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Trenntrafo
#21
Hallo Helmut und Henning,
die Frage ist berechtigt... hier endet mein Wissen.
Passieren kann m.E. nichts. Es ist halt nur die Erkennbarkeit, und die Vorschriftslage, meine ich.
Meine TTs haben alle (war schon so) die spezielle Steckdose "ohne" oder mit entferntem SL-Kontakt.

Wenn man nun ein Schuko-Verlängerungskabel an einem TT ohne SL-Kontakt einsteckt, dann ist ja am anderen Ende auch wieder ein SL-Kontakt an der Kupplung... Smile
Viele Grüße Michael
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#22
Hallo,


Ich wusste kar nicht das mein Trenntrafo so viele ihr Interesse gezeigt haben .
Nun noch einmal zu der Schukosteckdose ,ich habe die beiden Schutzkontakte entfernt .

Gruß Harald
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#23
Ich denke, wenn es eine Steckdose ist, in die man einen Schukostecker offensichtlich stecken kann, dann muss auch der Schutzkontakt der Steckdose entsprechend richtig beschaltet sein. Egal ob Trenntrafo oder nicht, sonst macht das keinen Sinn (für mich).
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#24
Hallo





Die Schutztrennung ist eine Schutzmaßnahme, die auf der sicheren galvanischen Trennung der Stromkreise, zum Beispiel mittels eines Trenntransformators, beruht.
Sie ist eine mögliche Maßnahme gegen Stromunfälle in Niederspannungsnetzen, wenn aufgrund von bestimmten Situationen, wie bei Arbeiten unter engen räumlichen Verhältnissen, die Gefahr besteht, dass Personen spannungsführende Teile versehentlich berühren.



?mage
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#25
Was spricht dagegen, den Schutzkontakt der Steckdose, die ansonsten die potentialgetrennte Sekundärwicklung des Trenntrafos nach außen führt, auf den Schutzleiter der primären Anschlußleitung zu legen?

Gruß Ingo.
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#26
Hallo Ingo,

der Trenntrafo beruht auf dem Schutzprinzip der Schutzisolation, also SK I.

Einige Antworten zuvor habe ich den Unterschied zwischen SK I und SK II erklärt.

SK steht für Schutzklasse.

Hier ein Link:

https://de.wikipedia.org/wiki/Schutzklas...rotechnik)

Man darf auch nicht vergessen, dass z.B. bei einem 4-Kanal-Oszilloskop die Minusleitungen der Kanäle in den Messleitungen ALLE miteinander verbunden sind und ALLE eine Verbindung mit dem Schutzleiter haben.

Wenn ich nun ein Radiogerät ohne Trenntrafo betreibe, kann es sein, dass L1 am Chassis liegt und bei Messungen mit dem Oszi dann ein Kurzschluß verursacht würde.

Rene erklärt das auch für nicht so bewanderte Laien wunderbar in diesem Video.

https://www.youtube.com/watch?v=nnT8Re6jGlU

Viele Grüße

Peter
„Keiner ist perfekt, aber die kölsche sind verdammt nah dran“

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#27
Hallo Peter,

das ist mir schon völlig klar. Wenn Du an die Steckdose ein Allstromgerät anschließt, wird es wohl keinen Schutzleiteranschluß besitzen. Ansonsten realisiert der Trenntrafo doch nur die galvanische Trennung der stromführenden Leitungen von der Erdung. Der an die ausgangsseitige Schukodose (die zugegebenermaßen für einen Trenntrafoausgang schukofrei sein darf) angeschlossene (primäre) Schutzleiter ändert an der Trennung durch den Trenntrafo nichts. Er sorgt nur dafür, daß falls doch unerlaubterweise ein Potential gegenüber Erde existiert, dieses abgeleitet wird.

Was die Messungen mit dem Oszilloskop angeht, so sind mir die Probleme mit Erdschleifen schon klar. Da hilft aber auch ein Trennrafo nur bedingt, denn meist mißt man mit dem Oszi höhere Frequenzen und die trennt der Trenntrafo wegen unvermeidlicher Kapzitäten zwischen Primär- und Sekundärwicklungen bzw. Masse/Erde nur teilweise. Die Störbedingungen lassen sich hier etwas verbessern, wenn zwischen Primär- und Sekundärwicklung ein oder zwei Schirmwicklungen angebracht sind.
Ansonsten gibt es für Oszilloskope auch Meßköpfe mit symmetrischem Eingang, um Masseprobleme zu vermeiden oder man nutzt ein Oszilloskop mit galvanisch getrennten Eingängen (ich habe dafür ein mobiles Flukescope mit solchen Eingängen) oder eines mit Batteriebetrieb. Also zum besseren Oszilloskopieren nutze ich eher nicht einen Trenntrafo.

Wenn Du ein Oszilloskop an einem Trenntrafo betreibst, um schutzleiterfrei zu messen, gehst Du das Risiko ein, daß bei Anschluß an das zu messende Gerät das "zufällige" Potential der Oszimasse einen Strom verursacht, der vor allem bei Halbleiterschaltungen zu Ausfällen führen kann. Ich würde deshalb ein Oszilloskop mit Schutzleiteranschluß nicht an einen Trenntrafo anschließen, höchstens das Prüf-/Meßobjekt.

Aber um beim Thema zu bleiben: Ich denke, eine Schukosteckdose, die also solche zu erkennen ist, muß auch einen angeschlossenen Schutzleiter besitzen, sonst vermittelt ihr Anblick eine trügerische Sicherheit.

Gruß Ingo.
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#28
"eine trügerische Sicherheit" -
und genau deswegen soll an Trenntrafo-Steckdosen kein Schutzleiter-Kontakt sein...!

Das Anschließen des Schutzleiters (PE / Erde) ist ohne Sinn, da es im schutzgetrennten Gerät nichts abzuleiten gibt.

Und wenn das über Trenntrafo getrennte Gerät einen Körperschluß hat, ist er ungefährlich, solange man nur mit einer Hand an spannungsführende Teile hineingreift, selbst wenn man sich mit der anderen am Heizkörper festhält.
Nun das Szenario mit unzulässig verbundenem Schutzleiter, also geerdet, ... das schutzgetrennte Spannungspotential ist nun über den Körperschluß erdbezogen (also auch der Heizkörper...) und man greift nun wie oben hinein, mit einer Hand, weil man hat ja einen Trenntrafo- und nun?

Deswegen ist es nicht erlaubt, Schutzleiter durchzuverbinden zum Trenntrafo-Ausgang, weil sinnlos und gefährlich bei Fehlern, die man wegen Trenntrafo für unerheblich hält.

Wenn man genau nachdenkt, hat es schon seinen Sinn. Wobei wir nun bei der ewiggleichen Trenntrafodiskussion gelandet sind. Hierzu findet man in Fachliteratur und Vorschriften genügend Aussagen.

Viele Grüße Michael
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#29
Zitat:Plast Dip Flüssigisolation verschmiert.

Hallo Peter, so etwas kenne ich gart nicht, wo und wie ist erhältlich?

Ich werde meine Anzeigen auch mit LED Licht nachrüsten.

Nur verwende ich schon Jahre, seit es kaum Glimmlampen mehr gibt, so eine Schaltung direkt am Netz.

230 V  Fotos ist auch nicht so mein Ding

   
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#30
(14.08.2018, 20:30)omega schrieb: Nun das Szenario mit unzulässig verbundenem Schutzleiter, also geerdet, ... das schutzgetrennte Spannungspotential ist nun über den Körperschluß erdbezogen (also auch der Heizkörper...) und man greift nun wie oben hinein, mit einer Hand, weil man hat ja einen Trenntrafo- und nun?
Das verstehe ich nicht. Es ist (maximal) das Gehäuse des angeschlossenen Gerätes geerdet - der Schutzleiter kommt doch bei keinem an die Steckdose angeschlossenen Gerät mit einem der beiden Netzanschlußpole zusammen (oder?). Die beiden spannungsführenden Leitungen, die aus dem Trenntrafo kommen sind beidseitig von der Erde getrennt - nach wie vor. Auf welche Art hier ein Stromfluß durch die Sekundärwicklung des Trenntrafos zustandekommen soll, ist mir in diesem Fall nicht klar.
Gruß Ingo.
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#31
#24

Hallo Ingo,

das ist in der Tat genau deshalb, ich kenne noch aus der Fleugzeugwerft Elektromaschinen 42 V ~ über einen Trenntrafo gespeist.
Auch in anderen mobilen Teilen eingesetzt.
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#32
Es ist doch so einfach....

Nimmt man den PE durchgeschliffen sekundärseitig, hat man einen Erdbezug.
PE entspricht galvanisch gesehen dem Nulleiter. Somit kann man auch gleich einen Spartrafo verwenden.

Der Sinn eines Trenntrafos ist galvanisch von einem Erdbezogenen Stromkreis zu TRENNEN.
Michael hat das genauso korrekt beschrieben.

Hier nochmal in Bildform.

   
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#33
Und weil ich so gern male hier nochmal in ganz vereinfachter Form, warum man einen Schlag bekommt.
Der Widerstand stellt den am Trenntrafo angeschlossenen Verbraucher an, welcher einen Gehäuseschluss hat oder man sich auf dem Gehäuse abstützt und mit der Hand dann einen Spannungsführenden Leiter im Gerät berührt..

Spannung ist die Differenz zweier Potentiale.
Stehst du auf Potential 0 und berührst das Potential 230 dann bekommst du 230 ab.

Stehst du auf Potential 100 und berührst das Potential 200 dann bekommst du 100 ab.
Verständlich?

Und da PE gegenüber einer Seite der Trafos immer das Potential 0 hat, bekommst du bei durchgeschliffenem, berührendem PE auch das gegenüber liegenden Potential zu spüren.


   

Und wer immer noch zweifelt kann es hier nachlesen: https://de.wikipedia.org/wiki/Trenntrans...tshinweise
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#34
Hallo Jürgen,

das Plasti Dip habe ich mir vor Jahren, ich glaube bei dem blauen C besorgt.
Die hatten das da rumstehen.
Gibts aber auch woanders und auch unter anderem Namen, müsstest Du mal Herrn Gockel befragen, dann kriegst Du Treffer.

Viele Grüße

Peter
„Keiner ist perfekt, aber die kölsche sind verdammt nah dran“

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