe auch noch sehr viele der DDR-Halbleiter. Aber im konkreten Fall müßte ich auch nachschauen, melde mich bei Bedarf.
    @@Obelix: Na Dein Schaltplan ist super. Vielen Dank.

    Mit einer eingetragenen Ergänzung habe ich aber Schwierigkeiten. Das würde meine Sschwierigkeiten mit den Bezugspotentialen mit einem Schlag beseitigen, aber ist es richtig? Anschluß 2 des Netzteils ( C2 100µF) ist nachträglich mit Masse verbunden worden.Dadurch werden aber die beiden Baugruppen Endverstärker (L 027) und Schwingverstärker (L 098) sozusagen aus dem gleichen Netzteil (beide Versorgungssopannungen haben das gleiche Bezugspotential, nämlich Masse) versorgt. Genau das ist aber laut Bedienungsanleitung Punkt 4 die letzten beiden Absätze (S.12) nicht gewollt. Ich hab lange gerätselt, ob diese Masseverbindung wirklich fehlt.

    Zur Gleichspannung: C9 (Du meinst sicher auch C9) war auch für mich der kritische Punkt. Der müßte doch jegliche Gleichspannung vom Ausgang fernhalten, selbst in dem Fall, daß der Arbeitspunkt von T1 falsch eingestellt ist und ein Offset entsteht. Es sei denn, C9 hat einen nicht zu vernachlässigen Reststrom. Deshalb wollte ich den ja messen. Hab ich gemacht, der Reststrom liegt unter 50 µA bei 9V, da kann man bei 6000µF nicht meckern. Die Kapazität konnte ich nicht messen, meine Meßbrücke geht nur bis 1000µF, aber bei 1000µF zeigt sie deutlich an, daß der angeschlossenen Wert bedeutend höher liegt. Und zu geringe Kapazität würde doch auch nur die Bereitstellung niedriger Frequenzen stören.
    Die Gleichspannung war schwierig zu messen, da sie sofort beim Anschluß des Meßgerätes absank. Der Oszi zeigte ein paar Sekunden stabile 1V ss. Dann sank das immer weiter bis in den nicht meßbaren Bereich. Der Vielfachmesser schlug viel weiter aus, aber das kann natürlich ein Überschwingen sein.

    Ich hab mir gerade mal in der Reparaturanleitung die Fehlersuchhinweise für L098 angesehen. Ich vermute mal, die haben irgendwelche Adapter gehabt, denn bei gesteckter Karte kommt man an die angegebenen Meßpunkte ja gar nicht ran. Ist es nicht möglich, die gezogene Karte durch Anschluß von den Betriebsspannungen A und B und der Masseverbindung erst mal im "statischen" Betrieb zu testen (die ganzen angegebenen Spannungen an den Transistoren messen und sehen, ob da alles stimmt?)?

    MfG

    Claus

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