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Leistungsmessung LSB / USB
#21
hallo, ich melde mich nochmal.
An einem SSB-Sender bekommt man am Ausgang kein stehendes Bild , wenn mit Sprache moduliert wird.
Und richtig: Die Leistung der PA ist nicht zu unterschätzen.

Wer das mit dem Zweiton nachvollziehen möchte der mache folgendes:
Stifte mit 3 verschiedenen Farben und Papier,
Koordinatensystem aufzeichnen,
2 verschiedene Sinuskurven eintragen, 2-3 Wellenzüge reichen,
es müssen unterschiedliche Frequenzen sein aber gleiche Pegel
Dann in Betrag und Richtung addieren und dritte Kurve als Resultierende eintragen
Ergebnis auswerten

Gruß Manfred
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#22
( ot ) ich such noch jemanden der mir einen µC basteln kann zum Zeichnen von Koordinatenfeldern und möglichst auch Beschriftungen (analog, X+Y+Pen Lift)

http://www.wellenkino.de/video/plot.AVI

lG Martin
wenn die Welt untergeht sieht man es zuerst auf dem Oszilloskop
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#23
Hallo Martin,

Du kannst doch Deinen Tastkopf mit vorgebaumelten 10MOhm und ein paar pF parallel erweitern. Dann gehts bis 400 Watt.

Viele Grüße

Wolfgang
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#24
Was bitte ist eine FFT??
Für eine Funkgeräte Reparatur habe ich noch nie ein Antennenmatcher gebraucht warum auch.
Du benötigst einen 50 Ω Dummyload HF dicht und keinen billiggruscht bei solchen Leitungen.
Ein SWR und Powermeter.
Dämpfungsglieder , Tiefpassfilter einen Spektrumanalysator , HF Millivoltmeter und Oszilloskop.
Es ist kein Fehler wenn man an den Pi-Filter schraubt auch mal eine Oberwellenmessung zu machen.
Hast du eine Service von dem Gerät?
Ja und ein Richtiger Messstellenumschalter wäre nicht schlecht.
Wie schon geschrieben auch einen Tongenerator
Keinen Antennenmatcher irgendwo dazwischen schalten ist unsinn.
Gruß Richard


Jeder kann die Welt verändern!
Er muss nur bei sich selbst anfangen.






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#25
Richard hat klare Vorstellungen der ist vom Fach, klasse.

An den Pifiltern rumschrauben, Erklärung dazu.
Im Gegensatz zu Transistorgeräten haben die Röhren-Oldies ein von vorn einstellbares. Das wird beim Funken entsprechend des Bandes und der Frequenz immer passend eingestellt.
Vermutlich hatten die OMs eine Tabelle an der Wand was bei welcher f wie einzustellen ist damit sie nicht immer rumprobieren mußten. So eine Tabelle hab ich natürlich nicht Smile

Also kabel ich das mal so um:

SWR Powermeter,

        
etwas zu dick aber gut. Damit läßt sich das VSWR zum Dummy kontrollieren,
der ausgangswiderstand des Funkgerätes ist ja nicht fix sondern verstellbar, das ist so bei den Röhrengeräten, die haben immer "von - bis"

Dahinter muß jetzt Dummy 50 Ohm. Das Keisokuki ist eigentlich nicht schlecht, ich lass mich aber gern eines besseren belehren.
Das nächstgrößere Dummy hier ist dann schonwieder etwas zu fett.. ginge aber auch.

Messstellenumschalter. meinst du sowas? Wenns noch besser sein muß hab ich nurnoch Dezifix B

   

lG Martin
wenn die Welt untergeht sieht man es zuerst auf dem Oszilloskop
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#26
Hallo, hier nochmal was Grundsätzliches zu Sendern.
Geräte älterer Bauart, besonders die mit Röhren, hatten in der Endstufe ein Pi-Filter.
Damit wurde die Endstufe auf die Sendefrequenz abgestimmt.
Das war erforderlich um möglichst viel Energie an den Ausgang zu bringen. Und es war nötig um unerwünschte Aussendungen zu unterdrücken.
Moderne Geräte haben bei KW einen Tiefpass, der bei oberhalb 30MHz sperrt. Hier ist die Endstufe nicht abstimmbar.
Abgestimmte Antennen waren auch nicht immer üblich und es wurden irgendwelche Konstruktionen verwendet und mussten angepasst werden.
Heutige Antennen haben je nach Speisung 50 Ohm oder bei Zweidrahtleitung dann 600 Ohm.
Ein Dummy mit anderem Wert als 50 Ohm ist mir noch nicht untergekommen. Dafür aber mit unterschiedlicher Belastbarkeit. Dummys sollten immer einen reellen Widerstand haben. Und sie sollten immer mehr Leistung abkönnen als die PA maximal abgeben kann. Eine Glühlampe hat induktive Anteile und ist ungeeignet.

Einen Sender sollte man immer mit der erforderlichen Demut behandeln, d.h. ich brauche Fachwissen, kein Backbuchrezept.
Und ich brauche Messmittel um Anfangszustände festzustellen und mein Ergebnis zu kontrollieren und ich muss damit umgehen können.
Und ich muss einen definierten und reproduzierbaren Messaufbau herrichten.
Da hat Richard schon recht, auch wenn ich dafür jetzt in Ungnade falle.

Gruß Manfred
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#27
Also ich muss gestehen, dass ich AFU - Geräte mit Röhren Endstufe nur einmal auf dem Tisch hatte.
Ansonsten habe ich ein paar Tausend CB ,4 m , 2 m und 70 cm Geräte repariert und fast immer die erforderlichen Service Unterlagen vom Hersteller hatte da ich das Gewerblich machte.
Diese Geräte sind in der Regel auch unter 40 Watt.
Aus diesem Grunde musste ich mir damals einen Funkmessplatz zulegen und mit Glück dazu dass Schlumberger damals neue Geräte auf den Markt brachten und die alten in Zahlung nahmen die dann Werksüberholt (Stabilock  4022) für günstige 14.000 Mark verkauft wurden.
Der Sender ist ja nicht alles der Empfänger muss ja auch nachvollziehbar richtig gemessen und eingestellt werden.
Ein richtiger Dummy kann nie zu groß sein eher das Gegenteil.
Messumschalter und Dämpfungsglieder müssen immer eine höhere Leistung verkraften können als der Sender liefert.
Da wird es bei dir schon schwierig.
Deine sind nach meiner Meinung zu schwach für diesen Sender.
Kabel und Adapter nur beste Qualität sonst kannst du auch ein blaues Wunder erleben beim Messen.
Merke dir immer wenn du an einem offenen Sender arbeitest und die Finger werden heiß ist die Kacke am dampfen.
Unterschätze nicht die HF.
Ich kannte da ein paar Kandidaten die auf einmal mit 56 Jahren an einem Gehirntumor gestorben sind.
Aber ich schweife vom Thema ab.
Was du auf jeden Fall benötigst ist ein Dummy 50Ω / 150Watt mit Messausgang und wenn erforderlich Dämpfungsglieder.
Schaue mal  Hier nach.

Jetzt ist mir auch die Abkürzung FFT bekannt.
Gruß Richard


Jeder kann die Welt verändern!
Er muss nur bei sich selbst anfangen.






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#28
hallo Richard,

den Yaesu hab ich eben erwischt ...  typischer Fall von RTFM.
Der Schalter "PROCESS" war immer an, genau an dem liegts, ist der aus wackelt der Sender beim Sprechen auf einem Seitenband schön in die Leistungsgegend.
Es wird sich dabei um einen speech prozessor handeln, respektive einen frühen Vorgänger davon, diese Geräte sind ja noch ziemlich IC-frei. Da hilft nun das Manual weiter..
Die Sendestufe wird erstmal wohlwollend betrachtet. Bei dem PROCESS geh ich davon aus der wird auf das Mikrofon abgeglichen und das passt derzeit nicht richtig weil evtl. ein anderes dran war.

   

Als nächstes steht auf dem Programm: DARC OV15 Marburg, das Gerät soll mal an einer richtigen Antenne kommunizieren.

Soviel zu FT101E :-)

Jetzt hab ich noch den Kenwood, kann mir gut vorstellen daß da auch was in der Art vorliegt, also wie von mir vermutet ein Fehler meinerseits.

'
Als Restauration steht noch an: Heathkit Line, das glüht dann etwas heftiger, viele Röhren. Der Empfänger davon ist schon fertig das war problemlos weil kalt, aber die anderen Kisten, das wird lustig.

Zu Röhren-Oldies hab ich auch einen guten Tip:  Das Netzteil erzeugt 2 ziemlich tödliche Spannungen zum versorgen der Endröhren. Die Siebelkos davon, raus damit, neue rein ! Wenn da was schiefgeht wirds richtig unangenehm.
Da kommt zum einen die ca 800V für Anoden, und die Spannung fürs Schirmgitter. Wenn da ein defekter Elko sitzt ist absolut Schluß mit lustig.
Und der ausgangskondensator, wenn der durchschlägt landen die 800V als DC an der PL Buchse, daher sollte der auch in allerbester Verfassung sein.

lG Martin
wenn die Welt untergeht sieht man es zuerst auf dem Oszilloskop
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#29
Verwechsle nicht einen Kompressor mit einem HF-Clipper das sind Welten Unterschied
Gruß Richard


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#30
Process. 

   

der, das muß nun studiert werden.
lG Martin
wenn die Welt untergeht sieht man es zuerst auf dem Oszilloskop
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#31
Zitat:Jetzt ist mir auch die Abkürzung FFT bekannt.



Moin Richard,

genau. Dient halt der blitzschnellen Orientierung durch Vergleich.

Kurz CW testen. Träger erscheint. Aha. Peakhöhe merken.

Dann kurz LSB + Reinträllern. Erscheint ein vergleichbar großer Peak, ist der gesamte SSB-Bereich im Sender unverdächtig.

10 Sekunden Sache. Jedes DSO ab € 100,-- bietet das serienmäßig bis ein paar MHz. Martin hat wahrscheinlich aber auch große NAs. Der lacht über DSO-Spielzeug. Der kann FFT bis GHz. Wunderte mich allerdings, dass er seinen Tastkopf nicht kurz frequenzkompensiert aufgestockt hatte.

Wenn der SSB-Bereich im Sender unverdächtig ist, kann man sich in Ruhe mit dem Abgleichen von der PA-Anode bis hin zur Last befassen.

Hätte Martin das so gemacht, hätte er instantan gesehen, dass tatsächlich die SSB-Betriebsart keinen anständigen HF-Peak produziert und er hätte sich gleich näher mit der Bedienung des Senders befassen können.

Viele Grüße

Wolfgang
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#32
FFT Fast Fourier Transformation

ist was ganz Tolles wenn schon mal grob die Funktion nachgewiesen ist.
Aber ich muss grundsätzlich mit Funktion und Bedienung vertraut sein ehe ich in einem Gerät herumstochere.

Diese Analysemethode verwendet meist einen Momentwert des Ausgangssignals und interpretiert das dann.

Ein erfahrener Servicetechniker fragt vorher den Besitzer was er an dem Gerät zu bemängeln hat.
Dann hat er schon mal einen Anhaltspunkt.

Vergleich mit der Autowerkstatt:
Kunde: Ich bin gegen einen Lichtmast gefahren!
Meister: Wieviel mal???

Gruß Manfred
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#33
guten Morgen alle.

die Process Schaltung ist also ein HF Clipper, kein ALC fürs Mikrofon.

lG Martin
wenn die Welt untergeht sieht man es zuerst auf dem Oszilloskop
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#34
die Process Schaltung ist die ALC fürs Mikrofon.
Habe dich wohl etwas verwirrt.
Das können wir später mal besprechen.
Gruß Richard


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#35
Ein Einseitenbandsignal ist schon moduliert!
Das ist der Begleittext zur Schaltung auf deutsch:


RF Processor (EPB1494)
Das Einseitenbandsignal, das vom Kristall-Filter (XF32A) ankommt
wird dem Q2, (2SK19GR) und dem Q1, IC (TA7060) zugeführt.

Wenn der Prozessor ausgeschaltet ist wird das obige Signal nur zur Kompensation
der Verluste, die durch einen zusätzlichen Kristallfilter verursacht werden mit Q2 verstärkt,
XF1 (XF30A) in der HF-Schaltung.

Bei eingeschaltetem Prozessor:
Das Signal wird verstärkt und komprimiert durch den Kompressorverstärker Q1 (TA7060).
Das komprimierte Signal wird über T1 an Dioden D1 und D2 (1S1555) abgegeben, wo die Peaks des
komprimiertes HF-Signal abgeschnitten werden.
Die von den Clipper-Dioden erzeugten Harmonischen werden vollständig entfernt
durch den folgenden Prozessorfilter XF1, (XF3OA) und das bearbeitete Signal wird
über den Diodenschalter an die Mischereinheit geliefert.

Zusätzlich zum normalen VFO-Betrieb können zwei Quarze ausgewählt werden
zum quarzgesteuerten Betrieb durch einen Schalter an der Frontplatte
des Transceivers.
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