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FAQ zum iRadio
#61
(16.02.2019, 10:29)norbert_w schrieb: Danke für die nützliche Anleitung, Jupp!

Ich habe eine allgemeine Frage zum iRadio. Hin und wieder kommt es vor, dass ein Sender
einfach nicht wechselt, egal welche Taste (prev/next) betätigt wird.
Manchmal hilft mehrfaches Tippen der Taste, manchmal nur ein Neustart des VLC.

Habt Ihr auch solche Phänomena, gibt es eine Erklärung?

tatsächlich werden öfters Schaltimpulse verschluckt. Ich gab immer den encodern die Schuld, hab es jetzt aber auch explizit mal mit Tastern probiert, an einem kleinen Aufbau mit eigenem Monitor, damit ich die Meldungen des VLC Command-Line Interface beobachten kann. Wenn der Taster/Encoder nicht reagiert kommt auch keine Meldung auf den Bildschirm, es kommt also am VLC nichts an.
Gruß,
Jupp
-----------------------------
das Austreten von Rauch ist betriebsbedingt und unbedenklich
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#62
(17.02.2019, 22:03)saarfranzose schrieb: Wenn der Taster/Encoder nicht reagiert kommt auch keine Meldung auf den Bildschirm, es kommt also am VLC nichts an.

Sollte es so nicht auch sein Jupp?
Wenn kein Signal vom Taster/Encoder auf dem GPIO ankommt oder erkannt wird, dann wird auch kein Kommando zu VLC über TCP/IP verschickt. Alles andere wäre ja auch logisch von uns nicht gewollt.

Hast Du mal das Signal mit einem Oszi oder Logicanalyser angesehen? Wie "sauber" sind denn die Signale wenn eine Umschaltung erkannt wird und wenn Sie nicht erkannt wird?
In den Quellcodes der jeweilig verwendeten Daemonen kann man auch leicht erkennen, mit welcher maximalen Frequenz Schaltsignale noch erfasst werden können. Vielleicht liegt es in einigen
Fällen ja gar nicht an unsauberen Flanken, sondern an einer zu hohen Schaltfrequenz.
Benötigt man höhere Schaltfrequenzen, dann müssen die Wartezeiten für einen Schleifendurchlauf minimiert werden. Dadurch steigt dann die CPU-Auslastung des jeweiligen Daemons an.
Bei neuen Raspberrys sicher erstmal unbedeutend, bei alten Ur-Raspberrys aber durchaus schon ein wichtiges und heikles Thema, deshalb laufen alle Daemonen aus dem Archiv erstmal auch absichtlich mit "angezogener Bremse". Man kann auf Rechnern mit einem Kern nicht die ganze CPU-Zeit nur für eine Aufgabe verballern. Da das iRadio-Archiv aber gleichzeitig für alte und neue Pis sein soll, kann man sich ja nur auf Zeiten beschränken, die ein alter Raspberry auch im Worstcase noch verkraftet.
Nicht vergessen sollte man auch die Latenz von vlc, die auf Ur-Raspberrys deutlich schlechter ist, als auf neuen SoCs!
Verarbeitet vlc, wenn es mit der Umschaltung denn beschäftigt ist, überhaupt eingehende Umschaltbefehle noch oder verwirft es sie bis vlc wieder "Luft" hat?
An die Zeiten/Frequenzen im Code muss man also mit Fingerspitzengefühl rangehen und die Antwortzeiten und CPU-Auslastung im Auge behalten. Dabei immer auch im Hinterkopf behalten, was denn noch sinnvolle Werte sind und ab wann die CPU unnötig belastet wird. Es wird in der Realität wohl keiner eine Bohrmaschine an den Drehencoder anschließen um damit in Hochgeschwindigkeit durch die Senderliste zu kommen.

Versucht bitte mal das Problem an Euren Aufbauten einzukreisen, ihr habt im iRadio dazu alles was Ihr braucht, nämlich den gesamten Code. Da könnt Ihr Debugpunkte setzen, GPIOs zur systematischen Suche am Oszi triggern und und und. Die Nutzer können und sollen die Daemonen ruhig für das in einem Radio eingebaute Zielsystem anpassen und tunen! So mache ich das nämlich auch. Wenn ich in einem Radio einen großen Mehrkerner verbaue, brauche ich mich nicht an die Leistungsgrenzen eines alten Ur-Raspberry halten und kann das iRadio dementsprechend an bestimmten Stellen tunen.
Bei Fragen zum Umbau oder zur Modernisierung von Röhrenradios mittels SDR,DAB+,Internetradio,Firmwareentwicklung oder einfach nur Kontakt- bitte Email unter: mbernhard1945(at)gmail(dot)com

mein PGP-Key unter: https://pgp.mit.edu  Keyword: mbernhard1945
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#63
Ich kann mich mit der Standardversion eigentlich nicht beklagen.
Ich habe keine Fehlschaltungen oder Auslasser. Es gibt ja Drehgeber mit unterschiedlicher
Codierung. Das muss beachtet werden. Ich schliesse die Bedienelemnte auch immer mit externen Ziehwiederständen, Strombegrenzung und Tiefpassfilter an. Den Außenleiter des Steuerkabels lege ich final auf die Masse des Rasberry. Hat bisher ohne Probleme funktioniert.

Otto
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#64
Tiefpassfilter .. das war das Stichwort.

ohne den großen Messgerätepark aufzufahren hab ich mich an Arduino-Zeiten erinnert und dem Encoder eine kleine Platine vorgesetzt mit 2 RC-Gliedern 10K und 100n. Und damit hat sich das Problem drastisch reduziert. Nur noch ganz vereinzelt wird mal noch ein Impuls verschluckt, dazu muss ich aber wirklich die playlist mehrfach hoch/runter schalten.
Auf der Platine sitzt auch gleich noch eine kleine Spannungsverteilung für 3,3V und GND.

   

   
Gruß,
Jupp
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