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Elac KST 12 NOS defekt
#1
Vor kurzem hatte ich das Glück ein nagelneues Elac KST12 in ungeöffneter Originalverpackung zu ersteigern.
ich bin mir absolut sicher dass das System nagelneu ist und noch nie berührt wurde. Beide Elac Siegel sind unversehrt.  Es ist die Originalnadel montiert, auf Saphir und auf dem Gel ist unter dem Mikroskop nicht das kleinste Stäubchen zu erkennen. Bereits nach einer Plattenseite hätten sich hier ablagerungen gebildet.
Die Kontaktstrifen wiesen nicht den kleinste Kratzer auf der beim Einschieben des Sytems in seine Halterung zwangsläufig entstanden wäre.

Leider ist das System dennoch defekt. es spielt zwar noch leise, aber der Pegel ist deutlich zu gering, so dass es als unbrauchbar bezeichnet werden muss.

Ich finde das in gewisser Weise bemerkenswert.

Die Schachtel schließt relativ dicht ab, das System war also keinem andauernden Luftfeuchteänderungen ausgesetzt.
Wie man auf dem Foto sieht füllt das Gel den Raum perfekt aus. Man kann erkennen dass das Gel zum Zeitpunkt es Einfüllens flüssig gewesen sein muss, sonst hätte es nicht diese perfekte, ebene Oberfläche mit den konkaven Rändern ausbilden können.
Es erscheint wahrscheinlich, dass eine so kleine Schachtel eher nicht im feuchten Keller oder auf dem Dachboden gelagert wurde.
Gegen Feuchtigkeitseinwirkung sprechen auch die minimalen Oxidationserscheinungen auf den Kontaktzungen.
Da das System nie berührt wurde scheiden auch mechanische Einwirkungen aus.

So stellt sich die Frage was eigentlich die Ursachen sind die ein Kristallsystem defekt werden lassen. Von der reinen Feuchtigkeitstheorie bin ich immer weniger überzeugt, zumal hier im Forum ja inzwischen auch Kristallsysteme aufgetaucht sind die überhaupt keine Ummantelung mit einem Gel oder ähnlichem aufweisen.

Gruß,
Achim

   
   
   
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#2
Hochinteressante Fakten wieder!
Bei der Auflösung hilft glaube ich nur der Chemiker weiter - das Gel analysieren, ausserdem Gel, das unmittelbar mit dem Kristall in Kontakt war analysieren. Das kann ja fast nur so sein, daß der Kristall mit dem Gel reagiert?
Andererseits - warum gibt es dann noch Systeme, die noch funktionieren? Also auch bei denen das Gel analysieren. Wird ziemlich spannend wenn man niemanden kennt, der das aus reiner Wissbegierde im Labor untersuchen will.
Gruß,
Uli
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#3
(04.02.2017, 02:00)achim schrieb: Vor kurzem hatte ich das Glück ein nagelneues Elac KST12 in ungeöffneter Originalverpackung zu ersteigern.
......
So stellt sich die Frage was eigentlich die Ursachen sind die ein Kristallsystem defekt werden lassen. Von der reinen Feuchtigkeitstheorie bin ich immer weniger überzeugt, zumal hier im Forum ja inzwischen auch Kristallsysteme aufgetaucht sind die überhaupt keine Ummantelung mit einem Gel oder ähnlichem aufweisen.

Gruß,
Achim

Hallo Achim.

Die Frage nach der Ursache habe ich mir auch schon gestellt. Ich hatte vor etwa 4 Jahren mal mehrere dieser Systeme, ebenfalls noch verpackt, günstig erstehen können. Leider hatten diese nun schon etwas Feuchtigkeit bekommen, schienen aber unbenutzt. Funktioniert hat letztlich nur eines, was ich auf die Feuchtigkeit schob ...und mich ärgerte. Ich habe sie wenigstens aufgehoben, für den Fall, dass es mal eine Reparaturchance gibt.

>>>>
Viel interessanter für mich daher die Art und Weise, wie Du in einem anderen Beitrag die Instandsetzung / Neubefüllung eines solchen Systems beschrieben hast. Da wäre ich sehr an "Fortsetzungen" interessiert. Smiley14

Noch ist die beschriebene Neubefüllung für mich zu kompliziert, das bekomme ich nicht hin..... und hoffe auf "Forschungsfortschritte" im Sinne einer erleichterten Neubefüllung.   Smiley32


Gruß
k.
_____________
Gruß
klaus

"Nutze das Fachwissen von Experten, aber bedenke stets: Die Technikgeschichte ist voll von Experten und Ihren Irrtümern."

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#4
(05.02.2017, 09:06)klausw schrieb: Noch ist die beschriebene Neubefüllung für mich zu kompliziert, das bekomme ich nicht hin..... und hoffe auf "Forschungsfortschritte" im Sinne einer erleichterten Neubefüllung.   Smiley32

Hehe, damit bist Du nicht alleine!
Gruß,
Uli
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