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Grundig Micro Boy, Umbau mit DSPM2-Baustein
#21
Hallo Jupp,

danke für Deine Hinweise zur Abstimmung beim DSP-Modul. Nach Fertigstellung meines ersten "Eigenbau-Radios" mit dem Baustein kann ich die Qualität des AFC-Fangbereiches bestätigen. Mit meinem 6cm-Abstimmrad lassen sich die Sender ziemlich genau einstellen.

Zu Deinem Hinweis bezüglich des Mikki-Potis:  Das ist rechtwinklich zur Leiterplatte eingebaut. Dazu sind die beiden Schalteranschlüsse im 90 Grad-Winkel zum Poti abgebogen und mit Schraublöchern versehen. Der Lochabstand beträgt 15 mm, der Durchmesser des Handrades beträgt 22 mm. Das Stellrad ist nicht wie bei anderen Modellen abschraubbar, sondern fest mit dem Schleifer verbunden. Besonderheit dieses Originalpotis ist, dass der Ein-Schalter 2-polig ausgeführt ist-raffinierte Konstruktion.
Bilder könnten zwar mehr aussagen, aber mit meiner Kamera bekomme ich scharfe Detailsfotos leider nicht hin. Die werden nur undeutlich. Ich hänge trotzdem mal Bilder an.
Auf der Chassis-Gesamtaufnahme kann man links das Poti erkennen, die Befestigungsösen sind leider nicht deutlich erkennbar und es liegt neben der Lp.
Deshalb noch das arg verschwommene Bild des Potis. Als drittes Bild ist als Größenvergleich mal das DSPM-Modul gemeinsam mit dem Mikki-Original-Drehko zu sehen.

   
   
   

Beste Grüße
Jürgen
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#22
Hallo,

wie in meinem letzten Beitrag angedeutet, habe ich ein Mikki-Gehäuse mit einem DSPM2-Modul ausgerüstet. Ein entsprechendes Leergehäuse mit Gebrauchsspuren konnte ich auf der letzten Radiobörse in Garitz erstehen.

   
So sieht das fertige Radio aus. Es fehlt auf dem Skalenrad noch der Beschriftungsstreifen mit den UKW-Frequenzen.
Unten ist der Draht zu sehen, der als Antenne dient.

   
In die Vorderschale wurden zwei Plastklötzchen als neue Lp-Halterung eingeklebt. Die vorhandenen oberen Originalhalterungen werden zur Fixierung der neuen Leiterplatte verwendet.  Auf dem Bild ist noch eine Drahtschleife um den Lautsprecher zu sehen. Dieser Draht sollte als Antenne dienen. Leider ist dieser Versuch gescheidert. Letztendlich wurde der Antennendraht durch die alte Ohrhöreröffnung nach außen geführt.

   
   
Die neue Lp ist der Originalplatte nachempfunden, die Befestigungspunkte für Modul, Poti, neuer Batteriehalterung, neuer Stereo-Kopfhörerbuchse und der Lp selbst im Gehäuse wurde entsprechend der verwendeten Teile angeordnet.

   
Die Baugruppen des UKW-MIKKI.

   
   
Das DSPM2-Modul mit der Achsverlängerung und dem Skalenrad. Letzteres stammt von dem 50 kOhm-Knopfpoti, das mit einem neuen Stellrad im MIKKI eingebaut ist.

   
Das Poti ist eine Leiterplattenausführung, es fehlen die Befestigungsösen an den Schalteranschlüssen. Es wurden deshalb zwei Messingwinkel mit M3-Gewindebohrungen angelötet. So konnte das Poti an der Lp angeschraubt werden.

   
Vorderschale mit bestückter Leiterplatte und Batteriehalterung. Da keine originale aufzutreiben war, wurde aus Leiterplattenmaterial eine neue Halterung zusammengelötet.

Das fertige Radio überzeugt mit hoher Empfindlichkeit und ausreichender Lautstärke. Etwas ungünstig ist der Antennendraht, der mit entsprechender Länge aus dem Gehäuse nach unten heraushängt. Das ist aber zwingend notwendig, sonst ist kein Empfang möglich.

So ist ein MIKKI-Gehäuse, dass aufgrund seines Alters und Zustandes kaum noch genutzt werden würde, wieder zu neuem Leben erweckt worden. Und mich als Bastler erfüllt es mit Genugtuung.

Beste Grüße
Jürgen
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#23
Hallo,

mal noch ein paar gemachte Erfahrungen mit dem auf UKW umgebauten MIKKI.

Letztens habe ich beim Aufbau eines Carports mitgewirkt. Zur "Aufhellung" unserer Laune lief das Mikki von vormittags 9.00 bis etwa 17.00 Uhr, nur mal kurz zum Mittagessen unterbrochen, bei ausreichender Lautstärke. Die seit Fertigstellung eingesetzten Batterien sind immer noch im Gerät und zeigen kaum "Abnutzungserscheinungen". Zwar habe ich die Stromaufnahme in dieser Betriebsart noch nicht gemessen, aber sie scheint unterhalb der angegebenen Größe zu liegen. Ansonsten hätten die Batterien aus Belgien eines großen schwedischen Möbelanbieters  längst den Dienst quittiert.

Auch mit einem Stereokopfhörer habe ich das Gerät getestet. Die Tonqualität ist ausgezeichnet (habe allerdings nicht das "absolute" Gehör) und auch der Stereo-Effekt ist deutlich hörbar. Da die von mir verwendete Stereo-Kopfhörerbuchse leider keinen Abschaltkontakt für den Innenlautsprecher besitzt, kann man nur mit mäßiger Lautstärke hören, um Anwesende nicht zu stören, was aber für den Hörgenuss völlig ausreicht.

Von dem kleinen DSPM2-Radio-Modul bin ich immer mehr begeistert. So kann man kaum noch nutzbaren MW-Radios ein "neues" Leben schenken. Allerdings sollten dafür Gehäuse von nicht seltenen Geräten verwendet werden.

Beste Grüße
Jürgen
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