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AntennenFragen
#1
Hallo Freunde,
ich hätte da gerne mal ein Problem (frei nach Bodo Bach)
Eigentlich sind es mehrere Fragen.
Zur Situation:
Ich habe meine Drahtantenne heute fertiggestellt. Sie besteht aus ca. 12m 2,5mm Kupferlitze ist Endgespeist und mit einem Unun versehen. Über ein RG58 geht es in den "Funkraum". Hier habe ich eine Umschaltbox installiert, um zwischen CB-Funke und Weltempfänger Umschalten zu können, wobei die Funke dann auf eine Dummyload geschaltet wird.
Nun zu meinen Fragen:
1. Muß ich auf der Antennenseite eine Mantelwellensprerre vorsehen und kann ich dazu einen standart Ferritstab aus einem Alten Radio verwenden?
2. Was für ein Anpassglied ist das geeignete für das SWR anzupassen? (L; T, Pi-Glied) Erfahrungen?
3. Muß ich zwischen Weltempfänger und Umschaltbox einen weiteren Unun schalten (Der Eingang ist für 400 Ohm ausgelegt) oder reicht hier ein Pi-Filter zur Anpassung?
4. Um Experimente mit einfachst KW-Empfängern zu machen, brauche ich dazu einen Unun oder reicht eine Anzapfung am Unteren Ende der Eingangsspule.
ZB. 1zehntel der gesamt Windungen
5. gibt es sonst noch etwas, was ich vergessen habe, zu berücksichtigen,
Bitte keine Floskeln wie: Probier es doch aus oder so. Das kommt erst später wenn Grundsätzliches geklärt ist. Ich will das Rad ja nicht neu erfinden.
Gruß
Alfred der Hesse
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#2
Hi Alfred,

für KW/CB ist die 12m Drahtantenne (mehr oder weniger) eine Langdrahtantenne, die je nach Frequenz eine Impedanz von ca. 400 Ohm haben wird. Für 50 Ohm RG58 müsste es also ein 9:1 UnUn sein und für den Radioanschluss dann wieder ein 1:9 UnUn verwendet werden. Genaue Abstimmung ist noch immer mit einem Pi-Filter am besten möglich, entweder eben für die ca. 400 Ohm Impedanz oder für die 50 Ohm des Koaxkabels richtig dimensioniert, je nachdem, wo angeordnet.

Gruß

(Reflex-)Kalle
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#3
Eine Dumi load brauchst du bei dieser konfiguration nicht, (wenn du nicht sendest).
Sie dient fals angeschlossen nur dazu das wenn du zu dusselig bist umzuschalten , der Endtransistor nicht abraucht.
Der UNUN muss geerded werden. Funkerde verwenden. Also ein par radials flach auf dem boden , oder leicht eingegraben. Verbinden, da wo der UNUN an den Erdstab geht.

1. Als Mantelwellensperre Kannst du einen Ferritstap verwenden, ja . Oder wie früher üblich einige windungen des Koax zu einer spule aufwickeln (wir sind im 11m Band)
Das ist oft schon ausreichend.
Wenn man den Koax in 100m rollen kauft, wird die spulenform netterweise gleich mitgeliefert.

2.Es wurde normalerweise ein Collins filter verwended. Ein Pi-glied mit einer spule welche so zwischen 7 und 10 windungen hatte und einen centimeter im durchmesser.
Im internet gibt es bestimmt bilder. Das teil ist nicht kritisch. Standard Radio Drehkos haben für die verwendeten 4,5 W genug Plattenabstand.
Wir hatten den Tuner immer gleich neben dem Funkgerät, und schwindelten ihm so eine anpassung vor die es in wirklichkeit nicht gab.
Funke, kurze verbindung SWR meter, kurze verbindung AntennenTuner, lange verbindung Dachantenne.
Wobei wir der kabel länge nie eine minimalen gedanken widmeten. Man hatte noch kein Forum oder das Internet wissen .............. nur 20 Jahre, und es sollte schnell gehen.
3. hier must du ausprobieren welches der zwei weniger verlust macht. Rienhören und ausprobieren.
4 besser einen UNUN mit Trännung verwenden. Damit bist du von statischen aufladungen des Antennenkabels befreit welche dich stöhren könnten.
Dieses sollte an der antenne sein. Im inneren des funkraums kommt es darauf an was besser funktioniert.

Mann kann es aber auch sehr umfangreich machen, indem man den Fusspunktwiderstand der Antenne ermittelt, und dann eine Koaxkabel anschliest welches für diese oder jene frequenz genau bemessen wurde
(verkürzungsfacktor des herstellers sollte bekannt sein)
Dann verwended man eine Messbrücke nach Hey. (Eine HF version der Weatstone brücke) um das alles auf resonanz und genauen Widerstand zu bringen.
Habe ich alles schon hinter mir.
Allerdings ist meine antenne so um die 76 meter lang, Aperiodisch, und für Tropenempfang ausgelegt.
Deswegen ist die trennung bei mir auch sehr wichtig. Ab 20m kann schon eine leichte Briese das Kabel Aufladen.
Ein Blitz in zwei Kilometern hörst du im Radiozimmer .............auch bei ausgeschalteten Radio.
Printed on recycled Data
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#4
Hallo Chingachcook,
Danke für die ausführliche Antwort. Der Dummyload ist genau für den Zweck gedacht, daß ich mal im der "Hektig" aus versehen auf die Sendetaste drücke obwohl noch nicht auf das Gerät umgeschaltet ist.
Die anderen Punkte habe ich mir mal ausgedruckt, um diese nach und nach abzuarbeiten. Ich mache das immer über einen längeren Zeitraum, da noch andere Arbeiten anstehen.
Bis dahin habe ich dann sicherlich einiges vergessen, dann kann ich nach sehen und die Punkte der Reihe nach Abarbeiten.
ZB. Modellbahnbau mit der Jugend. Camperausbau von meinem T4. Wenn diese Corona-Sch... endlich rum ist will ich wieder nach Spanien (ins Hinterland und dann mein Spanisch etwas aufpolieren; War sowieso nicht soooo doll.
Gruß
Alfred der Hesse
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#5
Hallo Kalle,

Der Unun ist (ich habe nachgesehen weil fertig gekauft) ein 1:9 somit so wie du es angeregt hast. Für das Radio reicht doch sicherlich ein recht kleiner Kern (gelb/weiß?) da hier keine Leistung übertragen wird. Bzw mein Yaesu FRT 7700 mit seinem 50 Ohm Eingang?
Bleibt die Frage der Anbindung an "Bastelempfänger".
Hier würde ich ja Luftspulen selbst wickeln. Dabei könnte ich ja auch diverse Anzapfungen vorsehen.
Eine dieser von mir verwendeten Spulen hat 20Wdg bei 1mm Abstand mit ca. 18mm Durchmesser.
Wo sollten da Anzapfungen vorgesehen werden? Hättest du einen heissen Tip für mich?
Als Demodulation ist eine HL133DD vorgesehen.
Gruß
Alfred der Hesse
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#6
meine Ununs für diesen bereich mache ich mit doppeloch kernen von AMIDON.
Das material 73 geht von 0,5 bis 30Mhz und ist so klein das 4 stück in eine Streichholz schachtel passen.
9:1 ist richtig
Das material ist Ferrit. Das hat einen hohen AL wert, was hier vorteilhaft ist, und nur wenig windungen benötigt.

Bei Reichelt kosten die unter 2 Euro das stück
Printed on recycled Data
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