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Was ist das für eine Röhre?
#1
Hall Freunde,
ich habe in meinem Fundus drei Röhren gefunden, von denen ich nicht weiß was ich damit anfangen kann. Der Beipackzettel ist in russisch und für mich böhmische Dörfer.
Die Aufschrift ist Pb(b mit Querstrich oben)-5 hat drei Anschlußstifte und man kann innen drei Wendel sehen, die senkrecht stehen und wie in einer Sternschaltungverschaltet sind.
erste Frage was ist das für eine Röhre
zweite Frage für was wird die benutzt
dritte Frage was könnte man damit Basteln

Alleine die Übersetzung würde mir schon weiterhelfen.

Danke
Gruß
Alfred der Hesse
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#2
Bitteschön
Gruß,
Uli
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#3
Hallo Alfred, Du meinst: РБ-5 ? Oder?
Kannst Du den Beipack einscannen? Übersetzung sollte nicht das Problem sein.

Und hier findest Du Bild und Beschreibung: https://eandc.ru/catalog/detail.php?ID=13693

Wanja sagt:RB-5
Unkontrollierte Schutzfunkenstrecke.
Der Ableiter RB-5 schützt Kommunikationsleitungen und -geräte vor Überspannung.
Technische Daten: OD0.339.050. TU.

Gruß Manfred
Wozu Fortschritt, wenn früher doch alles besser war?
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#4
Hallo Manfred,
kann ich diese Röhre dann als Schutz für meine Drahtantenne verwenden?
Wenn ja, vor oder hinter der "Schutzzündkerze"
Gruß
Alfred der Hesse
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#5
Hallo,

die Bezeichnung lässt mich an einen Überspannungsableiter
denken.






Gruß aus dem Kreis Siegburg vom Hans
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#6
Hallo Manfred,
kann ich diese Röhre dann als Schutz für meine Drahtantenne verwenden?
Wenn ja, vor oder hinter der "Schutzzündkerze"
Gruß
Alfred der Hesse
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#7
Hallo Alfred, in den frühen Zeiten des Rundfunks gab es einen Umschalter.
Mitte an die Antenne, eine Seite an die Erde, andere Seite zum Gerät.
Und bei Empfangsende wurde die Antenne starr geerdet.
Dann kam die Schutzfunkenstrecke. Da wurden zwei gezackte Bleche je mit Antennenleitung und Erde verbunden und die gezackten Seiten wurden bis auf wenige mm angenähert.
Schalter und Funkenstrecke sollten zweckmäßig an der Wanddurchführung angeordnet werden.
Diese RB-5 sind drei Funkenstrecken. Sie dient dem Schutz von Geräten an Antennenzuleitungen oder Fernmeldefreileitungen.
Angeschlossen wird A und B der Fernmeldeleitung
oder
die Paralleldrahtleitung einer Antenne (Hühnerleiter)
an 1 und 2 und die Erde an 3.
Bei Betrieb in den Tropen  oder starker Gewittertätigkeit kommt es zu Abbrand an den Elektroden.
Und wenn genügend abgebrannt, dann muss getauscht werden. Darum Steckkontakte.
Gruß Manfred
Wozu Fortschritt, wenn früher doch alles besser war?
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#8
Und hier noch eine Original verpackte, die bei mir rumschlummert. Smile

   
Habe immer soviel Arbeit, das ich mir eine aussuchen kann. Smile

Grüße Frank, der Moschti
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#9
So Männer, dann kommt hier die sinngemäße Übersetzung des Begleitzettels:

Linke Seite

2. Схема соединениа электродов свыводамн  
Schema der Verbindung der  Elektroden mit den Leitungen
1; 2 Linie, 3 Masse
3. Указания поэксплуатации
Режим експлатации разрядников не должен превышать предельно допускаемых эначении. Рабочее положение любое
3. Gebrauchsanweisung
Die Art der Nutzung von Ableitern sollte die maximal zulässigen Werte nicht überschreiten. Jede Arbeitsposition möglich

Hier folgt jetzt noch das Feld für die Qualitätskontrolle


Rechte Seite:
Hergestellt in der UdSSR
Разрядник РБ-5      Ableiter RB-5
Основное назнчение: прдназначен дла защиты линий и аппаратуры связи от перенапряжений.
1. Основные параметры разрядника, предельно допускаемые параметры режнма експлуатации

Hauptzweck: Zum Schutz von Kommunikationsleitungen und -geräten vor Überspannung.
1. Die Hauptparameter des Ableiters, die maximal zulässigen Parameter der Betriebsart

Hier folgt dann die Tabelle mit den min und max Spannungswerten und Temperaturen

Gruß Manfred
Wozu Fortschritt, wenn früher doch alles besser war?
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#10
Hallo,

bei den Funkern in der Nachrichtenabteilung sah ich diese Röhren.
Damit wurden die Fernmeldeleitungen zum Regiment damit wirkungsvoll geschützt.

Was macht man heute damit???
Exclamation






Gruß aus dem Kreis Siegburg vom Hans
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#11
Dem Schaltplansymbol nach unten Werten nach ist das eine einfache Glimmlampe. Einfach mal mit einem hohen Vorwiderstand an eine entsprechend hoch einstellbare Spannungsquelle anschließen und die Spannung langsam hoch regeln, ob man dann was glimmen sieht.

Normale Glimmlampen findet man am Antennenanschluss älterer, kommerzieller Receiver auch zum Schutz vor hohen Antennenspannungen im Umfeld von Gewittern.
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#12
Danke für die tiefgehende Aufklärung.
Ich hatte den Wendel der Röhre schon mal über meinen Trenntrafo zum glühen gebracht. Bei 240V fängt sie an leicht violett zu leuchten.
Ich werde mir damit meine Drahtantenne absichern bzw.. meine Geräte die daran hängen.
Ich habe noch Steckbuchsen die genau darauf passen.
Gruß
Alfred der Hesse
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#13
(23.02.2021, 11:14)Hanskanns schrieb: Damit wurden die Fernmeldeleitungen zum Regiment damit wirkungsvoll geschützt.

Was macht man heute damit???

Hallo, da muss man etwas in die Physik gehen: 
Statische Aufladungen treten in der Atmosphäre unter besonderen Bedingungen (Gewitterluft) auf.
Besonders bei oberirdisch und ungeschirmt angeordneten langen Leitern. Also Naturerscheinung.
Dann sind Fernmeldeleitungen ja Zweidrahtanordnungen, im Prinzip eine Luftspule mit einer Windung.
Und da kann ein Übeltäter ansetzen und durch geeignete Geräte Wechselspannung hineininduzieren. 
Das ist dann besonders boshaft.
Und weil eine Fernmeldeleitung langgestreckt ist kann sie nicht lückenlos bewacht werden.
Und darum diese Schutzeinrichtungen nach dem Prinzip der Kaltkathodenröhren. Die halten dann wenigstens die kleinen Ferkeleien von den höherwertigen Anlageteilen fern.
In einer Sendeantenne hat so ein Teil nur Nachteile weil da recht hohe Antennenspannungen auftreten und diese dann durch den Ableiter kurzgeschlossen werden. In einer Empfangsantenne macht es Sinn.
Aber hier verwendet man antiparallel geschaltete Dioden, weil die Feldstärken der Sender recht klein am Empfangsort einfallen. Und in Empfängern die neben einem Sender an separater Antenne betrieben werden verwendet man im Empfangsgerät eine 12 V GlÜhlampe innerhalb der Antennenzuleitung vor dem Eingangskreis als Schutz.
Was dort bei RM.org geschrieben wurde ist teilweise hahnebüchener Unsinn.
Antennenzuleitungen werden niemals aufgetrennt, schon gar nicht bei Sendern weil man dadurch die PA schrottet.
Sicherheitsfanatiker unter den Radiobastlern können solche Teile ja in ihren Langdraht oder Dipol einfügen.
Gruß Manfred
Wozu Fortschritt, wenn früher doch alles besser war?
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#14
In den Fernmeldeanschlüssen der 90er Jahre steckten spez. Halbleiter als Blitzschutz etc. drin, diese waren teilweise mit Ministeckern ausgerüstet, so das ihr Wechsel in Minuten erledigt war.
M.f.G.
harry


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Es ist keine Schande, nichts zu wissen, wohl aber, nichts lernen zu wollen.
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#15
(23.02.2021, 12:12)radioharry schrieb: In den Fernmeldeanschlüssen der 90er Jahre steckten spez. Halbleiter als Blitzschutz etc. drin, diese waren teilweise mit Ministeckern ausgerüstet, so das ihr Wechsel in Minuten erledigt war.

Bis in die 80er Jahre verwendete man bei Oberirdischen Linien (Schlauch oder Blankdraht), sogenannte Üsag (Überspannungsschutzableiter) als gekapselte Funkenstrecke. In der älteren Form sahen sie aus, wie grosse Feinsicherungen und würden einzeln gesteckt. Später verwendete man eine Bauform in der Form und Größe einer kleinen Quecksilberzelle. Diese Üsag wurden in Steckern unterschiedlcher Bauart eingesetzt und in Kabelverzweigern (Kvz) oder in Übergangsverzweigern (Küv) zu Oberirdischen Linien gesteckt.
Für diesen Üsag gab es ein interessantes wie einfaches Prüfgerät. Ein Kondensator wurde aufgeladen. Parallel dazu lagen ein Voltmeter und der Üsag. Man konnte am Voltmeter sehen, wie die Spannung langsam anstieg bis der  Üsag  durchschlug und die Spannung zusammenbrach. Das war dann der Arbeitspunkt des Üsag.
Gruß
Alex

M(Ende) gut - alles gut! Smile
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