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stabilisiertes Netzteil aus altem Computer-Netzteil
#1
Hallo,

beim Zerlegen diverser alter Rechner habe ich mir die Netzteile in der Hoffnung ausgebaut, dass sie sich weiter verwenden lassen. So lagen ein paar von diesen Klötzen im Regal rum, bis ich auf das Angebot unserer chinesischen Elektronikfreunde gestoßen bin:
   
Benchtop

Damit konnte ich nun ein Netzteil bequem zusammenbauen.

Vom Computernetzteil wurden die nicht gebrauchten Kabel abgeschnitten. Eine USB Steckdose und eine 12V Zigarettenanzünderdose, ein paar Bananensteckerbuchsen, einen Schalter, ein Brettchen mit Flizfüßen und eine Installationsbox dem Baumarkt wurde zusammengebaut.
Gerade die BOx hat einen gut bearbeitbaren Plastik Werkstoff.

Hinzu kam noch ein USB- Kontrolladapter.

   
   
   
Das Ganze liefert nun bei stabiliserten 12V, 5V, 3,3V -12V bis x Ampere Strom.

Meine Frau kann damit eine Luftballonpumpe betreiben ohne die Autobatterie leerzusaugen. Man kann auch Handys damit laden, oder weiter führernde Geräte anschließen, z.B. Raspis und CD Laufwerke.

Der Aufwand ist gering und der Bastelspaß war groß, weil alles auf Anhieb funktionierte. Man kann kaum was falsch machen  Big Grin
Viele Grüße

Franz Bernhard

... und die Radios laufen nicht weg!

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#2
Hallo

Schöne Sache und einfach noch dazu, aber wohl leider nur bis 5 Ampere, was jedoch für die meisten Sachen ausreichend sein dürfte.
Gruß Helmut
----------------

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#3
Hallo Franz Bernard.

Tolle Sache!
Müsstest du den 3,3 oder 5 Volt Ausgang irgendwie leicht belasten, damit das NErteil überhaupt erstmal Spannung abgibt?

Helmut, ein 350 Watt Netzteil hat am 12 Volt Ausgang schon ca. 15 Ampere, bei 5 Volt ca. 22 Ampere...


Viele Grüße,

Axel Wink
Womit fährt der Norweger zur Mittagspause?
...Na mit einem Fjord Siesta!
 Wink
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#4
Hallo Franz Bernard,
Dein neues Netzteil gefällt mir gut.
Da ich auch noch ein paar PC-Netzteile in der Ecke liegen habe,
werde ich die Sache mal nachbauen...
Viele Grüße,
Rolf
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#5
(11.07.2018, 08:07)Axel schrieb: Müsstest du den 3,3 oder 5 Volt Ausgang irgendwie leicht belasten, damit das NErteil überhaupt erstmal Spannung abgibt?

Hallo Axel,

da ist auf dem Adapter ein Schalter. Wenn der auf "On" steht, springt das Netzteil an, die LED leuchtet blau und die Spannungen sind sofort da.
Man kann auch die beiden Kabel kurzschließen, wenn man die richtigen findet.
Für meine Kiste habe ich einen Schalter parallel zum Schalter auf dem Adapter geschaltet, so dass ich nach dem Verkabeln das Gerät in Betrieb nehmen kann.
Viele Grüße

Franz Bernhard

... und die Radios laufen nicht weg!

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#6
(11.07.2018, 08:07)Axel schrieb: Helmut, ein 350 Watt Netzteil hat am 12 Volt Ausgang schon ca. 15 Ampere, bei 5 Volt ca. 22 Ampere...

Die Kabel vom Netzteil zum ATX Stecker und der Stecker an sich scheinen mir für diese hohen Stromstärken, 15 A und 22 A nicht ausreichend zu sein. Ich hatte am Netzteil noch etliche Kabel abgeschnitten, die alle parallel für 12V und 5 V geschaltet waren; d.h. der maximal erreichbare Strom ergibt sich, wenn alle parallel geschalteten Anschlüsse entsprechend belastet sind.

Von daher ist die Begrenzung auf 5 A ok.
Wenn man das ändern möchte, sollte die Kabelstärke, und damit auch der Anschluss angepasst werden:
Man könnte ins Netzteil ein entsprechend ausreichendes Kabel parallel einlöten.

Wenn man das Teil als Ladegerät benutzen möchte, ist -meine ich- Vorsicht geboten. Wenn Strom ins Netzteil zurück fließt, könnten die Spannungsregler das Übel nehmen und sich verabschieden. Man müsste eine Schutzdiode einbauen, damit das in diesem Fall zu zuverlässig funktioniert. Ob das bei dem engen Aufbau des Netzteils gelingt, habe ich nicht geprüft, dürfte aber schwierig werden.
Viele Grüße

Franz Bernhard

... und die Radios laufen nicht weg!

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#7
Hallo Franz Bernhard,
als Ladegeräte sind diese Netzteile absolut unbrauchbar, da sie Konstantspannung liefern und keine Stromregelung erlauben. Die ist aber unverzichtbar, um den zulässigen Ladestrom für eine bestimmte Akkuart und Akkukapazität bereitzustellen. Optimal ist es für Blei- und NC- Akkus, wenn sie während der Ladung bis zum Erreichen der Ladeschlußspannung mit Konstantstrom geladen werden. Bei Erreichen der Ladeschlußspannung sollte der Ladestrom abgeschaltet werden, oder bei Stand- By- Akkus eine Erhaltungsladung von wenigen mA eingespeist werden. Bei NC- Akkus sollte man unbedingt darauf verzichten, da dieser Zellentyp mit seinem charakteristischen Memory- Effekt "faul" wird und dann weder gerladen noch ordentlich entladen werden kann.
Viele Grüße

Wolfram

"... Bei uns tut jeder, was er kann. Aber nicht jeder kann, was er tut. ..."
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#8
Zitat:Hallo Franz Bernhard,

als Ladegeräte sind diese Netzteile absolut unbrauchbar, da sie Konstantspannung liefern und keine Stromregelung erlauben. Die ist aber unverzichtbar, um den zulässigen Ladestrom für eine bestimmte Akkuart und Akkukapazität bereitzustellen.

Das unterschreibe ich auch, ich habe schon vor vielen Jahren  PC-Netzteile´umgestrickt.
Zum besseren Regeln bzw. überhaupt erfolgreich zu starten, habe ich den   - 12  V Ausgang mit einer 12 V  5 W Sofitte beschaltet. Das hilft immer.
Gruß vom Jürgen

Kaum macht man es richtig, schon gehts.

P.S.
für Dateiaustausch bitte an  jermel[at]gmx.net senden.
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#9
Danke Franz Bernhard,

Ich konnte mir das Teil erst abends bei EBay anschauen.
Es ist ja die zum Netzteil passende Buchse auf dem Bord, einfacher geht es wirklich nicht.

Die 5 Ampere werden wohl den Leiterbahnen geschuldet sein, den vielen parallelen Kabeln eines Computernetzteils traue ich die Stromstärken schon zu.

Auf jeden Fall bestelle ich mir mal zwei von den Dingern. Smile
Evtl. lassen sich ja die Leiterbahnen verstärken (verzinnen, oder Draht drüberlöten), dann sollten mit entsprechenden Sicherungen wohl auch mehr Ströme möglich sein.


Viele Grüße,

Axel Smile
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 Wink
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#10
Ich habe schon Anfang der 90er als die ersten 386er Rechner zum Schrott gingen mit solchen Netzteilen Experimentiert.
Die vorgestellte Platine ist ganz nett aber völlig unnötig und hat gravierende Nachteile.

Die ATX-Buchse ist unnötig und dient nur der Bequemlichkeit und ich muss auch noch die unnötige lange Kabel unterbringen.
Schlecht ist dass der maximal entnehmbare Strom mit einer internen Sicherung auf 5 A begrenzt ist unabhängig von der Leistungsfähigkeit des Netzteils.

Ganz schlecht ist dass die Sicherungen auf der Platine sind die ja Franz Bernhard in ein Gehäuse eingebaut hat und somit von außen nicht mehr zugänglich sind.
Bei jedem Kurzschluss  oder kurzer Überlastung der 5 A Sicherung diese durchbrennt und nur durch öffnen des Gehäuses ersetzt werden kann.
Man sollte also immer ein paar Packungen Sicherungen auf Lager haben.

Zu den Beiträgen ist folgendes zu bemerken.

Falsch ist dass der maximal entnehmbare Strom durch das Abschneiden der paralell geschalteten Drähte zustande kommt.
Richtig ist dass die Begrenzung auf 5 Amper der Beschaffenheit der Platine geschuldet ist ( schon geschrieben)
Falsch ist dass man durch das Belasten der -12 V mit einer 12 V 5 Watt Lampe ein ATX-Netzteil starten und in sicheren Betrieb halten kann.
Richtig ist dass ein ATX Netzteil mit dem Anlegen einer Masse an den Pin PS-ON gestartet und im ON-Zustand gehalten wird.
Siehe auch hier.

Wer sich ein Power-Netzteil mit einem PC-Netzteil bauen möchte sollte nach meiner Meinung das PC-Netzteil als Grundbaustein benutzen und an jedem benötigten Spannungsausgang eine elektronisch einstellbare Strombegrenzung schalten.

Wenn er es mehr universeller haben möchte empfehle ich das Nachschalten einer elektronischen einstellbaren Strom und Spannungsregelung.
Dann macht der Einsatz Sinn.

Diese Platine ist eine weniger sinnvolle Krücke.

Aber das ist nur meine Meinung und Erfahrung mit PC-Netzteilen zur anderweitigen Verwendung.
Gruß Richard


Jeder kann die Welt verändern!
Er muss nur bei sich selbst anfangen.






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#11
Hallo,

für einen begnadeten Modellbastler habe ich ein PC - Netzteil gebaut.

Vordringlich brauchte er 12 V und maximal 4 A.

da habe ich Knolles Sicherung verbaut,
Gruß vom Jürgen

Kaum macht man es richtig, schon gehts.

P.S.
für Dateiaustausch bitte an  jermel[at]gmx.net senden.
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#12
Danke Daniel das war ein kluger Beitrag.
Gruß Richard


Jeder kann die Welt verändern!
Er muss nur bei sich selbst anfangen.






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#13
Mit diesen Netzteilen bastele ich auch sehr gerne. Inzwischen habe ich drei oder vier PC-Netzteile umgebaut. Eines läuft seit sechs Jahren im Bad und versorgt ein übrig gebliebenes Sony-Autoradio mit USB und MP3. Ein weiteres ist hier in der Bastelwerkstatt im Regal und versorgt unter anderem meine Arbeitsleuchte, die aus umgefrickelten Streifen einer LED-Feuchtraumlampe vom Schrott besteht.
Ich habe bei manchen ATX-Netzteilen die Erfahrung gemacht, dass sie ohne eine kleine Last am +5V-Ausgang nicht anlaufen.
Die -12V sind übrigens meist nicht sehr hoch belastbar und ich glaube man kann auch mit -12 und +12 keine 24V gewinnen.
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#14
Hallo,
[url=https://radio-bastler.de/forum/showthread.php?tid=10901&pid=127266#pid127266][/url]

Zitat:Ich habe bei manchen ATX-Netzteilen die Erfahrung gemacht, dass sie ohne eine kleine Last am +5V-Ausgang nicht anlaufen.
Schau mal hier rein
# 8
Gruß vom Jürgen

Kaum macht man es richtig, schon gehts.

P.S.
für Dateiaustausch bitte an  jermel[at]gmx.net senden.
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#15
(12.07.2018, 12:45)Richard schrieb: Ganz schlecht ist dass die Sicherungen auf der Platine sind die ja Franz Bernhard in ein Gehäuse eingebaut hat und somit von außen nicht mehr zugänglich sind.

Das Gehäuse ist durch Drehen der 4 Plastikschrauben um 180° schnell und einfach zu öffnen. Dann sind die Sicherungen zugänglich, ich meine, so schnell wie bei einem Radio, wo die Rückwand entfernt werden muss.

Bei der hier geführten Diskussion werden implitzt verschiedene Anwendungen für Netzteile unterstellt und daraus Anforderung an Netzteile abgeleitet. Dabei werden natürlich die Grenzen des Teils deutlich. Das ist gut!

Ob man dann dazu seine Bewertung so wie hier geschehen, kundtun muss, ist eine Frage des persönlichen Stils. Hier ist von jedem eine hohe Sensibilität für die Stimmung in Forum gefordert.
Viele Grüße

Franz Bernhard

... und die Radios laufen nicht weg!

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#16
Hallo,

Fakt ist, daß die PC-Netzteile im Allgemeinen nur EINE Spannung stabilisieren und alle anderen Sapnnungen sich durch die Wicklungsverhältnisse auf dem Trafo des Schaltnetzteils ergeben. Ich kenne es so, daß auf die (5V-)Spannung geregelt wird, die am heftigsten belastet ist bzw. deren Last am meisten schwankt - was ja sinnvoll ist.
Deshalb kann es nötig/klug sein, diese Spannungsschiene zu belasten. Sonst kann (auch bei Belastung anderer Ausgänge als der 5V-Schiene), das Netzteil anfangen, tieffrequent  zu schwingen. Die Spannung am 5V-Ausgang überschreitet die Sollgröße, und tut das auch länger, weil der Elko am Ausgang nicht (schnell) entladen wird, die Regelung regelt ab, die 5V-Spannung fällt langsam ab und irgendwann beginnt die Regelung den Wandler wieder zu starten. Wegen der fehlenden Last an 5V steigt die Spannung schnell an und überschreitet schnell auch die Sollspannung, der Vorgang wiederholt sich periodisch und an sämtlichen Ausgängen hat man der Gleichspannung eine langsame Sägezahnspannung überlagert.
Ich habe das bei meinen ersten Versuchen mit (Pollin-PC-)Netzteilen so erlebt und dann ggf. die Netzteile entsprechend beschaltet oder eben auf ihren Einsatz verzichtet.

Nebenbei: In einem nagelneuen PC-Netzteil von Pollin, das deutlich unter seiner Maximallast genutzt wurde (hat vielleicht keine Rolle gespielt), ist netzseitig nach einigen Monaten Nutzung ein Kondensator explodiert (ein Entstörkondensator, kein Elko). Im Ergebnis waren in der Schaltung, die versorgt wurde (Retro-Computer mit Z80-Prozessor und TTL-Logik), 23 Schaltkreise gestorben, weil vermutlich Störpulse auf die Sekundärseite durchgeschlagen sind. Nach der Reparatur habe ich die Schaltung durch sogenannte Suppressordioden geschützt, im Prinzip eine Art Zenerdiode, die einige hundert Ampere Impulsstrom ableiten kann.

Gruß Ingo.
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#17
Hallo,

Klar ist das "Benchtop" kein Profigerät.
Sollte man ja auch schon am Preis erkennen. Für das Geld kriegt man anderswo kaum die 8 Klemmbuchsen...
Für schnell und unkompliziert mal bissel "Saft" aus einem PC-Netzteil zu holen, aber allemal geeignet.
Verkehrt machen kann man also nicht viel.

Wer bissel Basteln möchte, lötet die Sicherungshalter halt auf die andere Seite, oder Strippen dran und evtl. Schraubsicherungshalter ans Gehäuse.

Ich würde dort auch keine empfindlichen Geräte ranhängen wollen, aber als Netzteil z.B für einen Wohnwagen (die haben oft 12 Volt Beleuchtung/Wasserpumpe usw.), allemal geeignet.
Die Einsatzzwecke der Menschen sind halt verschieden.

Den prinzipiellen Zweck des "Benchtop" sehe ich erfüllt. Einfach ohne viel Gebastel und Zerdenken an ein PC-Netzteil angestöpselt und lüppt.
Klar kann man immer alles besser machen, muss man aber nicht...


Viele Grüße,

Axel  Smile
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 Wink
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