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Lautstärke bedämpfen (Senator Stereo)
#21
Hallo Martin,

Eingriffe in das GK-Netzwerk sind immer etwas problematisch. Bei größeren Änderungen, in diesem Fall Absenken der Gesamtverstärkung, kann dies zu Instabilätäten (Überschwingern) führen.

Deshalb wäre ein passiver Vorteiler im Eingang eher zu empfehlen (leicht abgewandelte Alternative zu Hans Vorschlag).  Wie aus der Schaltung ersichtlich wurde rundfunkseitig wohl von einer 47kOhm Quellimpedanz ausgegangen. Darauf sind auch die Klangsteller ausgelegt. Bei Verwendung eines Teilers 100k/68k bleibt die Quellimpedanz von ca. 47k in Richtung Klangsteller erhalten. Dabei erreicht man eine gezielte Dämpfung von ca. -10dB, was einem Faktor von etwa 0,3 entspricht. - Grössere Dämfungswerte kann man durch testweises Erhöhen des Vorwiderstandes auf 150k.....220k erreichen.
Folgendes Bild zeigt was damit gemeint ist...
   
Ob dadurch der Lautstärkesprung im Anfangsbereich nicht mehr auffällt (Probieren geht über Studieren) sei dahin gestellt; das Ohr ist da im unteren Bereich, nahe der Hörschwelle sehr sensibel.
Freundliche Grüße, Peter R.
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#22
Einen Teiler an diese Stelle der Schaltung zu bauen, hatte ich auch schon angedacht. Etwas Sorgen macht mit, ob man damit einen Tiefpass bis in den hörbaren Bereich runterzieht. Im Signalweg davor sind Kondensatoren, zusammen mit dem eingefügten Teiler ändert man die Grenzfrequenz. Ob dem so ist, müsste ich ausprobieren.

In der gestrigen (teils schlaflosen) Vollmondnacht kam mir die Idee, den Fußpunkt des Potis, statt auf Masse, ganz leicht auf eine negative Spannung zu legen. Vielleicht ist das aber zu weit her geholt / Unfug.

Ich werde nun Basteln.
Gruß
Martin
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#23
...die Koppelkondensatoren auf der anderen Hälfte des SB sollten dabei von 22nF auf 68nF oder 82nF erhöht werden. Aber erst wenn das Hörereignis im LS-Anfangsbereich zufriedenstellend empfunden wird.
Freundliche Grüße, Peter R.
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#24
Der Einfachheit halber habe ich das Gk-Netzwerk verändert. Durch Parallelschalten von Widerständen zu den beiden 8,2k Widerständen habe ich diese auf 7k abgesenkt. Das dämpft in der Tat schon etwas, aber nicht sehr viel. Insgesamt habe ich so eine gewisse Besserung erreicht. So belasse ich es zunächst; als junger Vater ist Zeit zum Basteln ein knappes Gut geworden.

Vielen Dank für die zahlreichen hilfreichen Hinweise!
Gruß
Martin
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#25
Beide NF-Kanäle müssen absolut identisch sein!
Nur dieser Umstand muss Grundlage einer professionellen Fehlersuche sein. Irgendwelche unsymmetrischen Manipulationen, nur um einen einigermaßen gleichen Lautstärkeeindruck wieder hinzukriegen  ist Wunschdenken, denn wenn dadurch eine unsymmetrische Phasenlage entsteht, wird der Stereoeffekt verschliffen.
Meine Empfehlung; nochmals akkurat kontrollieren, ob der Stereoverstärker mit einer Monoquelle, pro Kanal einen Vorwiderstand vorschalten, bei verschiedenen Lautstärkeeinstellungen funktioniert, die Ausgangsspannungen an den (bauartgleichen) Lautsprechern messen und der Lautstärkepotieinstellung zuordnen, möglicherweise kann auch ein Transistor defekt sein (Kennlinienverschiebung etc). Wichtig ist es  den Fehler zu finden und nicht mit komplizierten, langwierigen und eh nicht 100prozentig erfolgreichen Massnahmen "wegzubügeln". Wenn alles nicht klappt, es sind eh nur wenige diskrete Bauelemente, dann alles runter von der Platine und Neubestückung mit ausgemessenen Äquivalenzbauelementen - oder Neubau mit IC.
VG Micha
Historische Radios zu reparieren ist gut machbar durch die problemlose Schaltungsentflechtung, scheitert final leider oft daran, das Skalenseil wieder zu montieren ...



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