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Tonabnehmer Systeme Magnetisch, Kristall oder Keramik
#1
Warum soll eigentlich ein Magnetisches System besser sein. Das ist mir so nicht bekannt. Kann das einer das kurz hier erklären ? Es gehört ja zum Plattenspieler.
Habe immer soviel Arbeit, das ich mir eine aussuchen kann. Smile

Grüße Frank, der Moschti
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#2
Hallo Frank,

wir als Jugendliche hatten ja in unseren Plattenspielern nur Kristallsysteme. Gerade, wenn man etwas auf den Cassettenrecorder aufnehmen wollte, hatte man es gehört. Das System zerrte. Das ist leider ein Nachteil der Kristallsysteme, dass die diese Verzerrungen erzeugen. Ich hatte mir da früher geholfen, indem ich einen 200 Kiloohm-Widerstand in die Tonabnehmerleitung geschaltet hatte. Die Wiedergabe war zwar etwas leiser, aber wesentlich besser.

Dann hatte man mit den ersten Magnettonabnehmern zu tun. Auch diese erzeugen ja Verzerrungen und sind ja ohne Verstärker auch nur sehr leise. AAAber unter Verwendung eines Entzerr-Vorverstärkers war ja die Wiedergabe ganz hervorragend. Also nicht vergleichbar mit dem Kristalltonabnehmer.

Natürlich bezieht sich das auf die modernen Magnet-Tonabnehmer und nicht auf die alten Freischwinger-Systeme der 30 er Jahre.Wink
Es grüßt Euch aus Peine
     
     Andreas
Nicht nur die Röhren sollen glühen.
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#3
Kristall und keramisch haben höhere Auflagegewichte/kräfte (4 g) auf die Nadel/Platte, bilden höhere Spannungen, zersetzen sich durch die Luftfeuchtigkeit, Frequenz schlechter, meist Saphirnadel mit größerem Spitzenradius für Normalrille. Durch hohe Auflagekräfte höherer Verschleiss bei Vinyl-Platten.

Magnetische TAs haben leichtere Auflagekräfte (1,5 g), zersetzen sich nicht, wartungsfrei, niedrigere Spannungen, übertragen hohe Frequenzen besser, meist Diamantnadel mit kleinerem Spitzenradius.

Anton wird das aber sicher noch detaillierter kommentieren.
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#4
Hallo,

sehr lesenswert wenn es um das Thema "Abtastsysteme" geht:

http://www.badenhausen.com/VSR1Pickups.htm
http://www.hifimuseum.de/systeme-tonarme...ertes.html

Viele Grüße
Volker
Strom ist gefährlich..... der macht klein, schwarz und hässlich!
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#5
(04.02.2015, 13:52)Vagabund schrieb: Anton wird das aber sicher noch detaillierter kommentieren.

Nö, brauch ich nicht Philipp. Das Wesentliche hast Du ja bereits gesagt.

Ich mag trotzdem die Kristallsysteme für die älteren Platten lieber, weil die eben weniger Höhen abgeben und das Knistern und Kratzen nicht so hörbar machen wie die Magnettonabnehmer. Kristall und Röhre passt eben ganz gut zusammen.
~~~Es gibt nichts Gutes, außer man tut es (Erich Kästner)~~~
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#6
Ja richtig Anton, ist mir auch aufgefallen, hatte ich vergessen zu erwähnen.
Habe immer soviel Arbeit, das ich mir eine aussuchen kann. Smile

Grüße Frank, der Moschti
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#7
Richtig Anton, ich spiele meine Platten aus der jeweiligen Zeit auch lieber mit dem dazu passenden Plattenspieler ab, dazu eine schöne Tasse Kaffee. Das entschleunigt. Smiley20

Danke Volker für die Links.
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#8
(04.02.2015, 13:52)Vagabund schrieb: Kristall und keramisch haben höhere Auflagegewichte/kräfte (4 g) auf die Nadel/Platte, bilden höhere Spannungen, zersetzen sich durch die Luftfeuchtigkeit, Frequenz schlechter, meist Saphirnadel mit größerem Spitzenradius für Normalrille. Durch hohe Auflagekräfte höherer Verschleiss bei Vinyl-Platten.

Magnetische TAs haben leichtere Auflagekräfte (1,5 g), zersetzen sich nicht, wartungsfrei, niedrigere Spannungen, übertragen hohe Frequenzen besser, meist Diamantnadel mit kleinerem Spitzenradius.

Zu ergänzen wäre noch, dass die Nadeln bei Magnettonabnehmer wesentlich länger halten. Was den höheren Plattenverschleiß bei den Kristall/Keramikabnehmern betrifft, ist das nicht so dramatisch. Wenn man drauf achtet, dass die Nadel noch gut ist, zerstören die die Platten auch nicht. Merke ich immer wieder an meinen Platten aus den frühen 80ern. Ich hatte damals auch nur so ´ne olle Wendenadel, war aber ziemlich penibel damit.
In letzter Zeit höre ich auch sehr gerne mit meiner Truhe und dem verbauten Dual mit CDS System. Klingt wirklich gut in Verbindung mit Röhre.

VG
Kai
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