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AM-Modulator mit Röhren nach Jakob Roschy
#1
Hallo,

so, nun möchte ich das hier diskutierte und beschriebene Gerät noch mal fertig vorstellen und beschreiben:

Hier ein Fertig-Bild mit amtlichem Messempfänger


.jpg   machwerk04.jpg (Größe: 65,83 KB / Downloads: 478)

Vorne von links nach rechts:
-Eingang und Einstellung der NF (Musik) z.B. vom MP3-Spieler
-1.Buchsenpaar(übereinander): der Ausgang der Schaltung an der Anode der ECH84
-2.Buchsenpaar(übereinander): der Ausgang mit dem per Schalter(unten) zuschaltbaren Ausgangskreis
-Drehko des Ausgangskreises

Oben:
-Stabi für 85 V Gitterspannung
-2 Stabis in Reihe für etwas über 200V Anodenspannung
-Buchsen(rot/grün) zur Kontrolle der Spannungen
-Ehem. Bandfilter als Spule für den Oszillator (m. Rückkopplungsanzapfung)
-Ehem. Bandfilter als Spule für den Ausgangskreis.
-ECC82 (NF-Verstärkung und Oszillator)
-Schalter Langwelle/Mittelwelle, überbrückt bei MW die Hälfte der Oszillatorspule
-ECH84
-Hinter dem rechten BF: Poti und Messbuchse für negative Gittervorspannung

Hinten:
-Netzschalter, Sicherung und Kaltgeräteanschluss(modernes Kombiteil aus Schlachtgerät)

Der Modulator funktioniert hervorragend; für meine Wohnung sind nur etwa 1,5 Meter Draht als Antenne völlig ausreichend, wenn der Ausgangskreis richtig abgestimmt ist. Das mit der Mittelwelle war mir einen Versuch wert, zumal es nur eines doppelten Schalters bedurfte und ich auch zufällig auf einer hier freien Stelle der Skala gelandet bin.

Das Fummeligste war das Anbrigen der Abschirmbleche an den Röhrenfassungen, alles andere war problemlos nach der ausführlichen Anleitung von Jakob bei rm.org zu bewerkstelligen.

Wie alle, die es schon gemacht haben, kann ich den Nachbau nur empfehlen!

Viele Gruesse,
Jean
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#2
Hallo Jean,

ein schönes Teil hast Du da gebaut.  Smiley14

Gruß
Wilhelm
Niemandes Herr, Niemandes Knecht,
so ist es gut, so ist es recht

von Fallersleben
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#3
Hallo Jean,

ja ist schön geworden, Dein Sender. Ich hatte den ja auch schon aufgebaut. Ich war damals auch begeistert davon. Bin es auch noch heute. Ich hatte mich nur für den SS-TRAN aus Amerika entschieden, weil der den 9 KHZ Sprung bei der Frequenzeinstellung macht. Und natürlich, weil er viel kleiner ist. Freuen tue ich mich, dass Du auch die Bandfilter so gut verwenden konntest. Also, viel Spaß mit der "Radioversorgung".
Es grüßt Euch aus Peine
     
     Andreas
Nicht nur die Röhren sollen glühen.
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#4
(09.03.2016, 18:31)Jean_Berlin schrieb:
Hier ein Fertig-Bild mit amtlichem Messempfänger

Smiley58 Smiley34 Smiley58

Jean live und in Farbe Big Grin
Gruß,
Uli
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#5
Hallo Jean,

es freut mich natürlich ganz besonders, dass Dein Modulator so hervorragend funktioniert und Du voll zufrieden damit bist ! 

Trotzdem möchte ich auf einen kleinen Aufbau- Schönheitsfehler hinweisen und zwar nach dem Gesichtspunkt, dass die einzelnen Stufen sich nicht störend beeinflussen sollen.

Insbesondere Oszillator- und Ausgangskreis sollten möglichst getrennt voneinander sein, was man erreicht, wenn man sie z. B. diagonal zueinander auf dem Chassis montiert. Dazwischen kann auf der einen Seite die NF- Schaltung und auf der anderen Seite das Netzteil untergebracht werden.

Auf Deinem Chassis befinden sich jedoch die Oszillatorspule sowie Drehkondensator und Buchsen des Ausgangskreis in nur geringem Abstand zueinander !
Dies wäre zu vermeiden gewesen, wenn Oszillatorspule und Ausgangskreis-Spule im Platz getauscht wären, dann wäre der Aufbau optimal.

Wenn die Schaltung nun trotzdem ohne Probleme funktioniert, kannst Du es so lassen, ich schreibe das hauptsächlich für eventuelle Nachbauer.

Grundsätzlich kann man sagen, dass das Gerätchen sehr gut gelungen ist und dies trotz ohne irgendwelcher HF-Vorkenntnisse, wie Du schreibst.  Smiley14

Grüße, Jacob
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#6
Hallo Jakob,

vielen Dank für die konstruktiven Informationen, mir war das tatsächlich nicht bewusst, dass auch die HF-Stufen räumlicher Trennung bedürfen. Die Trennung zwischen NF und HF an der ECC82 und das Minimieren von Netzbrumm hatte ich versucht zu berücksichtigen.
Vermutlich funktioniert es dennoch, weil ich, aus der 3D-Sicht, die Abstände zwischen den Drähten so gross wie möglich gehalten habe. Ausserdem sind die Abschirmbleche an den Röhrenfassungen und die Masseverbindungen im ganzen Gerät recht großzügig.

Wäre es vielleicht möglich, statt der Doppeltriode zwei einzelne Trioden zu verwenden? Ich habe hier z.B. noch einige EBC91 (Link zu rm.org) mit tauben Dioden- aber einwandfreien Triodensystemen.

Viele Gruesse,
Jean
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#7
Hallo Jean,

gerade bei HF-Stufen muss gegenseitige Beeinflussung verhindert werden, deshalb wird bei sehr hohen Frequenzen jede Stufe in eine einzelne geschlossene Kammer gebaut. Hier bei 300 kHz ist das weniger kritisch, da genügen auch entsprechende Abstände.

Zwei einzelne Trioden statt Doppeltriode wäre möglich, aber es müssen die richtigen sein. Die ECC82 ist eine nieder- Ω - Triode, eine entsprechende Einzeltriode wäre die EC90 (= 6C4). Die EBC91 ist leider eine hochohm- Triode und daher ungeeignet. 

Grüße, 
Jacob
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#8
Hallo Jacob,
die EC92 dürfte auch funktionieren.
Viele Grüße

Wolfram

"... Bei uns tut jeder, was er kann. Aber nicht jeder kann, was er tut. ..."
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#9
Das ist ein tolles Gerät geworden Jean. Ich kann zwar mangels Wissen Nichts dazu beitragen, bin aber beeindruckt, wie Du das aus Restteilen zusammengebaut hast. Und richtig gut sieht das Gerät auch noch aus. Ich finde auch die beiden Bügel zum Gerät durchaus passend.
~~~Es gibt nichts Gutes, außer man tut es (Erich Kästner)~~~
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#10
Hallo Wolfram,

in der Katodenfolger- Stufe (V3 in der Schaltung Bild 11) würde die EC92 natürlich bestens funktionieren. Für die Oszillatorstufe V1 könnte sie ggf. schon zu gut sein. Wegen dem hohen µ und Steilheit könnten Überschwingungen entstehen, abhängig von der Rückkopplungsspule, die dann nur noch wenige Windungen haben dürfte.

Allerdings sollte man die nicht gerade als Schüttgut vorhandene EC92 besser nur für UKW- Tuner reservieren, wo sie unersetzlich ist. 

Grüße, 
Jacob
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