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Bauteile für ein Netzteilprojekt
#21
(21.02.2021, 12:04)Gemini schrieb: ...
Und Kalle hat es wohl auf den Punkt gebracht - mehr als 1,5 - 2A Last jeglicher Art habe ich nie angeschlossen (halt nur das eine Mal-war wohl ein Fastkurzschluss). Da der B3170V ohne Kühlung mit 1,5A belastbar ist, passte das alles mal.

Helge

Hi Helge,

Jetzt wird es konkreter. Wenn da ein 317 Spannungsregler nach dem Graetz-Gleichrichter folgt, ist ja dazwischen noch ein Ladeelko. Damit kann man nicht die ca. 1,75A, mit der die Sekundärwicklung in etwa maximal belastbar ist, auch als Gleichstrom verbrauchen wollen. Jedenfalls nicht im Dauerbetrieb, da die Gleichspannung am Ladeelko ja ca. 1,4-mal höher ist als die Sekundärspannung des Netztrafos. Bei einer Graetz-Gleichrichterschaltung mit Ladeelko muss man mit ca. 1,5-facher (als Erfahrungswert unter Berücksichtigung von Verlusten wie z.B. dem GraetzGleichrichter) Gleichspannungsleistung (Gleichspannung am Ladeelko mal Gleichstrom) als vom Netztrafo zu übertragenden Wechselspannungsleistung rechnen. Anders gesagt, man kann bei dem Trafo die Gleichspannung nur mit ca. 1,75A/1,5=1,17A im Dauerbetrieb belasten, um den Trafo nicht zu überlasten.

Ob man den 317 Spannungsregler wirklich mit 1,5A oder eben den durch die Trafoleistung begrenzten knapp 1,2A ohne Kühlung belasten kann, hängt von der Spannungsdifferenz über dem Spannungsregler ab.

Gruß

(Reflex-)Kalle
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#22
(21.02.2021, 21:42)Reflex-Kalle schrieb:
(21.02.2021, 12:04)Gemini schrieb: .... .Bei einer Graetz-Gleichrichterschaltung mit Ladeelko muss man mit ca. 1,5-facher (als Erfahrungswert unter Berücksichtigung von Verlusten wie z.B. dem GraetzGleichrichter) Gleichspannungsleistung (Gleichspannung am Ladeelko mal Gleichstrom) als vom Netztrafo zu übertragenden Wechselspannungsleistung rechnen. ...


??? Wundersame Vermehrung von Energie durch Zweiweg-Gleichrichtung???
Das könnte die Welt retten! Und alle Energie-und Umweltprobleme lösen.

Ich kenne die Dimensionierung von Baugruppen anders. An der Einspeisung das stärkste Bauteil und je weiter hin zum Verbraucher dann entsprechend weniger (und somit kleiner).

Gruß Manfred
Wozu Fortschritt, wenn früher doch alles besser war?
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#23
Ja, irgendwie verwirrend von mir be-/geschrieben.

Aber die nachfolgende Rechnung, dass man die Gleichspannungsseite nur mit knapp 1,2A belasten kann, obwohl die Sekundärwicklung für ca. 1,75A dimensioniert ist, verdeutlicht dann, was gemeint war. Ursache ist die nur kurze Stromflusszeit, wenn ein Ladeelko einem Gleichrichter folgt. In der kurzen Zeit muss die in der Gesamtzeit abgegebene Gleichspannungsleistung ausgeglichen werden, was zu hohen Spitzenströmen mit entsprechender Erwärmung der Wicklungen durch ihre ohmschen Widerstände führt und die übertragbare Leistung mehr begrenzt als bei kontinuierlichem Sinusstromfluss.
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#24
Hallo Gemini,

genau das ist die geplante Osoleszenz Idea Smiley21 KopfWand Smiley7 

Das ist wohl das Hauptlehrfach moderner Ingeniere Big Grin Big Grin Big Grin

Nur so kann man mit dem baldigen Ableben der Geräte rechnen.

Nur mal so mein Senf dazu, vieleicht macht es dich nachdenklich , und wenn nicht, wirst Du, denke wie Alle hier, dein Lehrgeld bezahlen Smiley43 

Viele Grüße
Bernd
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#25
Abgesehen von der Obsolenz, der Trafo ist offensichtlich noch gut für ein Gleichspannungsnetzteil, was etwas mehr als 1A liefern könnte. Aber 2...3A gibt der Trafo nicht her, bestenfalls für ein paar Sekunden, ohne dass er zu heiß wird.
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#26
Update ! – Bauteile für ein Netzteilprojekt

Hier möchte ich meinen zweiten Trafo zeigen – Kräftiger und größer.
Kern: 85 x 70 x 30, Leiterdurchmesser der Sekundärwicklung: 1,6 mm – entspricht ca. 2mm².
Ich benötige max. 5 A, der Trafo soll 16V AC haben. Ich denke mal, er kann das locker.

Wie hoch muss ein Lade-Elko in seiner Spannungsgrenze bemessen sein - wie hoch ist die Spannung bei 16V AC nach dem Gleichrichter und wie hoch am Ladeelko?

Beim Foto mit Gleichrichter und Ladeelko ist eine Diode dabei, sie liegt zwischen Plus und Minus. Wozu dient sie? Soll sie einen Rückstrom z.B. bei Akkuladung verhindern? Das Foto stammt von einer größeren Platine, das eigentliche Ladeteil wird abgetrennt.

Bei dem abgebildeten Gleichrichter steht im Datenblatt, dass er 3,3 A frei montiert und 5A am Chassis verträgt – was ist mit Chassis gemeint?

Ich habe noch eine zweite, wesentlich kleinere Stromversorgungs-Platine abgebildet. Wieviel mA/A verträgt der kleine Gleichrichter?

Mein neues Netzteil soll im Prinzip mit diesem Trafo, mit der abgebildeten Gleichrichterplatine und dem nachfolgend verlinkten Teil arbeiten.

https://www.amazon.de/KKmoon-Programmier...w_cr_cartx

oder auch diese Variante

https://www.amazon.de/Einstellbares-digi...w_cr_cartx

Gehäuse habe ich, ggf. setze ich noch einen kleine PC-Cooler ein.

Gruß Helge

       
.jpg   IMG_20210223_162634 (Mittel).jpg (Größe: 145,32 KB / Downloads: 114)            
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#27
Messe die Trafoleerlauf Sekundärspannung und multipliziere sie mit 1,5, was dann die notwendige Spannung (mit etwas Sicherheit) des Ladeelkos ergibt. Je 1A Gleichstromfluss rechnet man überschlägig mit 1.000uF für den Ladeelko, um eine ausreichende Glättung (ca. 5% Restwechselspannung) erreichen zu können. Alles bewährte, einfache „Faustformeln“.

Chassismontage bedeutet Montage auf einem großen „Kühlblech“.
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#28
Hallo, ich rate mal an sich auf die Grundlagen zu besinnen.
- Die 16 Volt AC sind Effektivwert. Also Scheitelwert durch Wurzel 2. Somit lädt sich der Ladeelko im Leerlauf bis auf
22,7 Volt auf. Und weil die Netzspannung auch 10% über Nennwert liegen kann ergibt sich dort eine Mindest-
Spannungsfestigkeit von 25 Volt. Mit einer gewissen Reserve wird dann 35 Volt gewählt.
- Die Diode parallel zum Elko ist in Sperr-Richtung geschaltet. Sie soll bei Falschpolung einer angelegten Spannungsquelle
einen Kurzschluss verursachen und eine dazwischen geschaltete Sicherung zur Auslösung anregen.
Gruß Manfred
Wozu Fortschritt, wenn früher doch alles besser war?
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#29
(23.02.2021, 21:18)Reflex-Kalle schrieb: Chassismontage bedeutet Montage auf einem großen „Kühlblech“.

Danke für diese Antwort. Und wie soll das in der Praxis aussehen? Es gibt keine Befestigungsmöglichkeiten. Vielleicht mit Wärmeleitpaste (PC-Technik) "eincremen" und dann mit hilfe einer Schelle oder eines strammen Kabelbinders auf einem Kühlkörper/Kühlblech befestigen. Oder gibt es dafür spezielle Kühlkörper, wo man den Gleichrichter einsteckt o.ä.?

Helge
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#30
Die Gleichrichterbauform wird üblicherweise mit einer federnden Metallklammer dann ans (Chassis-)Blech gepresst. Dünner Auftrag einer Wärmeleitpaste dazwischen kann sicherlich auch nicht schaden, wird aber auch nicht viel bewirken, wenn der Gleichrichter nur eine vollständige Plasteumhüllung hat.
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#31
Gurten Morgen,

den 50 A Gleichrichter für den Betrieb am Punktschweißer habe ich kräftig an den Kühlkörper geschraubt.
Dann wird er noch vom Lüfter bespielt, denn der MOT Trafo wird im Leerlauf riskanterweise schon warm.

Außerdem ein AC Regler vom Chinamann, mit dem zusammen lässt sich das Netzteil gut .

   






Gruß aus dem Kreis Siegburg vom Hans
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