Morsetaster J38 - USA - 1938

  • Ja Bernhard das ist die Koch-Methode.
    http://www.dj4uf.de/morsen/morsen.html

    Ich kenne ältere OM´s (Funkamateure) die drei Gespräche auf einmal entschlüsseln können. Da bin ich aber noch meilenweit davon entfernt. Bei mir hat es so angefangen, in der Bucht hatte ich mir die Taste günstig gekauft.

    Dann habe ich am Ausgang einen Diodentester-Pipser dran geklemmt und so "heimlich" geübt. Das ganze Alphabet durch bis es etwas klappte. Die Koch-Methode ist natürlich sehr viel effektiver. Und da benutzt der Profi die automatische Taste. Hebel links kurz und Hebel rechts lang. Das ist alles nur eine Übungssache.

    Unlängst hatten wir mit zwei starken Lasern, mit einem Freund ein Test QSO (Gespräch) geführt. Das funktionierte Hervorragend. Distanz 30 Kilometer bei klarer Sicht. Von Schiffen her kennt man ja das schon.

    In Zeiten von Internet und Whats App dürfte diese Betriebsart und auch leider der Funkamateur immer mehr aussterben.

    Wenn alles so einfach wäre, wäre es ziemlich langweilig.

  • hallo Gerry,
    obwohl ich das nicht glaube,
    eine gewisse Vergreisung in den OVs ist unübersehbar geworden, das Durchschnittsalter steigt immer weiter an. Nicht gut !
    Damit geht auch einher daß wenig "an der Front" unternommen wird. Es ist auch heute kein großes Problem, die Menschen für Technik zu begeistern, das erfordert aber stets ein par wenige die sich vorn hinstellen und richtig was aufbauen. Und genau die ! sind grade am aussterben was noch viel schlimmer ist.
    Hinzu kommt ein gewisser Störnebel der an Versammlungsorten oft unzumutbar hoch ist. So als Beispiel, wir waren ja im Vorjahr mit einem Stand auf der Maker Faire, dort wurden große Teslaspulen freistehend und ohne jegliche Abschirmung betrieben. Was da an "HF" in der Luft hing kannst du dir sicher vorstellen, wir konnten mit einer simplen Loop aus einem Messkabel am Tek die Amplituden von den Dingern darstellen, und das bei gut 20 Metern Abstand. In so einem Umfeld einen Receiver zu starten wäre Vorstufenmord (ausgenommen natürlich Röhrengeräte)

    lG Martin

    wenn die Welt untergeht sieht man es zuerst auf dem Oszilloskop

    Edited once, last by Martin (April 15, 2017 at 8:51 AM).

  • Irgendwie war meine Antwort zwischendurch verschwinden... Nun ein Neuer Versuch.
    OK - es ging hier eben auch noch um RTTY decodierung via Gehoer - wenn man lange genug nix anderes macht als das
    Audio mitlaufen zu lassen, dann erkennt man auch ein paar andere Klangbilder - bspw. erinnere ich mich ans charakteristische "nnnn"
    jedenfalls vor 50 Jahren bekam ich dann schon das eingeleitete Funkspruchende etwas frueher mit als die Kameraden bei
    FuStHoehKdoBehLw - DHJ67

    Und weil ja gerade generell das Thema CW aktiv, hier noch im Anhang ein Video von einem schoenen Spielzeug.

    Ach da kommt "Datei TYP nicht erlaubt" - dann lade ichs gleich auf den QSL.net server:

    http://www.qsl.net/dl4ke/GNT01.mp4

    Edited once, last by KW4KE (April 30, 2024 at 8:31 PM).

  • Hallo Anton und Kollegen,

    ein schöner Thread - gerade gefunden; es kommen Erinnerungen auf! Ich bin CWist seit etwa 1960, erst als SWL, ab 1966 dann lizenziert unter DK1IS. Es macht immer noch Spaß mit Handtaste und Elbug.

    Anton, interessant Deine Tastenversion mit dem Schalthebel für die Hörerumschaltung. Ich kannte den Hebel bisher nur parallel zum Tastkontakt für Dauerträger zum Abstimmen. Die Grundform der Taste wurde in verschiedenen Aufbauvarianten genutzt. Ich habe hier die Knietaste KY-116/U, siehe Bild. Laut "Radio-Museum" wurde sie von 1946 bis 1980 gefertigt; Einsatz in Flugzeugen und Panzern. Das Schöne an dem Ding ist, dass durch die "tiefe Montage" der Arm beim Tasten völlig entspannt ist - Tastkrampf ist ausgeschlossen! Die tiefe Anordnung kenne ich übrigens von meiner Amateurfunkprüfung 1966 beim Funkamt Hamburg; schon da standen die Tasten in einer unteren Ebene des Schreibtisches.

    Die Naht auf dem Knie hat übrigens nichts mit der Taste zu tun :D .

    Vielleicht hört man sich ja mal ...

    Schöne Grüße / 73,
    Tom, DK1IS
    Weitere Info auf qrz.com

  • Ah, jetzt habe ich es verstanden: der Hebel ist auch bei dieser Taste nur für Dauerträger. Der Tel.-Anschluss liegt am Ruhekontakt der Taste; bei "key-up" hat der Hörer Masseverbindung, bei "key-down" nicht. Damit brüllt einem das Sendesignal nicht in die Ohren - allerdings fehlt auch ein Mithörton. Könnte man aber mit einem hochohmigen Parallelwiderstand realisieren ...

    Schöne Grüße,
    Tom, DK1IS

  • Quote from "DK1IS" pid="275274" dateline="1714582620"


    ...Damit brüllt einem das Sendesignal nicht in die Ohren - allerdings fehlt auch ein Mithörton. ...


    Hallo Tom, diesen Satz habe ich nicht so richtig verstanden.
    Ich kenne Tastfunksender, also die Betriebsart A1 oder CW nur so: Mit der Taste wird entweder die Endstufe am Steuergitter auf und zu getastet durch den Wert der anliegenden Gleichspannung. Bei größeren Leistungen dann die Pufferstufe.
    Ein Sendeempfänger nutzt Stufen gemeinsam und damit müsste ein gesonderter Mithörgenerator her.
    Ist völlig unnötig. Der Profi gibt ohne mitzuhören.
    Und da wo RX und TX gesondert vorhanden sind wird von automatischer HF-Regelung auf Handregelung umgeschaltet damit ich auch BK-Betrieb machen kann.
    Gruß Manfred

    Wozu Fortschritt, wenn früher doch alles besser war?

  • Hallo Manfred,

    vorab: Du hast mich zum Nachdenken gebracht - vergiss meine Interpretation aus Post #25! Wenn man im Web nach weiteren Bildern der J-38 sucht, stellt man fest, dass die Zusammenhänge wohl doch anders sind. Es wird zunehmend unklar, welche Bauteile der Taste von welchen isoliert sind und ob es noch "unsichtbare" Verbindungen gibt. Über die ursprüngliche Einordnung der Taste in ein Sende-Empfangssystem ist auch nichts zu finden. Also lasse ich diesem mechanischen Vierpol mal seine Geheimnisse ;)
    Zu Deinen anderen Punkten:

    Tastung von A1-Sendern: ja, so ist es. Aus Sicherheitsgründen sollte dabei aber ein Pol der Morsetaste stets an Masse liegen. Je nach Höhe der zu tastenden Spannung geht die Tastung dann direkt (z. B. bei relativ niedrigen Gittersperrspannungen) oder über Relais bzw. elektronische Schaltungen, je nach Schaltungskonzept mit Ruhe- oder Arbeitsstrom.

    Sendeempfänger: die haben immer einen eingebauten Mithörton; Lautstärke und zum Teil auch Tonhöhe sind einstellbar.
    Braucht man einen Mithörton? Profis an der klassischen (Hub-)Handtaste: nicht zwingend, aber komfortabel. Bei automatischen Tasten, egal ob halbautomatisch mechanisch oder vollautomatisch elektronisch: unbedingt; man hat sonst keinen Bezug zur eingestellten Geschwindigkeit. Elektronische Tasten bringen den Mithörton üblicherweise mit.

    Getrennter TX und RX: Handregelung ist ok; Problem ist aber, dass man bei Sendung gegenüber Empfang deutlich zurückdrehen muss; also manueller Eingriff bei jedem Durchgang. Ich habe dieses Problem bei meiner MW-/LW-Anlage mit einer Audio-Begrenzung am Kopfhörerausgang gelöst. Der bei kommerziellen Empfängern vorhandene Mute-Eingang schaltet den Ausgang wirklich stumm, so dass hier wieder ein Mithörton (aus dem Sender) erforderlich wäre.

    Schöne Grüße,
    Tom, DK1IS

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