Themabewertung:
  • 0 Bewertung(en) - 0 im Durchschnitt
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
Philips Magnetisches Tonabnehmersystem AG3020
#1
Hier ein wohl sehr seltenes Exemplar eines frühen Magnetsystems von Philips, das AG3020. In meinem Fall hier ist es ein System für "N", also Schellackplatten. Das erkennt man am eingravierten "N" auf der Unterseite und an einer grünen Farbmarkierung auf der Oberseite. Ich habe es noch nicht aufgeschraubt, aber die Nadel ist auf einen Anker geklebt, der in das System hineingeführt ist. Das gleiche System wurde auch noch als AG3021 für "M" also Vinylplatten verkauft. Es musste also jeweils der gesamte Tonkopf gewechselt werden, um von Schellack zu Vinyl zu wechseln und umgekehrt. Dieses System hat wieder die Buchsen-Aufnahme für den Tonarm, die wir auch von einigen Philips Kristallsystemen kennen.

Ich habe noch nie ein magnetisches, so frühes Tonabnehmersystem von Philips gesehen, wusste nichtmal dass es die gegeben hat. Mir war auch kein Philips Plattenspieler aus den 50ger Jahren bekannt, der ein magnetisches System hatte. Nach Recherche dazu, fand ich die Philips Geräte AG9128 und AG2205 aus 1957, die mit diesen Systemen bestückt waren.

Etwas mehr Info zu den Systemen fand ich auch bei hupse: http://www.hupse.eu/radio/reproducers/AG3020.htm

Aber schaut die Fotos:

   

   

   

   

Ich freue mich darüber, wieder etwas gefunden zu haben, dass ich noch nicht kannte.
~~~Es gibt nichts Gutes, außer man tut es (Erich Kästner)~~~
Zitieren
#2
Anton, kannst du auch nicht schlafen? Mir macht mein Sch..diabetes mal wieder Probleme. Doch in medias res:

Ich hatte immer geglaubt, daß Tonabnehmer-Magnetsysteme eine Erfindung aus den ausgehenden 1960iger Jahren waren; das war wohl ein fataler Irrtum. Diese Idee hatten wohl doch schon findige Entwickler sehr viel früher. Ich staune ohnehin immer wieder, was denen so im Laufe der Zeit(en) alles eingefallen ist, ohne diese heutigen Entwicklungshilfen wie Autocad und Computersimulation.
Grüße aus BL

Peter

Röhrenradios: das Gute daran ist das Gute darin
Zitieren
#3
Na ja, es gab schon Mitte der '20er Jahre "Magnetsysteme", die man statt der Schalldose auf den Tonarm eines "Trichter-Grammophons" stecken konnte. Das war die erste "elektrische" Wiedergabe von Schallplattenmusik. Der Antrieb des Plattentellers erfolgte mit Federkraft.
Es war damals nicht ganz einfach, die NF Signale an die Endröhre der damaligen Empfänger anzukoppen, da "Grammophonbuchsen" noch nicht üblich waren. Hier waren Bastler im Vorteil.
Diese Magnetsysteme waren noch schwer und hatten - wie damals üblich - eine Stahlnadel. Von ihrem Gewicht her waren das richtige "Plattenhobel".

Und hier ist ein Beispiel für ein Gerät aus Anfang der '30er, das schon "voll-elektrisch" arbeitete. Arcophon 1000
Schon vergessen? Siehe dort Post #16.

http://radio-bastler.de/forum/attachment.php?aid=31237

Unsere "Altvorderen" hatten durchaus schon gute Ideen. Sicher ist deren Umsetzung heute technisch eleganter möglich.

MfG DR
Zitieren
#4
Magnetsysteme, auch der verbesserten, leichteren Art gab es schon früh von verschiedenen Herstellern. So hatte ich hier auch schonmal das PE3000 von 1953 von Perpetuum Ebner vorgestellt:

http://radio-bastler.de/forum/showthread.php?tid=754
~~~Es gibt nichts Gutes, außer man tut es (Erich Kästner)~~~
Zitieren
#5
Ich hatte, wie ich zu meiner eigenen Schande eingestehen muß, diese Art der Tonabnehmer garnicht mit Magnetsystemen in Verbindung gebracht. Kommt wohl auch daher, daß ich diese Geräte nie wirklich auf meinem Schirm hatte; für mich begann das Radiozeitalter mit Geräten aus den 1950igern, die Geräte von vorher waren für mich nicht interessant. Ich habe daher in meiner unwissenden Blödheit sicherlich das eine oder andere Gerät einfach weggeworfen, damals. Würde mir heute bestimmt nicht mehr passieren, trotz dem ich noch immer kein so sonderliches Interesse an solchen Geräten habe, als daß ich diese Art Geräte jetzt unbedingt haben wollte oder gar sammle. Mir reicht mein Saba Meersburg aus den 1955igern(?) völlig aus und auch meine 2-4 anderen Radios aus späteren Epochen.
An Plattenspielern habe ich nur den Dual in meiner Truhe. Der hat ein Shure M 91 G Magnetsystem nebst Dual Vorverstärker MVV 46 eingebaut. Für meine bescheidenen Zwecke auch ausreichend. Eine Geld(fress)vernichtungsmaschine sind diese Geräte sowieso alle. Wer in einer kleinen Mietwohnung wohnt, der muß sich schon sehr genau überlegen, was er sich hinstellt und auch behalten will. Es gäbe da schon noch eine ganze Menge Interessantes, aber einerseits aus Platzmangel nicht realisierbar (Röhrenfernseher zum Beispiel) und andererseits schwebt über jedem Mieter das Damoklesschwert einer Kündigung. Auch das ist schon so manchem Sammlerkollegen passiert und er mußte seine mühsam zusammengetragene Sammlung zerfleddern und/oder sonstwie abgeben. Das wollte und will ich möglichst vermeiden.
Grüße aus BL

Peter

Röhrenradios: das Gute daran ist das Gute darin
Zitieren
#6
Hallo Anton,
ich habe den passenden Plattenspieler und das Mikro System!
Es ist der AG2205
[/url]
   

Er hat schon eine variable Geschwindigkeitseinstellung und Stroboskoplampe zur Kontrolle.
Hier das Mikrosystem AG1401

       

Der Anschluss zum Verstärker hatte original schon einen Chinch Anschluß. Das gab es m.E. zu der Zeit nur bei ReVox. Ein weiterer Stecker ist von Hirschmann und führt bei eingeschaltetem Gerät Spannung! Wohlgemerkt Stecker! Könnte zur Speisung des Vorverstärkers gedient haben?

[url=http://www.radiomuseum.org/r/philips_hi_fi_halbautomat_ag2205_1.html]Klick
Gruß aus Bremen

Enno
Zitieren


Möglicherweise verwandte Themen...
Thema Verfasser Antworten Ansichten Letzter Beitrag
  Tonabnehmersystem TO-284 von Perpetuum Ebner Anton 1 1.375 06.04.2017, 16:37
Letzter Beitrag: linsepe

Gehe zu: