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Grundig Retro Heinzelmann
#41
Dietmar, fehlt denn momentan die Spannung am Emitter vom Q206 ?.
denn am Pin 9 des IC102= ZF & Decoder sollten ca. 5 V anliegen, deshalb meinte ich, das deine im vor Beitrag benannten ca. 7 V ausreichten.
M.f.G.
harry


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Es ist keine Schande, nichts zu wissen, wohl aber, nichts lernen zu wollen.
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#42
Der Q 206 ist gestorben, den hab ich ausgelötet. Morgen Messe ich ohne Q 206
mit freundlichen grüßen aus Dielfen (Siegerland)
Dietmar
Wenn einer dem anderen hilft ohne daraus Profit schlagen zu wollen dann sind wir auf einem guten Weg
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#43
(03.03.2017, 20:38)Dietmar schrieb: Hallo Jupp, könnte man den hier nehmen?? Oder ist das nur eine Frage der Zeit wann der auch aufgibt??

Das scheint Original Ersatz zu sein. Damit ist die Anfälligkeit aber nicht ausgeräumt. Hab noch etwas Geduld bis es eine bessere Lösung gibt.

PS: Der VK gibt ein falschen pinout an. Es sei denn man hält den Transistor mit der flachen Seite nach oben. Ich hab es andersrum gelernt.
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#44
Wenn Q206 ersetzt wird dann durch einen 10V ... 12V-Regler.
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#45
Auch wenn am Pin 9 von IC 102 ca. 5 V/DC zu erwarten sind, genügen dann nicht die vom Dietmar zuvor gemessenen ca. 7 V am Emiter vom Q206 ?
M.f.G.
harry


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#46
die 5V werden ja nicht "erwartet", sondern bilden sich über einer Zenerdiode (D106) mit 180 Ohm Vorwiderstand (R120). Je nach Stromaufnahme des IC brechen die natürlich auch irgendwann ein. Die Spannung aus dem Längstransistor versorgt über Stecker P2 auch die CMOS Schalteinheit, wobei sie sich wundersam auf 12V erhöht ?!? Okay die 4066 arbeiten ab 3V, die werden nicht das Problem sein, eher der Spannungseinbruch in der HF oder ZF.
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#47
für die Ergebnisse dieser Vordiskussion hab ich einen neuen thread eröffnet als Hilfestellung für andere Betroffene:

Designverbesserung Grundig Retro Heinzelmann
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#48
Hallo Jupp,

der aufgequollene Preßspan Deines Heinzelmanns betrübte mich sehr. Darum (und nur darum Smile ) habe ich mich mal damit beschäftigt, ob man sowas reparieren kann.
Im WWW steht überall, daß das nicht gehen würde. Das ist natürlich ein Anreiz, das mal selber auszuprobieren.

Um es vorwegzunehmen: Man kann es reparieren, und es ist gar nicht so schwer.

Ich nahm ein Stück kunststoffbeschichtenen Preßspan mit 16 mm Stärke und ließ immer wieder Wasser auf die selbe Stelle träufeln, auf daß es dort aufquölle (ist das nicht ein schönes Wort?).
Nach ein paar Tagen hatte sich diese Stelle auf ca. 18 mm verbreitert; so stark, daß an einer Seite sogar die Kunststoffbeschichtung einriß.
Dann ließ ich das Teil einen Tag lang auf der Heizung austrocknen.

Als nächstes bohrte/feilte/schliff ich einen Schlitz mittig in das Preßspanbrett, so daß der aufgequollene Bereich "unterhöhlt" war.
Nun spannte ich den Preßspan mit einer Schraubzwinge zwischen zwei gerade Bretter ein, so daß die Stärke in der Mitte wieder 16 mm war.

(Jetzt kommt ein Fehlschlag: Ich füllte den Schlitz mit Epoxyd-Harz aus. Es sollt eigentlich die beiten Seiten des Preßspans auf dem richtigen Abstand halten. Aber leider wurde das Epoxydharz - trotz viel Härter - nicht hart; vielleicht war es zu alt, oder umgekippt ... Ich habe das Zeug dann wieder aus dem Schlitz geholt - eine sehr schmierige Angelegenheit.)

Holzleim fand ich als Füllmaterial auch nicht so gut, weil er in mehreren Schichten aufgetragen werden muß, damit er vernünftig trocknen kann.

So habe ich den Schlitz schließlich mit Heißkleber gefüllt und das überstehende Material mit einem Cuttermesser abgeschnitten. Möglicherweise gibt es bessere Füllmaterialien als den Heißkleber. Er hält hier jedenfalls sehr gut.

   

Beim Heinzelmann kannst Du wahrscheinlich eine Bohrmaschine für die Herstellung des Schlitzes nicht vernünftig einsetzen. Aber - falls Du einen Dremel hast - dafür gibt es ja Schleifscheiben und kleine Kreissägeblätter.

Am Bild rechts unten kann man sehen, wie schön gerade die Kanten wieder sind.

Gruß, Frank
Keiner von uns kommt lebend hier raus. Also hört auf, alles aufzusparen. Eßt leckeres Essen. Spaziert in der Sonne. Springt ins Meer. Sagt die Wahrheit und tragt euer Herz auf der Zunge. Seid albern. Seid freundlich. Seid komisch. Bastelt mit Radios. Für nichts anderes ist Zeit.
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#49
Das geht nicht! Da kam einer der wusste das nicht, und machte es! Oder so ähnlich......
Smiley20
mit freundlichen grüßen aus Dielfen (Siegerland)
Dietmar
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#50
(16.03.2017, 00:18)Bosk Veld schrieb: ..der aufgequollene Preßspan Deines Heinzelmanns betrübte mich sehr. Darum (und nur darum Smile ) habe ich mich mal damit beschäftigt, ob man sowas reparieren kann..

Hallo Frank,
tolle Grundlagenforschung!!
du solltest dir das nicht so zu Herzen nehmen, ich tu es auch nicht :-)
Die Hauptbeule befindet sich leider im oberen Bereich der Front. Dort kann ich weder Material ausschaben noch mit Schraubzwingen hantieren. Ich kann aber gut damit leben, so schlimm sieht es gar nicht aus. Mit einem schönen blauen LED-Licht lenke ich von dem Schaden ab:

   

um an den kleinen Beleuchtungsplatinen zu arbeiten war etwas Skalenseilgebastel notwendig. Die LED hab ich mit je einem 680 Ohm auf 10mA eingestellt.

   
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#51
Das Gehäuse besteht aber NICHT aus Pressspan, es besteht aus MDF. Diese Mittel-Dichte-Faserplatte wird mit der Feuchtigkeit etwas anders reagieren. In wie weit das von Frank vorgeschlagene Verfahren hier anzuwenden ist??
mit freundlichen grüßen aus Dielfen (Siegerland)
Dietmar
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#52
Hups! Danke für den Hinweis, Dietmar, das hatte ich nicht beachtet!
Falls bei MDF ein anderer Kleber verwendet wird, ist möglicherweise das Ganze im aufgequollenen Zustand nicht mehr stabil und bröselt vielleicht. Dann würde ein einfaches Auffüllen wohl nicht reichen.

Da habe ich ja wieder was zum Ausprobieren Smile .

Gruß, Frank

Nachtrag: Ich habe mir heute schon mal zwei Stückchen MDF für 36 Cent zugelegt, die ab jetzt regelmäßig mit Wasser beträufelt werden.
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#53
Hallo zusammen,

ich bin Euch ja schon lange eine Antwort schuldig, in Sachen "Forschungen zur Reparatur aufgequollener MDF-Platten".

Es kommen zwei Vorher-Nachher-Vergleiche. Insgesamt sollten es zwar vier sein, aber trotz allen Engagements haben es die Mitarbeiter des Boskveldian Institute of Applied Confusion nicht ganz geschafft; 2 Jahre sind weniger, als mancher denkt.

Die MDF-Platten quollen nicht so schnell auf wie der Preßspan aus dem vorhergehenden Versuch. Ich hatte z.T. mehrere Löcher hineingebohrt, damit das Wasser mit einer größeren Oberfläche wirken konnte.
Nach dem Durchtrocknen bearbeitete ich die MDF-Platten so wie vorher auch die Preßspanplatten. Beim Aushöhlen fusselt und staubt MDF viel stärker als Preßspan. Deshalb sollte man es gut säubern, am besten auch ausblasen.

Die Nachher-Bilder machte ich ca. 4 Wochen nach der Bearbeitung.

Bei Nr. 2 ließ ich einen relativ breiten Rand übrig. Nach dem Einspannen strich ich die Wände des Schlitzes mit Holzleim ein, quasi als Grundierung für den Heißkleber, der sonst möglicherweise auf der faserigen Fläche nicht hält.

.jpg   2_vorher.jpg (Größe: 19,61 KB / Downloads: 59)

.jpg   2_nachher.jpg (Größe: 21,12 KB / Downloads: 59)

Der untere Rand hat sich einige Zeit nach dem Entfernen der Schraubzwingen wieder etwas aufgeplustert. Er läßt sich mit Daumen und Zeigefinger etwas zusammendrücken und geht danach wieder auseinander. Die MDF-Fasern kleben an der Stelle nicht mehr vernünftig aneinander. Das liegt zum Teil an den Bohrlöchern, die ich hätte mit aushöhlen sollen.

Bei Nr. 3 ließ ich einen schmaleren Rand über. Statt Heißkleber verwendete ich mehrere Dübel, die eingeleimt wurden.

.jpg   3_vorher.jpg (Größe: 22,96 KB / Downloads: 59)

.jpg   3_nachher.jpg (Größe: 22,81 KB / Downloads: 58)

Beide Konstruktionen halten gleichgut, wobei ich dem Heißkleber den Vorzug gebe, weil es damit einfacher geht.

Noch ein Versuch, der aber nicht zufriedenstellend funktionierte:
Ich ließ die MDF-Platte an einer Seite erstmal komplett aufquellen. Dazu stellte ich das Brett für 12 Stunden auf eine alte (aber gewaschene) durchnäßte Socke in die Badewanne (der Blick meiner Frau sagte: "Nu isser ganz durchgedreht!" :-) ). Das Wasser drang ca. 5 cm ins MDF hinein.
Dann ließ ich es trocknen. Das ist ja wohl der Standardzustand, wenn der Schaden auffällt.

Ich machte die MDF-Platte wieder naß (wieder mit der Socke), bis die aufgequollene Stelle ganz durchgeweicht war.

.jpg   4_nass.jpg (Größe: 17,74 KB / Downloads: 58)


Dann drückte ich die Platte - zwischen Bretter geklemmt - mit 3 Schraubzwingen zusammen; in der Hoffnung, das würde mit nassem MDF leichter gehen.
Es reicht aber nicht: Aufgequollen ist es an der linken Seite (siehe Bild) 19 mm breit. Ich konnte die Platte mit viel Mühe auf 17,5 mm pressen, 16 mm sollten es sein.
Vielleicht klappt's ja mit einem kräftigen Schraubstock.

Gruß, Frank
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