Themabewertung:
  • 1 Bewertung(en) - 5 im Durchschnitt
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
Verstärker Heathkit AA-100
#1
Hallo zusammen.

Ich möchte hier mal meinen Verstärker Heathkit AA 100 vorstellen.

Hersteller / Marke:    Heathkit (Brand), Heath Co.; Benton Harbor (USA)
anderer Name:          Heath Company  
Baujahr:                   vermutlich 1962/1963
Kategorie:                NF-(Niederfrequenz-) Verstärker oder -Mixer  
Röhren 13:               2 x EF86, 4 x 12AX7, 2 x 7199, 4 x 7591, GZ34
Hauptprinzip:            NF-Verstärkung
Betriebsart / Volt:     105-125 Volt, mit 220V Trafo. Die Gleichrichterröhre war durch Dioden ersetzt worden.
Leistung:                  50 W
Material:                   Metallausführung  
Abmessungen (BHT): 395 x 127 x 345 mm
Bemerkung:              Bei Phono-Betrieb wird RIAA- und bei Magnettonbetrieb NARTB-Entzerrung verwendet. Frequenzgang ist von 30 bis 15000 Hz im Bereich ±1 dB gerade.
Nettogewicht:           13 kg

Die Heathkit-Geräte wurden in der Regel als Bausätze verkauft. In Deutschland wurden die Geräte von der Firma Heathkit GmbH in Sprendlingen bei Frankfurt vertrieben.

   

Das Gerät sollte angeblich einen super Klang haben.
Das war natürlich nicht so. Beim ersten Probebetrieb war der Klang verzerrt und nach ca. 15 Minuten gab der hintere Teil mit den Endröhren Rauchzeichen von sich und forderte mich nachdrücklich zum zügigen Abschalten auf. Das war Mitte 2017. Seitdem war ich immer mal wieder an dem Teil dran und habe versucht, es wieder einigermaßen hin zu bekommen.
Dabei habe ich unter anderem folgendes festgestellt: 4 defekte Röhren, sechs kalte Lötstellen, drei Risse in Leiterbahnen, beide Montagescheiben der Elkos zerbrochen, alle Bedienknöpfe eingekerbt und eine größere Anzahl von defekten Bauteilen. Das Chassis war an einigen Stellen verbogen. Also Alles in Allem habe ich mal wieder in die Tonne gegriffen. Doch dadurch wurde mein Ehrgeiz geweckt.

   
   
   
   
   

Da ich immer wieder auf neue Rätsel gestoßen bin, habe ich mich für eine radikale Lösung entschieden.
Ich habe bis auf die Becherelkos und einige wenige andere Teile alle Kondensatoren und Widerstände ersetzt. Ebenso habe ich so lange mit anderen Widerständen experimentiert, bis die vier Endröhren die richtige Gitterspannung von -16V hatten.
Einige von Euch denken vermutlich, wie kann man nur so etwas machen. Alles neue Teile, das hat doch nicht mehr viel mit dem Original zu tun. Ja, das kann ich gut verstehen, aber ich wollte einmal so eine radikale Lösung durchführen.

   

Jedes Mal, wenn der Lötkolben im Gerät gearbeitet hat, hat sich auch der Klang etwas verbessert.

Hier könnt Ihr das Ergebnis sehen, aber leider nicht hören.

   
   
   
   
   
   
   
   
   

Aber ein kleines Problem bleibt immer noch. Die Höhen sind etwas schwach.
Hier könnt Ihr den Stromlaufplan einsehen. An den markierten Stellen ist die Spannung zu hoch.


.pdf   AA-100 Plan Blanco.pdf (Größe: 379,31 KB / Downloads: 35)

Kann mir jemand Ratschläge geben, durch welche Änderung (z. B. Widerstände oder/und Kondensatoren mit anderen Werten) ich eine Verbesserung der Höhen herbeiführen kann?

Ich bin für Eure Ratschläge sehr dankbar.

Grüße aus Bornheim
Werner
Grüße aus Bornheim
Werner

Das größte Vorurteil ist der Glaube, man habe keine Vorurteile.
Zitieren
#2
Hallo Werner,

eigentlich ist das ein Verstärker, der angesichts der Fülle der phasenverändernden Bauelemente darinnen jegliche Vorstellung von einem "super Klang" ad absurdum führt. Wink 

Puh, schwierig. Hinzu kommt, dass Du nicht angibst, an was für einem Lautsprecher Du diesen Amp betreibst, an welchen der Anschlüsse Du den / die Lautsprecher betreibst (C - 4?) und mit welcher Quelle (CD-Player?) Du den Amp an welcher Inputbuchse fütterst.

Was die fehlenden Höhen angeht, so wäre mein erster Stellpunkt der Klangregler; hier kann man gut mit anderen (kleinere Werte) Kondensatoren experimentieren. Wenn man denn könnte... Denn genau das ist bzw. sind  diese vergossenen Circuits...  Was gibt denn der Amp aus, wenn Du zum Beispiel über den Tuner- oder einen der beiden Aux-Eingänge ein CD-Player-Signal eingibst und das Signal über einen Kontrollamp via Tape-Out abhörst? Ist hier schon ein Höhenverlust hörbar oder (erwartungsgemäß wahrscheinlich) nicht?

Nur mal spaßenshalber: Wie klingt der Amp, wenn Du mal die Gegenkopplung abklemmst? Lauter und u.U. zerriger?

Zu den Spannungen: Würde mich nicht wundern, wenn die zu hoch sind. Und zwar, wenn Du die Dioden rausgeschmissen hast und wieder eine GZ34 verwendest... Die modernen GZ43 (JJ zum Beispiel) liefern eine oftmals zu hohe Betriebsspannung. Allerdings müssten dann auch die Spannungen an den Elkos im Netzteil zu hoch sein, was mich wiederum wundert, weil hier diesbezüglich nichts eingetragen ist.

Gruß Michael
Penthode?
Zitieren
#3
Wirklich ein sehr geiles Teil.
Die Optik gefällt mir ausgesprochen gut, sowas würde ich mir auch in die Wohnung stellen Big Grin
Zitieren
#4
Hallo Werner,

was geschieht mit den Höhen, wenn du testweise C39 bzw. C44 ablötest?
Freundliche Grüße, Peter R.
Zitieren
#5
Hallo Michael
Hallo Peter

Danke für die Hinweise. Ich werde mich bald wieder melden.

Grüße aus Bornheim
Werner
Grüße aus Bornheim
Werner

Das größte Vorurteil ist der Glaube, man habe keine Vorurteile.
Zitieren


Möglicherweise verwandte Themen...
Thema Verfasser Antworten Ansichten Letzter Beitrag
  Stereo-Verstärker RV2 Opa.Wolle † 11 7.538 16.09.2013, 20:48
Letzter Beitrag: Uli

Gehe zu: