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VEB Sonneberg 8118/58 GWU 3D Erfurt II
#1
Hallo,

aktuell habe ich den Sonneberg 8118/58 GWU 3D Erfurt II auf dem Tisch.
Das Gerät hat ordentliche Abmessungen, hat ein recht hohes Gewicht und sieht vom Gehäuse her nocht recht passabel aus.
Vor Jahren habe ich es mit den Worten "Das tut es nicht mehr" geschenkt bekommen.
Das Lautstärkepoti lässt sich ohne Anschlag durchdrehen, vermutlich ist das bereits der Fehler, denn eingeschaltet habe ich es noch nicht.
Hier die ersten Bilder:

   

   

   

   

   

Viele Grüße

Peter
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#2
Hallo Peter,

schönes Radio, auch recht bis sehr gut erhalten ! Interessant ist die "Dose" in der Mitte, der Trennübertrager für die TA(?)-Buchse, den es auch in Sybille...-Fernsehempfängern gab.
Ich kann mich erinnern, daß es Radios mit "Endlospotis" durchaus gab, glaube sogar die aus meiner Heimtstadt Staßfurt mit den 2x EC92 im UKW-Teil..., d.h. ohne fühlbaren Anschlag, die blieben dann am Anfang und Ende stehen, die Achse lies sich aber weiterdrehen.

Ich denk mal, bei der Inbetriebnahme... Reparatur wirst Du keine Probleme haben... klassisches Thema werden die Gewaplast-Kondensatoren sein, wo einer schon bei der Chassisrückansicht rüberlächelt... Da könnte man routinemäßig mal den vor dem g1 der UL84 hochnehmen und einen bad-ass-100n in Reihe tun... wenn es ein Problemkondi ist...

Gruß Ingo
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#3
Hallo Peter,
schönes Gerät finde ich, wenn auch ein Allströmer und deshalb auch einer der Gefährlichen.
Nach Reparatur bzw. Wechsel des Lautstärkereglers und nach Wechsel der an der Anodenspannung und im Netzeigang hängenden Papierwickler, wie etwa dem Koppelkondensator etc. und der Formierung des Becherelkos, kann du ja mal unter Vorschaltung einer mind. 75W Glühlampe, Netzspannung drauf geben, dann sollten zumindest die Skalenlampen langsam hell werden und somit auch die Röhren beheizt werden
M.f.G.
harry


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Es ist keine Schande, nichts zu wissen, wohl aber, nichts lernen zu wollen.
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#4
Danke für Eure Tipps und Hinweise.
Was Radiotechnik angeht, bin ich ja bei weitem nicht der geübteste, gebe aber mein bestes.

Die von Ingo beschrieben Dose in der Chassis-Mitte habe ich natürlich auch gesehen, jedoch ist ihre genaue Funktion mir unbekannt.
Das Poti lässt sich drehen und immer weiterdrehen. Zu spüren ist nach einer guten halben Umdrehung ein leichter Widerstand und dann lässt es sich wieder ohne Hindernis weiterdrehen.

Zum besseren Verständnis füge ich Bilder vom zerlegten Poti ein.

Auf diesem Bild hier erkennt man an der Achse eine Ausfräsung, welche dann den drehbaren Teil des Poti´s mitnimmt.

   

Hier sieht man den "Gegensteg" der in die Aussparung eingreift und seinerseits nach unten hin den Schleifer bewegt.

   

Hier die Rückseite des Teils. Man erkennt links am Rand, dass das Plastik abgeschabt ist, was daher rührt, dass das Poti wohl mal mit Gewalt gedreht wurde und über den Stopper an der Potihülle drüber gerutscht ist.


.jpg   k-DSCN3497.JPG (Größe: 59,25 KB / Downloads: 472)

Und hier jetzt noch die Hülle, die zum Schluss über das Poti gestülpt wird und das ganze zusammenhält, am linken Rand der Stopper.

Nachdem ich das Poti gereinigt und mehrfach vorsichtig zusammengesetzt habe, ist eine der drei Halterungen abgebrochen und das, obwohl sie nur in die dafür vorgesehenen Schlitze eingeführt wurden und natürlich nicht jedesmal umgebogen wurden.

Nun habe ich die Befürchtung, dass ich das Ganze nicht mehr vernünftig zum Halten bekomme.


Angehängte Dateien Thumbnail(s)
       
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#5
...diese Potimetallhüllen sind öfters in ähnlicher Form anzutreffen, zur Not würde ich um die ganze Schose erstmal ein, zwei dünne Kabelstrapse über Kreuz ziehen... oder Du lötest an die abgebrochene Biege-Nase bzw. bis runter zum Gehäuse einen starren Draht an, an den gegenüberliegenden... Teil ebenfalls und verdrillst die dann nach dem Zusammenbau befestigungswirksam auf leichte Spannung und dann verlöten... ich denk mal, das ist insgesamt kein sehr großes Problem.

Ansonsten, heißt das, die elektrischen Teile, d.h. Kohleschicht und Schleifer und die Kontaktierungen sind noch o.k. ? Irgendwelche abgebrochenen Stopper o.ä. Teile lassen sich doch sicher mit 2K-Kleber u./o. speziell angefertigten Ersatz-Pinökeln reparieren ? Hier tuts vielleicht schon ein Bips Heißkleber unter vorherigem Anrauhen der Haftfläche... Ich hab auch schon durch eine kleine Bohrung und Einkleben von starrem Cu-Draht mit 2K-Kleber sehr haltbare "Verstiftungen" bei gebrochenen Kunststoffteilen hinbekommen. Dazu muß natürlich das ganze Öl und sonstiges Geörks weg...

Gruß Ingo
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#6
Hier auch nochmal das Bild der Schleiferbahn vom Poti.
Wie bereits im Suchthread erwähnt, kann ich keinerlei Abgriffe erkennen.

   

Viele Grüße

Peter
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#7
manchmal wurde sowas dann aufgrund Einsparungen...Lieferschwierigkeiten weggelassen, ist ja auch nur ein kleiner Komfortvorteil und etwas NF-Spielerei... (Gehörkurvenschar) wenn sonst alles intakt ist, wonach es aussieht, ist es doch reparierbar, oder ?


Gruß Ingo
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#8
Ich werds versuchen Ingo.
Schlimmstenfalls werde ich auf eine stabilere Ausführung ausweichen, dieser Gedanke gefällt mir sowieso besser.
Allerdings finde ich im Net nur 1 Mega Ohm linear Potis.
Ob die - 300 Kilo Ohm sehr ins Gewicht fallen?
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#9
..die 300k Differenz zwischen 1,0 und 1,3 MOhm stören mit Sicherheit nicht (da es ein Spannungsteiler ist), aber ich würde auf jeden Fall ein 1MOhm Poti mit log-Kennlinie nehmen, sonst drehst Du am Anfang ein bischen und es ist sehr schnell zu laut.

Gruß Ingo

Die normalen Potis vom Reichelt sind zwar qualitativ eher übersichtlich (Kunststoffachse, nach einigen Jahren neigen sie zum Kratzen...) aber solche hab ich in verschiedene Geräte eingebaut und kann sagen, die machen ihr Ding zumindest so, daß man nicht gleich im Strahl k**** ^^ und wären für den vorübergehenden Einsatz bestimmt geeignet... wobei die lange Kunststoffachse ein etwas "labberiges" Gefühl beim Drehen verursachen kann... deshalb würde ich rel. kurzfristig wieder eines mit Metallachse anstreben, erst Recht, wenn die Achse länger ist als nur 1...2 cm.

Ich versuche immer, die alten Potis wenns irgend geht zu erhalten. Und *tätätätääääähhhhh* manche sind 60 Jahre alt, liegen seit den 80-ern in meiner Bastelkiste und kratzen aber deshalb trotzdem nicht... die haben natürlich alle Metallachse und den schönen Schleifer mit dem Kohlebips, viel wichtiger als der ist aber die Kontaktierung des Schleifers, dort liegt die häufigste Ursache des fiesen Kratzens...

https://www.reichelt.de/drehpotentiomete...ol_4&nbc=1
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#10
Nun, ja, die Abgriffe sind da.
Damals wurden diese mittels Leitsilber auf der Rückseite der Leiterbahn gefertigt.
Deshalb auch die doppelten Lötfahnen recht und links. Diese sind nicht elektrisch miteinander verbunden. !!
Der untere Lötfahne ist der jeweilige Abgriff, die obere jeweils das ende oder der Anfang vom Poti.

Schau hier:
   

wurde übrigens auch bei Oberon Radios so gemacht, schau hier:


.jpg   Oberon_Poti2.jpg (Größe: 91,93 KB / Downloads: 395)
Habe immer soviel Arbeit, das ich mir eine aussuchen kann. Smile

Grüße Frank, der Moschti
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#11
...is ja unfaßbar, was man noch alles lernen kann ^^ hab ich auf den Bildern zwar auch gesehen, hab das aber für Artefakte gehalten... auf die Lötösen hatte ich garnicht gesehen.

Danke ^^ Gruß Ingo
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#12
So ist es Original auch hergestellt worden.
Habe immer soviel Arbeit, das ich mir eine aussuchen kann. Smile

Grüße Frank, der Moschti
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#13
Moin,

na auf die Dose bin ich auch gespannt. Ich hab diesen Erfurt auch, von Oma geerbt. Aber noch nicht überholt - daher werde ich den Bericht hier im Auge behalten.
Die Mühe wird sich lohnen - man sieht ja unter dem Lautsprecher den fetten AÜ in Netztrafogröße, der macht ordentlich Wums.

Thommi
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#14
Das wusste ich so auch noch nicht. Danke Frank! Dann bleibt dem Pitter wohl erst mal nur reparieren...
Gruß aus Bremen

Enno
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#15
Nochmal Danke Frank,

ein Poti mit Anzapfungen ist mir noch nie untergekommen.
Hatte mich aber schon gewundert, warum links und rechts am Poti-Anschluss dieser Doppelanschluß existiert.
Da dachte ich einfach, sie haben zwei Lötfahnen angebracht, um mehr Drähte anschließen zu können.

Habs gerade gemessen, die beiden rechten und die beiden linken Anschlüsse haben tatsächlich keine Verbindung zueinander.

Jedoch hat auf meinem Bild der linke Anschluss keine Verbindung zum Abgriff, der rechte zu seinem Abgriff aber sehr wohl.

Danke auch an alle, die sich hier einbringen.
Bleibt die Frage, wenn ich ein Ersatzpoti bekomme, Andreas hat mir ja eines offeriert, wo ich dann die Drähte anschließe, die vorher am Abgriff angelötet waren.
Das artet ja zu einem echten Krimi aus.....

@Thommi,

was genau erwartest Du?
Soll ich die Dose mal öffnen und Bilder einstellen?

Viele Grüße

Peter
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#16
Guten Morgen,

Peter, was ist denn an dem originalen Poti ernsthaft defekt ? Ich habs noch nicht verstanden, warum Du das tauschen willst. Wenn eine Anzapfung nicht mehr kontaktiert ist, ist das zunächst egal, Andreas hat ja schon Ersatz angeboten.

In der "Dose" ist nur ein netztrennender NF-Übertrager, wahrscheinlich aus magnetischen Schirmungsgründen in der Dose.
Aber die Demontage war glaubich auch rel. einfach...

Gruß Ingo
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#17
Ingo,

dieses Plastikteil, welches zum Stopper bewegt wird, ist abgeschliffen, da jemand mit Gewalt das Poti gedreht hat.
Weiterhin ist an dem "Deckel" eine Nase abgebrochen, was aber das kleinere Problem wäre.

Das Poti hat zwar eine schöne Funktion "Abgriffe", macht jedoch im gesamten einen recht fragilen Eindruck, daher möchte ich es gegen eine stabilere Ausführung ersetzen.

Wir hatten hier aber schonmal einen Thread mit exakt dem gleichen Problem. Ich suche jetzt und stelle hier den Link ein.

Viele Grüße

Peter

So...gefunden. Der Kollege hatte auch ein Problem mit seinem Poti, bei ihm war aber ein Anschluß abgerissen. Er schrieb aber auch von Anzapfungen, was mir aber komplett entgangen ist.

https://radio-bastler.de/forum/showthrea...#pid121139
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#18
Moin,

also "fragil" ist das Poti mit Sicherheit nicht. Das hat meine Mutter und ihre 2 Schwestern und meine Wenigkeit ab 6 Jahren überlebt, der da dran munter rumgedreht hat.  Nicht zu vergessen meinen Opa, der gerne ohne Ahnung an dem Gerät gefummelt hat.

Bring das Poti einfach nur wieder in Ordnung und es wird noch einige Jahrzehnte leben.

Thommi
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#19
Lege das abgeschabte teil in alkohol und entferne den gesamten schmierfilm. Danach kratze du die fläche sauber und repariert es mit Stabilit express von Henkel.
Oberflächen für die anschläge wieder zurechtfeilen und fertig.
Printed on recycled Data
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#20
Hallo,

die Anzapfungen an den Lautstärkereglern sind zur Realisierung einer gehörrichtigen Lautstärkereglung.

Gehörrichtige Lautstärkereglung

Wurde in höherwertigen Röhrengeräten häufig verbaut, um die Wiedergabe dem Original annähernd nahe zu kommen.


Gruß V.
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