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Typenschild für Ilmenau Radio
#1
Hallo Radiofreunde,

heute habe ich wieder eine gute Erfahrung beim 3D Druck gemacht, und möchte die auch weitergeben.
In der Rubrik Suche steht noch mein Gesuch nach einem RFT Radiolabel für ein Ilmenau Radio. Ersatzteilspender sind zu finden, aber 30€ mit Versand ist mir da schon zu viel. Bisher habe ich mich mit 3D Druck nicht an importierten Formen versucht. Das Erstellen einer Grafik, dann Konvertieren in SVG und importieren in die CAD Software schien mir bisher immer noch zu kompliziert und unsauber im Ergebnis. Die von mir verwendete SW Tinkercad bietet sonst nur einfache Grundformen. Buchstaben in speziellen Schriftarten muss man irgendwie selbst bereitsstellen.
Heute habe ich es dann mal probiert:

.jpg   3da.JPG (Größe: 141,99 KB / Downloads: 329)
Der erste Probedruck in blau zur Begutachtung - besser als erwartet.

.jpg   3db.JPG (Größe: 120,61 KB / Downloads: 328)
Nach Korrektur der Datei (Brücken und Durchbrüche) ein neuer Druck in Kupferfarbe (nun auch mit Logo).

.jpg   3dc.JPG (Größe: 112,08 KB / Downloads: 328)
Hier ist die Farbe noch am besten im Foto getroffen. So orange wie auf den anderen Bildern ist es nicht.

.jpg   3de.JPG (Größe: 143,45 KB / Downloads: 328)
Jetzt noch mit Blattgold oder Srühlack und das Logo vielleicht sogar in zwei Farben (Kupfer und schwarz) drucken. Dazu muss ich nur im richtigen Moment das Filament wechseln.

.jpg   Logo2 Kopie.JPG (Größe: 101,51 KB / Downloads: 323)
Zum Vergleich hier das Original.
Von der Schriftart Suche bis zum Druckende hat das etwa 3 Stunden gedauert und ist vertretbar. Ich weiß, dass die Schriftart etwas vom Original abweicht, aber es ist nicht so leicht unter den tausenden von Gothic Schriftsätzen einen ähnlichen zu finden. Für meinen Bedarf reicht das schon mal.
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Gruß Matthias
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#2
Sieht wirklich gut aus.
Liebe Grüße,
der Jens wars gewesen...

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Die Wege der Elektronen sind unergründlich.
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#3
oh ja, sehr gut geworden Thumbs_up

Viele Grüße,
Rolf
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#4
Moin,

wenn man eine senkrechte Aufnahme der originalen Schrift hätte, sollte man das als Hintergrundbild ins CAD importieren können und dann den Schriftzug abskizzieren. Auch etwas mühevoll, aber - je nach Ausdauer - dann noch näher am Original.
Schönen Gruß
Martin

~ Plattenspieler-Schrauber ~
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#5
spitze!!!
Gruß,
Jupp
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"Ich bin privat überhaupt nicht komisch" (Bjarne Mädel)
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#6
Ja, Matthias,
Super gut sieht das Emblem aus. Gut, dass ich das Gerät nicht besitze, sonst hätte ich Dich wieder belästigen. Smile
Gruß!
Ivan
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#7
Danke auch für Martins Hinweis. Die von mir verwendete CAD SW gestattet weder ein Hintergrundbild noch Freihandzeichnen. Dafür kann ich alles machen, was ein Zeichenprogramm zulässt. Das große I ist z.B. zusammengesetzt, da es in keinem Zeichensatz so enthalten war. Für mich war angenehm überraschend, dass es nach der Konvertierung nicht ausgefranst aussah und alle Details gut zu erkennen sind. Da findet bestimmt jeder seinen eigenen Weg. Bisher hatte ich nur die Option mit einer Silikonform und Gießharz. Diese Lösung geht bedeutend schneller zumal ich diesmal auch kein Original zur Verfügung hatte.
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Gruß Matthias
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#8
Sieht ausserordentlich gut aus, bin echt beeindruckt.
Ist das Original auch aus Plastik? Das ist das einzige was mich stören würde sollte das Original aus Metall sein.

Mich würde ja interessieren ob das Filament ausbrennfähig ist. Dann könnte man das in Bronze gießen.

Ich wurde mal von der Radiologie gebeten Druckteile in Titan umzusetzen. Das klappte leider nicht da der Kunststoff zu viel Asche hinterließ. Allerdings weiß ich nicht was die verwendet hatten.

Gruß,
Achim
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#9
Diese Namensschilder waren bei vielen Sonneberger Radios aus Plastik. Beim Rennsteig wurde es in dunkelbraun verwendet. Hier sieht es so aus wie sehr gealterte Goldfarbe.
Ob das Filament beim Ausbrennen zuviel Rückstände bildet, kann ich nicht sagen. Ich habe mit dem Logo vom Rennsteig Radio mal experimentiert und eine hitzefeste Silikonform erzeugt. Diese habe ich mit Blei ausgegossen. Der Aufwand mit den Nacharbeiten war mir dann aber zu groß.
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Gruß Matthias
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#10
... evtl. nur mit Stützmaterial drucken. Das ist wasserlöslich.
-Joe
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#11
(31.05.2021, 19:44)MatthiasD schrieb: .. Die von mir verwendete CAD SW gestattet weder ein Hintergrundbild noch Freihandzeichnen..

Hallo Matthias,

Für Freihandzeichnen bietet Tinkercad das Scribble Tool:



ein scan kann in svg konvertiert und dann in Tinkercad importiert werden:

Gruß,
Jupp
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"Ich bin privat überhaupt nicht komisch" (Bjarne Mädel)
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#12
ich habe dann auch heute mein erstes Objekt mit Tinkercad erstellt. Als Vorlage ein Plakat welches ich mal fotografiert habe auf 3mm Grundplatte plus 3mm Druckhöhe mit fliegendem Filamentwechsel:

   

   

Nicht sehr fein aufgelöst, weil ich es zum Testen recht klein gedruckt habe (95mm Länge). Ob sich diese Technik für ein Emblem eignet kann ich noch nicht genau sagen. Bzw. für den Schriftzug ja, und das Emblem selbst als eigenständiges Objekt. Dann könnte es gehen.

so sieht es in cura aus:


.jpg   slicer.JPG (Größe: 29,08 KB / Downloads: 60)
Gruß,
Jupp
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"Ich bin privat überhaupt nicht komisch" (Bjarne Mädel)
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#13
Das mit der Unsauberkeit der Grafik nach Konvertierung in SVG hatte ich eben befürchtet und es hängt auch etwas von der Größe ab. Ich mache deshalb das Bild übergroß und glätte so gut es geht. In Tinkercad zu verkleinern ist dan relativ einfach. Die Durchbrüche bei den A und R in Jupps Grafik lassen sich dann einfach mit dem Bohrungs-WZ in Tinkercad nacharbeiten.
Nicht überzeugt bin ich von dem Freihand-Tool Scribble. Das ist viel zu grob um so etwas wie Buchstaben nachzuarbeiten oder zu erstellen. Falls die Bedürfnisse wachsen, kann man ja auch ein Grafikprogramm wie Inkscape verwenden. Da ist das Speichern als svg gleich dabei.
Tinkercad finde ich nicht nur für Einsteiger ein leistungsstarkes und leicht erlernbares Tool.
Frage an Jupp: hast du für den Filamentwechsel einen Trick oder ist es reines Gefühl? Wenn ich den Druckvorgang anhalte, geht der Druck immer noch ein paar Sekunden weiter. Ich kann also nur ungefähr sagen, wann die neue Farbe einsetzt.
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Gruß Matthias
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#14
ich hab mir Tinkercad heute zum erstenmal angeschaut und es hat mich gleich begeistert. Fusion 360 hab ich aufgegeben. Das ist mir einfach zu kompliziert.
Das Umwandeln in svg hatte ich mit einem online-tool erledigt, das hatte eine Größenbeschränkung. Ich hab dann vermutlich eine zu kleine Auflösung benutzt. Wie gesagt, es war mein allererster Test.

Zu deiner Frage: Ja es gibt eine Verzögerung beim Pausieren. So genau kommt es aber auch nicht drauf an. Ich muss nur sicher sein dass er mit der Oberfläche des Grundkörpers wirklich fertig ist. Das hotend tropft noch etwas nach. Ich werde beim nächstenmal eine Pappe dazwischenlegen. Ich kann während der Pause nicht ins filament-Menü wechseln. Macht aber nichts, ich ziehe es einfach von Hand raus. Ein resume wäre beim anycubic angeblich sogar bei Stromausfall möglich, getestet hab ich das aber noch nicht.

PS: man kann sich auch einen filamentwechsel in den gcode einbauen, genau auf die Schicht bezogen. Ist aber auch nicht ganz so trivial.
Gruß,
Jupp
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"Ich bin privat überhaupt nicht komisch" (Bjarne Mädel)
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