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Stern Radio Weimar 6118/55 WU
#1
Super 6118/55 WU – Frage zum Abgleich
 
Hallo in die Runde,
 
ich springe mal in das Fahrwasser dieses Themas, da ich gerade für einen Bekannten das gleiche Radio, einen Super 6118/55 WU, auf den Basteltisch habe. Äußerlich einigermaßen schadlos und trocken durch die Dekaden gekommen präsentierte es sich im Originalzustand. Ich habe mir für einen schmalen Taler ein zweites Chassis als Referenzgerät gekauft; auch das in gutem Zustand. Angenehmer Beifang: Die Bodenplatte, auf der der Schaltplan und die Teileliste aufgedruckt sind. Damit als Grundlage habe ich zunächst das Chassis ausgebaut. Da ich bei der ersten Sichtung ausquellende (Teer-)Kondensatoren und zwei gelöste Kabelverbindungen festgestellt hatte, hatte sich ein erster Probelauf erledigt.
 
Mit Hilfe von Schaltplan und Teileliste habe ich dann meine Bestellung für die neuen Becherelkos und den Ersatz für die Vielzahl der Teerkondensatoren zusammengestellt. Mit dem Tausch der Becherelkos und Teerkondensatoren habe ich eine gute Woche verbracht. Einige waren sehr gut verbaut – besonders die Kondensatoren im Chassisteil des UKW-Tuners waren schwierig. Um hier ran zu kommen, mussten ich die Seilverbindungen der Ferritkerne der drei Drosselspulen abnehmen und nach dem Kondensatortausch natürlich wieder korrekt rekonstruieren. (Das Radio hat eine Permeabilitätsabstimmung für alle Bereiche, also keinen Platten-Drehpoti)
 
   
   


Nachdem ich die Becherelkos und alle Teerkondensatoren ausgetauscht hatte, machte ich einen ersten Probelauf. Auf Lang- und Mittelwelle hatte ich abends verrauschten Empfang einiger ausländischer Sender. Auf UKW konnte ich nur einen einzigen Sender empfangen, der dann nach kurzer Zeit verschwand. Dieser Effekt hing offensichtlich mit der zunehmenden Betriebstemperatur des Radios zusammen. Dann habe ich die UEL51 und die beiden EC 92 gewechselt, dann die ECH81; dennoch kein UKW-Empfang.
 
Zumindest war für die Bänder LW und MW ein Empfang gegeben und damit ein Teilerfolg. Inwieweit ggf. die beiden Trimmpotis am UKW-Tuner hierfür ursächlich gewesen sein könnten, dass kein Empfang da war, kann ich nicht sagen. Ich folgte dann der Empfehlung eines Radiofreundes, das Chassis samt UKW-Tuner von meinem Referenzgerät einzubauen. Diese Transplantation hat gut geklappt.

Nun spielt das Radio auf allen Bändern; auch auf UKW. Es hat einen sehr schönen Klang und auf UKW einen klaren Senderempfang über das gesamte Band. 

   

Nun zum Problem: Allerdings zeigt der Skalenzeiger nicht annähernd die Frequenz des gespielten Radiosenders an. Wenn ich z.B. „94,3 rs2“ (der alte RIAS 2 auf selber Frequenz) einstelle, zeigt der Skalenzeiger 90,2 Mhz an, also ein „Verrutsch“ des UKW-bandes um ca. 4 Mhz. Sender, die am Anfang des UKW-Bandes liegen, z.B. Berlin 88,8 Mhz bekomme ich garnicht rein, da sie im Moment "außerhalb" liegen. (Der selbe Effekt dürfte logischer Weise LW und MW genau so betreffen.)
 
Meine Vermutung ist, da ich beim Tausch der (Teer-)Kondensatoren unter dem UKW-Tuner zwei der drei Drosselspulen mit den seilgeführten Ferritkernen ausbauen musste, dass ich sie nicht mehr hundertprozentig an ihre vorherigen Positionen geschraubt/ befestigt habe.

   
 
Meine Frage an euch ist: „Wie bekomme ich es hin, dass Senderanzeige und Senderfrequenz wieder übereinstimmen? An den Trimmpotis abgleichen? Hat zufällig jemand eine Abgleichanleitung für dieses Radio?
 
Ich bin jedenfalls für jeden Hinweis dankbar.

Grüße
Sven-Olaf
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#2
Hallo Sven-Olaf,

na was ist das denn? Ich habe Dir jetzt mal einen eigenen Thread zu dem Radio eröffnet. So ist das einfach übersichtlicher und findet mehr Beachtung.
Solch einen Fall - wie von dir geschildert - hatte ich mal mit einem DDR-EAK-Super. Bei meinem Gerät waren seinerzeit die Kerne in den Spulenkörpern lose. Du mußt mal prüfen, ab sich hier etwas verschoben hat. Die Kerne sind nur am Seil angeklebt. Dafür besitzen sie kleine Durchführungen. Manchmal rutschen sie auf den Seilen hin und her.
Es grüßt Euch aus Peine
     
     Andreas
Nicht nur die Röhren sollen glühen.
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#3
Na schau mal ob das passt.

   

   
Habe immer soviel Arbeit, das ich mir eine aussuchen kann. Smile

Grüße Frank, der Moschti
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#4
(24.06.2020, 21:54)Sven-Olaf schrieb: ....Allerdings zeigt der Skalenzeiger nicht annähernd die Frequenz des gespielten Radiosenders an. Wenn ich z.B. „94,3 rs2“ (der alte RIAS 2 auf selber Frequenz) einstelle, zeigt der Skalenzeiger 90,2 Mhz an, also ein „Verrutsch“ des UKW-bandes um ca. 4 Mhz. Sender, die am Anfang des UKW-Bandes liegen, z.B. Berlin 88,8 Mhz bekomme ich garnicht rein, da sie im Moment "außerhalb" liegen. (Der selbe Effekt dürfte logischer Weise LW und MW genau so betreffen.)

Hallo,

das klingt so, als wäre der Skalenzeiger verrutscht. Ansonsten pflichte ich dem bei, was Andreas schrieb. Das passiert bei diesen alten Variometern schnell mal - die Verklebung ist nun mal nicht schußsicher... Allerdings müsste dann der Empfang schlechter sein, wenn nur einer der Kerne verrutscht ist.

Gruß Michael
Wenn Unrecht zu Recht wird, wird Widerstand zur Pflicht! (B. Brecht)
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#5
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yeah yeah yeah   Smiley58 Smiley58 Smiley58 Smiley34  Smiley34 Smiley34  STRIKE Smiley20

Ergebnis: UKW- Zeiger lt. Abgleichplan auf 87 Mhz gestellt und im UKW-Tuner die Alu-Hülse bündig mit der Variometerhülse eingestellt. Nun zeigt der Skalenzeiger genau die Frequenz des gespielten Radiosenders an. 

Andreas, Morningstar und Michael, vielen Dank für die Tipps und vor allem für den Abgleichplan.

Nun mache ich noch das Gehäuse hübsch und am Wochenende wird zusammengebaut.

Beste Grüße
Sven-Olaf
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#6
Nun habe ich alles wieder beisammen. Nochmals dankeschön für die Hilfe. Damit ist das Projekt Stern Radio Weimar 6118/55 WU gut zu Ende gebracht. 

   

Grüße
Sven-Olaf
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#7
...zumindest das Bild, sieht Erfolg versprechend aus, deshalb ziehe ich den Hut.
M.f.G.
harry


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Es ist keine Schande, nichts zu wissen, wohl aber, nichts lernen zu wollen.
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