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Lumophon W 30 -Reparatur
#41
Wie geht Bierlasur?
Bier trinken, das ist schonmal klar. Und dann? Wink
Gruß,
Uli
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#42
Hallo, Uli,
Hier erst noch ein Bild. Ich habe mich entschieden es zu lackieren/schleifen/lackieren.
   
Es muss geschliffen werden, weil das schwarze Pulver sich nicht vollständig gelöst hat.
Jetzt Uli, die Information im Net ist wirklich überschaubar, reicht aber aus.
http://antikhof-schied.de/blog/moebelres...tik-moebel
Mehr ist kaum zu finden.
Im Grunde wie Aquarelltechnik, nur das Bier macht's. Das Bier dient als Versiegelung. Im Trockenen brauchst normalerweise keinen Lack, ist mit Wasser aber lösbar.
Ich kenne die Technik vom Sehen seit meiner Kindheit, erprobt habe ich sie bisher nur ein Mal und jetzt zum zweiten.
In meiner Kindheit gab es keinen Malermeister, der die nicht beherrscht hatte. Das war genauso verbreitet wie der Wandanstrich mit Erdfarben.
Als ich das erste Mal ein Versuch mit Bierlasur gemacht habe - 1981 - war die Technik schon verschwunden. Wir heirateten mit meiner Frau und bekamen eine kleine Wohnung. Die Tür zum Zimmer war vollverglast, aber mit einer ganz normalen Glasscheibe. Irgendjemand hat mich gefragt, wieso habt ihr kein Ornamentglas hier - ist viel schöner. Die Antwort - ich kaufe nicht eine neue Scheibe - wir leben sowieso die letzten drei Tage des Monats von Konserven die mit Pfandflaschengeld kaufen - meine Frau studierte noch, ich war ein junger Ingenieur und fuhren stolz einen Gebrauchtwagen mit 300 000 auf das Tacho. Na versuchs mal mit Bier. Desagt, getan. Ich mischte Zucker in Bier und bemalte die Scheibe. Nach zwei Stunden hatten wir das schönste Ornamentglas. Wir haben 8 Jahre in der Wohnung gelebt und hinterließen sie die Scheibe an den nächsten Smile

Ich war auch jetzt sehr unsicher, habe lange gezögert, am Ende an der Rückseite probiert. Aber es ging einigermaßen.
Also, Technik auch für Otto Normalverbraucher geeignet.
Gruß!
Ivan
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#43
Hallo, Freunde,
Zwischenstand. Ich habe heute provisorisch die Platte an das Gehäuse befestigt. Wollte erst mal bisschen aufräumen und sehen wie die aneinander passen. Hier paar spontan geschossenen Bilder.
   
   
   
   
Es hängt zwar vieles von den Lichtverhältnisse ab, Eins ist sicher, ich habe es mir zwei Dinge vorgenommen. Erst scheint, dass die Skalenblende zu wenig Kontrast zu der Skala hat. Deswegen werde ich diese in Kupfer beschichten. Bisschen dunkler. Zum zweiten glaube ich ist die Platte zu hell. Ich denke, ich werde diese neu streichen müssen und zwar dunkler und etwa rötlich - so Richtung gebrannte Siena.
Da ich das Gerät im Originalzustand nie gesehen habe, bin mir nicht sicher. Was sagt ihr?  Was soll ich noch ändern?
Gruß!
Ivan
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#44
Hallo Ivan,

so lassen! Sieht doch toll aus. Du mußt die Blende brünieren. Dann hast Du das perfekte Radio. Achja, die Knöpfe. Nächste Woche werde ich Dir mal den großen Knopf nachfertigen. Der Rolf braucht ja auch mal seinen großen Knopf zurück.

Eine Bitte an Dich hätte ich aber auch: Wenn Du jetzt irgendwann den Lautsprecher abholst - könntest Du nicht mal das Radio mit bringen? Ich möchte mich gerne mal näher mit der Bierlasur beschäftigen. Deshalb möchte ich mir gerne mal Dein Ergebnis ansehen.

Wenn ich daran denke, wie das Gerät in Nauen aussah, Ivan, dann hast Du schon Großes geleistet. Ein dickes Lob!!
Es grüßt Euch aus Peine
     
     Andreas
Nicht nur die Röhren sollen glühen.
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#45
Hallo Ivan,

ich habe den W100. Die Frontplatte sieht original so aus:

   

Hier sieht man oben noch die originale Lackierung die vom Gehäusedeckel vor Licht geschützt war.

Gruß
Oliver
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#46
Hallo Oliver,

und man seht hier die brünierte Skalenverkleidung. Die fügt sich in die Optik ein. Ivan, die mußt Du aber nicht besorgen, so etwas habe ich dann hier. Die helle Blende wird entfettet.
Dann kommt die Brünierung. Sonst, so finde ich, hat der Ivan die große Blende doch sehr schön hin bekommen.
Es grüßt Euch aus Peine
     
     Andreas
Nicht nur die Röhren sollen glühen.
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#47
Danke, Oliver.
Dann soll ich auf die Idee mit der Kupferlackierung der Skalenblende verzichten und von Andreas lernen was Brünieren ist und wie man das macht.
@ Andreas, dann packe ich das Radio im Kofferraum un nehm es mit. Wenn der Knopf fertig ist, ruf mich bitte an, ich komme vorbei. Dann haben wir zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Sogar drei.
Gruß!
Ivan
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#48
Hallo Ivan,

ja, die Reihenfolge ist diese: Ich fertige den Knopf. Schicke den großen Knopf dann schnellstens wieder zum Rolf. Den nachgegossenen roling schicke ich dann zum Norbert. Der kann die Nachbearbeitung ganz prima. Dann gebe ich dir Bescheid. Dann kommst Du vorbei und nebenbei brünieren wir Dir die Blende. Du siehst ja an Oliver's Radio, wie toll das aussieht.

Eine Kupferlackierung einer solchen blende sieht immer schlecht aus. Hier in dem Falle würden sie die Optiken beißen. Blenden werden nicht in Kupfer lackiert. Da gibt es spezielle Verfahren. Aber das ist schon wieder ein anderes Thema.
Es grüßt Euch aus Peine
     
     Andreas
Nicht nur die Röhren sollen glühen.
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#49
Super Ivan,
das hast du aber wieder toll hinbekommen. Ich bin total begeistert.
Gruß Detlef

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#50
Ja, Detlef,
Es ist bisschen besser geworden. Ich wollte es immer haben.
Gruß!
Ivan
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#51
Hallo Ivan,

auch für Dich habe ich Neuigkeiten.

Schau mal, das ist die Nachfertigung von Deinem großen Radioknopf.

Wenn man den kleinen Knopf von Rolf dort drauf stellt, sieht man kaum einen Farbunterschied. Das Ding sieht wirklich original aus.

Und heute Abend steht mal Dein Lumophon bei mir auf dem Plan. Ich werde mal schauen, ob das Radio dann soweit spielt und dann hier berichten.

   

   
Es grüßt Euch aus Peine
     
     Andreas
Nicht nur die Röhren sollen glühen.
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#52
Wow, Andrefas,
Sieht toll aus. Ich hoffe auf gute Nachrichten! Bitte, bitte, bitte! Bin doch in Urlaub nur gute Nachrichten! Smiley61 Smiley18
Gruß!
Ivan
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#53
Hallo Freunde,

ja, die Neugier trieb mich gestern und ich wollte nun endlich mal schauen, was der Ivan dort aus dem Lumophon W30 gezaubert hatte.
Das Gerät hatten wir Nauen-Besucher ja vor Ort gesehen. Das Radio sah schon übel aus. Trotzdem hat Ivan es sich an Land gezogen.

Es handelt sich bei dem Gerät um einen Zweikreis-Empfänger. Die Röhren RENS1204, REN1004, RES164 und RGN504

Die Netzröhre RGN504 habe ich nicht in meinen Beständen gehabt. Ich habe mir daher mit einer RGN1054 geholfen. Die Stromaufnahme der Heizung ist hier doppelt so hoch, wie bei der RGN504. Trotzdem wurde am Netztrafo nichts warm, oder gar heiß. Zum Probebetrieb gut, aber dauerhaft ist die Baschaffung einer RGN504 doch die beste Lösung.

Als Tonröhre hatte ich den russischen Ersatz, 4P1L verwendet. Bei zweifelhaften Geräten nehme ich zunächst diese Röhre, um Beschädigungen der teuren RES164 im Original auszuschließen.

Ich habe als Vorröhre statt der RENS1204 eine RENS1284 verwendet. Die erste Inbetriebnahme am Netztrennregeltrafo brachte nur zu Tage: Das Ding funktioniert nicht. Die Spannungen an den Netzkondensatoren waren plausibel. Eine Probe des TA-Anschlusses brachte Gewißheit. es muß schon an der Anodenversorgung der REN 1004 liegen. Mir schwante Schlimmes, weil die Endstufe über einen NF-Übertrager gekoppelt wird.

Eine Messung auf Durchgang erfolgte aber, Gott sei Dank, positiv. Das wäre sonst traurig gewesen, weil der Übertrager gleichzeitig als Haltevorrichtung für die HF-Spulen dient.

Mir fiel dann sofort ein 50 Kiloohm-Widerstand am Sammelblock auf. Der hatte keinen Durchgang mehr. Also ersetzen. Ich hatte sogar noch einen optisch identischen Widerstand hier, der eingelötet wurde.

Nun funktionierte schon mal der TA. Leider zu leise. Eine Überprüfung der Endstufe erbrachte das Ergebnis. Das Schirmgitter erhielt keine Spannung. Bei näherer Überprüfung fand sich, dass das Versorgungskabel am Kondensator-Sammelblock gebrochen war. Hier hielt nur noch der rote Stoffmantel.

Jetzt war die Verstärkung des Gerätes sehr gut. Auch kam Empfang auf LW und MW. Leider war die Trennschärfe und die Empfindlichkeit nicht gut. Bei diesen Fehlern weiß man schon, wo zu suchen ist. Es ist meist der flexible Draht des Rückkopplungs-Drehkos. Hier bei uns auch. Da war die Feder gebrochen. Jetzt funktionierte das Gerät schon mal einwandfrei.

Was jetzt noch zu tun war? Die kleine Frontblende sollte brüniert werden. So fügt die kleine Blende sich in die Optik der Frontblende ein.

Nun wurden sämtliche Bedienelemente, wie der Spulenanzapfer und der Rückkopplungsdrehko befestigt. Die Metallscheibe der Skala, die als Drehkoantrieb dient, wurde wieder in den Friktionstrieb gequetscht und die Achse des Drehkos in der Frontaufnahme gelagert.

Zum Schluß kam noch der Ivan in nauen versprochene Freischwinger-Lautsprecher ins Spiel. Ich hatte den seinerzeit aus dem Bestand der Frau Seidel erhalten. Das Ding sieht eher aus, wie ein Plumpsklo! Den Lautsprecher muss Ivan überholen, genau, wie das Radio. Da der eingebaute Freischwinger hnoch intakt ist, wurde das Paar mal getestet. Ivan, Du wirst Dich freuen.
Am Lautsprecher fehlt 1 Fuß. Hier bekommt Ivan von mir einen Satz komplette.

Ivan, wichtig, wenn Du das Radio abholst: Bringe Deine Röhren mit, die Du für den Betrieb verwenden möchtest. Ich prüfe die dann hier bei mir vor dem Einbau.

Hier mal Bilder:

   

Hier sieht man das Radio noch mit der blanken kleinen Frontblende. Der Hintergrund ist toll geworden!

   

Hier der defekte 50 Kiloohm-Widerstand.

   

Hier das gebrochene Versorgungskabel zum Schirmgitter der RES164

   

Die Verbindungsfeder vom Rückkoppler war auch gebrochen.

   

Die Antennenspule wurde schon mal geflickt. Ich vermute Überspannung.

   

Hier ist die kleine Blende jetzt schon brüniert. Hier sieht man, wie die Optik sich jetzt ergänzt.

   

Die Frontansicht des Ivan gestifteten Lautsprechers.

   

Das ist der drinnen arbeitende Freischwinger-Lautsprecher.

   

Das sind die Ersatzfüße für den Lautsprecher.

Ich denke, dass Ivan gut daran tat, sich dieses Gerät zu gönnen. Und, Ivan, das soll hier "Kein zeigen von Fehlern sein". Diese Tips werden manchem, der solch ein altes Gerät repariert, hilfreich sein.
Klar, wenn du alle Röhren gehabt hättest, dann wären Dir beim Probebetrieb diese Fehler auch aufgefallen und du hättest sie nach und nach behoben.
Ich hoffe sehr, Dir mit meiner kleinen Hilfeleistung eine Freude bereitet zu haben.
Es grüßt Euch aus Peine
     
     Andreas
Nicht nur die Röhren sollen glühen.
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#54
Hallo, Andreas,
Diese schöne Nachricht erreicht mich in Urlaub. Ich freue mich riesig. Bin zwar bisschen über mich verärgert - ich habe die Widerstände alle geprüft die waren alle i.O. und sehr wahrscheinlich, habe ihn selbst beschädigt. Der gebrochene Schirmgitterkabel ist auch allein meine Verschuldung. Ich habe einen neuen gelötet, der sah mir aber nicht so schön aus. Na ja.. Aber -'ich muss ehrlich sagen - auf die Idee mit der gebrochener Feder wäre ich auch in 100 Jahren nicht gekommem. Hier spricht Deine Erfahrung für sich. : Smiley32
Die Röhren habe ich in meinem Fundus hier alle. Nur mit dem G504 ist die gleiche Situation, aber wenn die 1054 vom Trafo vertragen wird, die habe ich auch. Schließlich wird das Radio nicht so lange spielen und mit der Zeit wird sich was finden.
Für den Knopf und für den Lautsprecher danke ich hier. Genauso an Rolf.
Und an allen für das mitlesen und mitmachen.

Freundliche Grüße aus sonniger Bulgarien,    
Euer Ivan
Gruß!
Ivan
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#55
Hallo Ivan,

also, wir machen das so, ich komme jetzt auf den schnellsten Weg für eine Woche in Deine Bodega. Smile

Um die technischen Fehler machst Du dir bitte keine Gedanken. Das sind die Feinheiten, die wir alle nach einer technischen Instandsetzung entdecken. Kaum ein Gerät wird nach solch einer Überholung sofort funktionieren.

Trotzdem hast Du sehr schön gearbeitet und das Gerät wird Dir das lohnen. Mit Norbert habe ich heute auch telefoniert. Ich habe für einige gute Freunde noch Knöpfe nachzugießen. Dann gehen die Rohlinge zur Bearbeitung.
Es grüßt Euch aus Peine
     
     Andreas
Nicht nur die Röhren sollen glühen.
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#56
Hallo Ivan,
wenn wir uns am 23.09. in KW sehen werden, kann ich Dir eine RGN504 mitbringen. Optisch ist die Röhre gut, hat aber einen "Schönheitsfehler": die beiden Systeme sind ungleich. Eines hat 7mA, das andere 23mA Emission auf dem Röhrentester.

RGN-Gleichrichter sind meist (etwas) ungleich, allerdings vielleicht nicht so kraß. Schaut man die Spannung am Lade-Ko an, so ist der "Sägezahn" ungleich: ein Zacken höher als der andere. Das bedeutet, daß der 50Hz Brummton hier auch vorhanden ist, während bei gleich hohen "Zacken" nur noch ein Brummton mit 100 Hz entsteht, der dann besser gesiebt werden kann als der mit 5o Hz.

Aber probiere die 504 aus. Dein magnetischer Lautsprecher (es ist kein Freischwinger!) wird sowieso 100 Hz kaum noch wiedergeben können. Folglich mag es für den praktischen Betrieb gehen.

Gruß Dietmar
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#57
Hallo, Dietmar,
Ich plane am 23 nach KW zu kommen. Das wäre prima. Es scheint, es ist gar nicht unüblich beide Systeme der Doppeldioden sehr unterschiedlichen Werte zu habe - der RGN 1054 den ich habe ist auch so. Und ich werde auch den LS vom Uli, und einen Messingnadel nach KW bringen. Vielleicht können wir die Spule nach Deiner Methode instandsetzen.
@Andreas, bitte beeilen! Hier gibt es Platz für Freunde immer.
Gruß!
Ivan
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#58
Hallo, noch eine Frage zum Chassis. Ich bin dabei ein W100 zu restaurieren, werde ich noch vorstellen. Bei mir fehlt aber eine Bodenabdeckung. Ich könnte mir eine Blechplatte, befestigt mit 4 Gummifüssen vorstellen, aber vielleicht reicht auch Pertinax?
Gruß
Alex

M(Ende) gut - alles gut! Smile
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#59
Hallo, Alex,
Bei meinem Gerät ist die Bodenplatte aus Blech.
Gruß!
Ivan
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#60
Gummifüsse?
Gruß
Alex

M(Ende) gut - alles gut! Smile
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